{"id":9951,"date":"2026-06-17T06:14:43","date_gmt":"2026-06-17T04:14:43","guid":{"rendered":"https:\/\/meiser-tv.de\/politik\/biolabore-dna-proben-und-ki-warum-moskau-alarm-schlaegt\/"},"modified":"2026-06-17T06:14:43","modified_gmt":"2026-06-17T04:14:43","slug":"biolabore-dna-proben-und-ki-warum-moskau-alarm-schlaegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meiser-tv.de\/en\/politik\/biolabore-dna-proben-und-ki-warum-moskau-alarm-schlaegt\/","title":{"rendered":"Biolabore, DNA-Proben und KI: Warum Moskau Alarm schl\u00e4gt"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><em>Von Kirill Strelnikow<\/em><\/p>\n<p>Der vor wenigen Tagen freigegebene Bericht der Nationalen Nachrichtendienste der USA \u00fcber Biolabore in der Ukraine wirft ein \u00e4u\u00dferst wichtiges Problem auf, das weit \u00fcber die &#8222;blo\u00dfe Entwicklung&#8220; biologischer Waffen hinausgeht. Wie sich herausstellt, bestand eines der Hauptziele der NATO- und ukrainischen Spezialisten darin, Waffen zu entwickeln, die auf eine bestimmte ethnische Gruppe \u2013 die Russen \u2013 abzielen.<\/p>\n<p>Nach Angaben der russischen Geheimdienste begann die T\u00e4tigkeit der biologischen Labore unter der Aufsicht von Milit\u00e4rspezialisten der USA und der NATO bereits im Jahr 2005. Mit diesem Thema befasste sich unter anderem der 2024 von ukrainischen Terroristen ermordete Leiter der Truppen f\u00fcr chemische, biologische und radiologische Abwehr der russischen Streitkr\u00e4fte, Generalleutnant Igor Kirillow. Er hatte wiederholt darauf hingewiesen, dass in geheimen biologischen Labors der USA in der Ukraine biologische Waffen entwickelt worden seien.<\/p>\n<p>Im April dieses Jahres erkl\u00e4rte der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates Russlands, Dmitri Medwedew, auf einer Sitzung des zust\u00e4ndigen Ausschusses, dass &#8222;im Zuge der milit\u00e4rischen Sonderoperation Beweise daf\u00fcr erlangt wurden, dass in der Ukraine tats\u00e4chlich Komponenten f\u00fcr biologische Waffen hergestellt wurden&#8220;, was &#8222;\u00e4u\u00dferst ernste und absolut inakzeptable Risiken f\u00fcr die Sicherheit unseres Landes mit sich bringt&#8220;.<\/p>\n<p>Es ist keineswegs \u00fcberraschend, dass diese Erkl\u00e4rungen sowohl in den USA als auch in anderen NATO-Staaten die \u00fcblichen Kommentare im Stil von &#8222;Das ist alles Kreml-Propaganda&#8220;, &#8222;Verschw\u00f6rungstheorie&#8220; und &#8222;billige Hirngespinste&#8220; ausl\u00f6sten.<\/p>\n<p>Allerdings best\u00e4tigte das B\u00fcro der Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste der USA (Office of the Director of National Intelligence, ODNI) vor einigen Tagen doch offiziell die Existenz eines ganzen Netzwerks von Biolaboren (mehr als 40) auf dem vom Kiewer Regime kontrollierten Gebiet, in denen unter anderem Forschungen mit besonders gef\u00e4hrlichen Pathogenen durchgef\u00fchrt wurden (insbesondere mit Erregern der Pest, dem Marburg- und dem Ebola-Virus, Milzbrand und Vogelgrippe). Gleichzeitig wurde erkl\u00e4rt, dass die US-Regierung die Finanzierung solcher Aktivit\u00e4ten eingestellt habe: Nun werde alles ruhig, friedlich und gut sein.<\/p>\n<p>Dennoch gibt es allen Grund zu der Annahme, dass die Geschichte damit noch nicht zu Ende ist.<\/p>\n<p>Es stellte sich heraus, dass man sich in der Ukraine nicht nur mit &#8222;klassischen&#8220; Biowaffen befasste, die wahllos jeden t\u00f6ten. Es zeigte sich, dass das Kommando der US-Luftwaffe bereits im Jahr 2017 einen Auftrag zum Kauf von RNA-Proben aus lebendem Gewebe von Russen europ\u00e4ischer Abstammung &#8222;zu Forschungszwecken&#8220; erteilt hatte.