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Lebensmittelkosten: Fleisch, Kaffee oder Alkohol? Wofür Haushalte am meisten ausgeben

Viel Wurst und Bier? Oder lieber Tee und Gemüse? Eine amtliche Auswertung zeigt, wofür das Lebensmittelbudget privater Haushalte in Deutschland draufgeht

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Viel Wurst und Bier? Oder lieber Tee und Gemüse? Eine amtliche Auswertung zeigt, wofür das Lebensmittelbudget privater Haushalte in Deutschland draufgeht

Viele Lebensmittel sind in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden. Davon kann jeder, der regelmäßig beim Wocheneinkauf auf den Kassenbon schaut, ein Liedchen singen. Aber wie viel Geld geben die Deutschen für Lebensmittel tatsächlich aus – und für welche Produkte am meisten?

Das untersucht das Statistische Bundesamt alle fünf Jahre in einer aufwendigen Stichprobe. Rund 10.000 Haushalte protokollieren dafür zwei Wochen lang ihre Ausgaben. Es handle sich um die „größte freiwillige Haushaltserhebung der amtlichen Statistik“, teilt die Behörde mit. Die aktuellsten Zahlen, die nun veröffentlicht wurden, stammen aus dem Jahr 2023. Das ist zwar nicht brandaktuell, aber die besonders großen Preissprünge von Ende 2022/Anfang 2023 sind darin schon abgebildet.

335 Euro im Monat für Lebensmittel

Das Ergebnis: Im Schnitt gaben die befragten Privathaushalte jeden Monat 335 Euro für Nahrungsmittel aus. Dazu kommen noch mal 75 Euro für den Kauf von Getränken. Ausgaben in Restaurants, Cafés oder Kantinen sind in den Zahlen nicht enthalten. Zu beachten ist: Die Durchschnittswerte gelten nicht pro Kopf, sondern pro Haushalt – ein Singlehaushalt wird also tendenziell darunterliegen, die Großfamilie darüber.

Ein genauerer Blick auf die Ausgaben zeigt, welche Nahrungsmittel die Haushaltskasse am meisten belasten. Mehr als ein Fünftel der Nahrungsausgaben (22 Prozent) entfällt auf Fleisch, Wurst, Fisch und Meeresfrüchte. Milch und andere Molkereiprodukte wie Käse und Joghurt sowie Eier machen 17 Prozent aus. Ebenfalls 17 Prozent schlagen für Getreide und Getreideerzeugnisse wie Brot, Reis und Nudeln zu Buche.

Es folgen Ausgaben für Gemüse, Knollengewächse (Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren) und Hülsenfrüchte mit 14 Prozent Anteil. Obst und Nüsse (9 Prozent) belasten die Haushaltskasse immerhin noch etwas stärker als Zucker, Desserts und Süßigkeiten (8 Prozent). Die übrigen Ausgaben in Höhe von 13 Prozent entfallen unter anderem auf Speisefette, Speiseöle und Fertiggerichte.

Bei den Getränken geben die Haushalte im Schnitt rund 35 Euro für solche mit Alkohol aus und 40 Euro für alkoholfreie. Die Aufschlüsselung zeigt: Etwa jeder fünfte Getränke-Euro geht für Kaffee drauf, egal ob aus Bohnen oder Pulver. Für Wein (20 Prozent) wird mehr ausgegeben als für Bier (16 Prozent). Und sonstige Alkoholika liegen etwa gleichauf mit Säften. Den größten Posten der Getränkeausgaben machen Mineralwasser und Erfrischungsgetränke aus (24 Prozent).

Die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes zeigt auch: Unterm Strich sind Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren der zweitgrößte Posten in den Konsumausgaben privater Haushalte. 14 Prozent der Ausgaben entfallen darauf.

Noch deutlich stärker schlagen Wohnung und Energiekosten zu Buche, die mehr als ein Drittel der Ausgaben verschlingen (38 Prozent). Auto, Bus und Bahn machen 12 Prozent der Kosten aus. Ausgaben für Freizeit, Sport und Kultur summieren sich im Schnitt auf 9 Prozent der Konsumausgaben. Im Schnitt geben die Haushalte etwas mehr als 3000 Euro im Monat für privaten Konsum aus.

Dieser Artikel ist eine Übernahme des Stern, der wie Capital zu RTL Deutschland gehört. Auf Capital.de wird er sechs Monate hier aufrufbar sein. Danach finden Sie ihn auf www.stern.de.

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