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Auch der „SRF“ unterstellt Elon Musk einen Gewaltaufruf bei den Belfast-Unruhen

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Was in Belfast auf den Straßen begann, setzte sich in den sozialen Medien fort. Nach einem Messerangriff eines sudanesischen Asylbewerbers auf einen Einheimischen eskalierte die Lage in der nordirischen Hauptstadt.

Maskierte Gruppen zogen durch Viertel, Autos und Barrikaden brannten, die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Die Unruhen wurden nicht nur vor Ort, sondern auch digital verfolgt. Weit weg von Nordirland berichtete der SRF bereits am 11. Juni 2026 darüber.

In SRF 4 News beschrieb Korrespondent Michael Gerber, wie junge, schwarz gekleidete und maskierte Männer über soziale Medien mobilisiert worden seien. Ein zentraler Name fiel: Tommy Robinson. Der britische Aktivist hatte zu einer Versammlung am Abend aufgerufen und gefordert, „die Sache selbst in die Hand zu nehmen.“

Dann folgt der zentrale Satz der voreingenommenen SRF-Berichterstattung:

„Explizit zu Gewalt ruft dieser Aktivist nicht auf – das übernimmt sein Megafon Elon Musk. Dieser gibt seine Posts wieder und schreibt dazu Fight back.“

Mit diesen Worten stellt der SRF klar: Robinson selbst rufe nicht direkt zu Gewalt auf. Diese Rolle übernehme vielmehr Elon Musk, indem er Robinsons Beitrag teile und den Zusatz „Fight back“ (zu Deutsch: Wehrt euch! bzw. Schlagt zurück!) hinzufüge.

Elon Musk hatte tatsächlich einen Post von Tommy Robinson auf X (ehemals Twitter) geteilt und dazu „Fight back“ geschrieben. In weiteren Beiträgen hatte er betont, dass man „wiederholt und laut protestieren“ müsse, damit sich etwas ändere. Einen direkten Aufruf zu Gewalt, zu Straftaten oder zu einer „Jagd auf Migranten“ gab es seitens Musk nicht.

Nur wenige Tage später greifen deutschsprachige Medien den SRF-Beitrag auf und üben deutliche Kritik daran.

Apollo News veröffentlicht am 16. Juni den Artikel „Auch der SRF behauptet, Musk habe ‚explizit zu Gewalt‘ aufgerufen.“ Das Portal zitiert den Korrespondenten wörtlich und wirft dem Sender vor, aus einem Protest-Aufruf einen Gewaltaufruf zu konstruieren. In den Kommentaren wird massiv gefordert, dass Musk und sein Anwalt Joachim Steinhöfel auch gegen den SRF juristisch vorgehen sollen.

Die Weltwoche greift die Geschichte am 17. Juni auf und titelt: „Nicht nur ZDF: Auch SRF hat Elon Musk Aufruf zu Gewalt zugeschrieben.“

Das Schweizer Wochenmagazin schreibt:

„Daraus leitete das SRF einen expliziten Gewaltaufruf ab.“

Die Weltwoche merkt an, dass unklar bleibe, ob „Fight back“ als Aufruf zur Gewalt oder als politische Parole zu verstehen sei. Sie betont zudem, dass der SRF – anders als das ZDF – bisher keine Korrektur vorgenommen habe.

Der SRF-Bericht fällt zeitlich fast mit dem umstrittenen ZDF-Beitrag vom 12. Juni zusammen. Dort hatte eine Moderatorin behauptet, Musk habe zu einer „Jagd auf Migranten“ durch einen „rassistischen Mob“ aufgerufen. Nach einer Abmahnung durch Musks Anwalt Joachim Steinhöfel entfernte das ZDF die Passage, gab eine Unterlassungserklärung ab und räumte ein, die Formulierung sei „unpräzise und deshalb missverständlich“ gewesen.

Beim SRF ist bislang nichts Vergleichbares passiert. Weder eine Korrektur noch eine Stellungnahme des Senders liegen vor.

Reaktionen auf X

Auf der Plattform X wird der SRF-Fall seit dem Erscheinen der Artikel von Apollo News und Weltwoche intensiv diskutiert. Viele Nutzer fordern, dass Musk und Steinhöfel auch gegen den Schweizer Sender juristisch vorgehen sollen. Es gibt Posts wie:

  • „Das Schweizer Staatsfernsehen SRF hat ebenfalls die Lüge verbreitet, Elon Musk hätte in Belfast zu Gewalt aufgerufen.“
  • „Er sollte SRF verklagen.“

Andere Nutzer sehen in der Berichterstattung ein systematisches Problem bei den öffentlich-rechtlichen Sendern in Deutschland und der Schweiz.

Der SRFBericht vom 11. Juni 2026 reiht sich in eine Serie von Medienberichten ein, die Elon Musk im Zusammenhang mit den Belfast-Unruhen eine direkte oder indirekte Verantwortung für die Gewalt zuschreiben. Während das ZDF nach juristischem Druck zurückgerudert ist, hält der SRF bislang an seiner Darstellung fest.

Ob aus dem Wort „Fight back“ tatsächlich ein expliziter Gewaltaufruf abgeleitet werden kann oder ob es sich um eine politische Mobilisierung handelt, bleibt umstritten.

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