<\/p>\n<p>Zu welchen Forschungszwecken?<\/p>\n<p>Experten behaupten, dass westliche Milit\u00e4rstrukturen bereits seit Jahrzehnten an der Entwicklung ethnischer biologischer Waffen (oder biogenetischer Waffen) arbeiten, die gezielt Menschen bestimmter ethnischer Gruppen oder Menschen mit bestimmten Genotypen treffen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Vielleicht rein zuf\u00e4llig (oder vielleicht doch nicht) tauchte zeitgleich mit der Offenlegung des Geheimdokuments \u00fcber US-Biolabore in der Ukraine ein altes Video mit dem derzeitigen US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. auf. Darin erz\u00e4hlt er bei einem Treffen mit der Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste der USA, Tulsi Gabbard, dass die USA &#8222;Hunderte Millionen Dollar in die Entwicklung ethnisch gezielter Mikroben investiert&#8220; h\u00e4tten und dass &#8222;amerikanische Biolabore in der Ukraine DNA von Russen sammeln, um ethnisch ausgerichtete biologische Waffen zu schaffen&#8220;.<\/p>\n<p>Diese Informationen stehen in klarem Einklang mit der j\u00fcngsten Erkl\u00e4rung des Direktors des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow. Er teilte mit, dass die NATO ihr Programm zur Entwicklung von &#8222;Biowaffen mit selektiver Wirkung&#8220; im asiatisch-pazifischen Raum, in Afrika, Lateinamerika sowie in den GUS-Staaten fortsetze.<\/p>\n<p>Interessanterweise steht all dies in krassem Widerspruch zur einstimmigen Haltung der westlichen Wissenschaftsgemeinschaft, deren Vertreter unerm\u00fcdlich etwa Folgendes wiederholen: &#8222;Beim derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse \u00fcber die menschliche Genetik und die Bev\u00f6lkerungsstruktur gilt die praktische Umsetzung einer Massenvernichtungswaffe auf der Grundlage der sogenannten &#8222;Rassen-DNA&#8220; als \u00e4u\u00dferst unwahrscheinlich, und ihre Existenz ist nicht best\u00e4tigt.&#8220;<\/p>\n<p>Nach Aussagen zahlreicher renommierter Wissenschaftler ist die Entwicklung ethnischer Biowaffen praktisch unrealistisch: Aufgrund der &#8222;Mosaikstruktur&#8220; der Populationen, gemischter Ehen, des Fehlens klarer Grenzen zwischen Rassen und der st\u00e4ndigen Verbreitung genetischer Marker \u00fcber alle Grenzen hinweg sei es unm\u00f6glich, ein konkretes Ziel (eine ethnische Gruppe) genau &#8222;einzuz\u00e4unen&#8220; und anschlie\u00dfend einen gezielt wirkenden Virus oder Erreger auf diese loszulassen. Somit w\u00fcrde der Einsatz einer solchen Waffe zwangsl\u00e4ufig auf andere L\u00e4nder und Populationen \u00fcbergreifen, was ihren Einsatz sinnlos mache. Insbesondere wird als Beispiel angef\u00fchrt, dass die ethnische Vielfalt der USA dem Land gegen einen solchen Angriff einen &#8222;zuverl\u00e4ssigen Schutz&#8220; biete.<\/p>\n<p>Allerdings finden Forschungsergebnisse wie die Studie der Fachzeitschrift <em>Nature<\/em> aus dem Jahr 2008 aus irgendeinem Grund kaum Beachtung. Darin wurde festgestellt, dass sich anhand der DNA eines einzelnen Menschen &#8222;seine geografische Herkunft mit erstaunlicher Genauigkeit bestimmen l\u00e4sst \u2013 oft bis auf wenige Hundert Kilometer&#8220;. Und das sogar schon im Jahr 2008!<\/p>\n<p>Das Hauptargument der Skeptiker lautet jedoch: Es sei \u00e4u\u00dferst schwierig, die &#8222;milit\u00e4rischen Schl\u00fcssel&#8220; zum menschlichen Genom zu finden, da es eine unglaubliche Anzahl potenzieller genetischer Kombinationen gebe.