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Sprachmodelle wie ChatGPT sollten die Effizienz in deutschen Unternehmen stärken. Doch das wird schwieriger als gedacht. Die KI-Expertin Corina Apachite über falsche Hoffnungen und neue Kosten
Als die ersten Sprachmodelle von OpenAI, Google oder Anthropic auf den Markt kamen, galt als ausgemacht: Das wird auch die Arbeit der Unternehmen in Deutschland verändern. Es wurde über Effizienzgewinne und neue Geschäftsmodelle spekuliert. Inzwischen ist klar, dass es komplizierter wird, auch wenn das nicht unbedingt an der Technologie liegt. „Es gibt eine Diskrepanz zwischen dem, was man sich an Nutzen erhofft und dem Verständnis, was dafür gemacht werden muss“, sagt Corina Apachite im Capital Wirtschaftspodcast. „Innovation braucht mehr als sechs Monate, um zu wirken.“
Apachite ist promovierte Informatikerin und hat als KI-Expertin unter anderem bei den Autozulieferern Bosch und Continental gearbeitet. Zudem sitzt sie in der Jury des Best of AI Awards, den Capital auch dieses Jahr wieder veranstaltet – gemeinsam mit dem AppliedAI Institute und der Personalberatung Odgers. Apachite ist überzeugt, dass es in der deutschen Wirtschaft oft noch am Verständnis für die Technologie mangelt: „Derzeit wird KI genutzt, um einzelne Schritte im Prozess zu verbessern und schneller zu machen“, sagt sie. „Ich bin aber überzeugt, dass die Prozesse selbst überdacht werden müssen. Und das ist schwierig.“
Positiv ist aus Ihrer Sicht, dass die Anbieter der Sprachmodelle inzwischen zu Preisen übergehen, die für die einzelnen Anfragen berechnet werden und nicht pauschal. „Es ist gut, dass man sich der Kosten-Nutzen-Frage stellen muss“, sagt Apachite. „Bei KI kommt jetzt der Zahltag.“
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