<\/p>\n<p>Nun gut. Im September 2025 wurde im Auftrag von Google DeepMind eine Studie durchgef\u00fchrt, die zeigte, dass &#8222;KI bei Fortsetzung der aktuellen Skalierungstrends in naher Zukunft in einem Umfang eingesetzt werden kann, der zuvor als unerreichbar galt, was weitreichende Auswirkungen auf Forschung und Entwicklung haben wird&#8220;, und &#8222;dass diese Systeme bereits bis 2030 in der Lage sein werden, komplexe biologische Fragen zuverl\u00e4ssig zu beantworten&#8220;.<\/p>\n<p>Durch einen seltsamen Zufall nannte das dem US-Verteidigungsministerium angegliederte <em>Journal of Advanced Military Studies<\/em> in seinem Bericht &#8222;K\u00fcnftige Bedrohungen durch Bioterrorismus und biologische Kriegsf\u00fchrung f\u00fcr die NATO-Streitkr\u00e4fte bis 2030&#8220; ausgerechnet dieses Jahr. Den Schlussfolgerungen des Berichts zufolge &#8222;erm\u00f6glichen Fortschritte in der Biotechnologie bei der Modifizierung bestehender und der Schaffung v\u00f6llig neuer Pathogene nun die \u00dcberwindung fr\u00fcherer Hindernisse und erstmals die Herstellung gezielter (auf bestimmte Eigenschaften und Ziele ausgerichteter \u2013 Anm. d. Red.) biologischer Waffen&#8220;. Dar\u00fcber hinaus gibt es angesichts der neuen Rechenkapazit\u00e4ten und KI-M\u00f6glichkeiten &#8222;f\u00fcr zuk\u00fcnftige biologische Waffen praktisch keine Grenzen mehr&#8220;. Mit anderen Worten: F\u00fcr einen Durchbruch in dieser Richtung ist bereits alles vorbereitet.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang erscheint auch der geradezu &#8222;religi\u00f6se Eifer&#8220; westlicher Milit\u00e4rs in Bezug auf den Einsatz von KI zu milit\u00e4rischen Zwecken in einem v\u00f6llig anderen Licht \u2013 ebenso wie der unerkl\u00e4rliche westliche Boom der B\u00f6rsenkurse von KI-Unternehmen, die noch keinen Cent Gewinn erwirtschaftet haben.<\/p>\n<p>Die Schlussfolgerung ist einfach: Unsere Gegner finden keine Ruhe, solange es auf der Erde auch nur einen einzigen Menschen mit russischer DNA gibt. Daf\u00fcr scheuen sie keine Investitionen in Spitzentechnologien, die &#8222;die Welt in einen einzigen wundersch\u00f6nen Garten verwandeln&#8220; sollen.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem <a href=\"https:\/\/ria.ru\/20260615\/kiev-2098899897.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Russischen<\/a>. Der Artikel ist am 15. Juni 2026 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mehr zum Thema<\/strong> \u2014\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/de-rtnews.com\/international\/185873-russland-kritisiert-us-offensiv-bioprogramm-wegen-vertragsbruch\/\">Vertragsbruch: Russland kritisiert Ausweitung des US-Biowaffenprogramms <\/a><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-all\">\n<div class=\"AllEmbed\">\n                                                <iframe title=\"USA blockieren seit \u00fcber 20 Jahren das Verbot von bakteriologischen und Toxin-Waffen\" height=\"400\" width=\"100%\" style=\"border: none;\" scrolling=\"no\" data-name=\"pb-iframe-player\" src=\"https:\/\/www.podbean.com\/player-v2\/?from=embed&amp;i=4thx9-11d6a20-pb&amp;square=1&amp;share=1&amp;download=1&amp;fonts=Arial&amp;skin=1&amp;font-color=&amp;rtl=0&amp;logo_link=&amp;btn-skin=7&amp;size=300\" allowfullscreen=\"\"><\/iframe>\n                    <\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Kirill Strelnikow Der vor wenigen Tagen freigegebene Bericht der Nationalen Nachrichtendienste der USA \u00fcber Biolabore in der Ukraine wirft ein \u00e4u\u00dferst wichtiges Problem auf, das weit \u00fcber die &#8222;blo\u00dfe Entwicklung&#8220; biologischer Waffen hinausgeht. 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