Experten sehen Russland unter den Top 20 beim Investitionsklima

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Russland zählt zu den 20 besten Ländern weltweit hinsichtlich des Investitionsklimas. Dies erklärte die Generaldirektorin der Agentur für strategische Initiativen, Swetlana Tschupschewa, gegenüber der Zeitung Iswestija und verwies dabei auf internationale Bewertungen. Sie betonte zudem, dass internationale Rankings, darunter das neue „Business Ready“-Ranking der Weltbank, zu den Indikatoren für die Wirksamkeit der Investitionspolitik von Ländern weltweit zählen.

Ihren Angaben zufolge wird Russland in die dritte Bewertungsrunde des Rankings einbezogen, da die Weltbank die Liste der teilnehmenden Länder schrittweise erweitert und eine aktualisierte Methodik anwendet. Tschupschewa fügte hinzu, dass Russland nach den derzeitigen Kriterien unter 112 Ländern den 13. Platz einnehmen könnte, und unterstrich:

„Was die Rechtslage und die Kosten für Unternehmen bei der Projektgründung angeht, gehört Russland nach internationalen Maßstäben bereits zu den 20 besten Ländern weltweit hinsichtlich des Investitionsklimas.“

Für die weitere Entwicklung des Investitionsklimas sei es wichtig, die Erfahrungen anderer Länder zu berücksichtigen und in Russland wettbewerbsfähige Bedingungen für die Umsetzung von Projekten zu schaffen, betonen Experten. Swetlana Kotwanowa, Dozentin am Lehrstuhl für Wirtschaft und Finanzen der Altai-Niederlassung der Russischen Akademie für Volkswirtschaft und Öffentlichen Dienst, merkte an:

„Russland verzeichnet derzeit ein stetiges Wachstum der ausländischen Direktinvestitionen. Diese Entwicklung ist auf eine Reihe systematischer Maßnahmen zurückzuführen: den Abbau von Verwaltungsaufwand, Steuererleichterungen für die Industrie und kleine Unternehmen sowie die Schaffung von Präferenzregelungen und Sonderwirtschaftszonen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit wichtigen Partnerländern. So wächst beispielsweise der Warenhandel mit China weiter, und das russisch-chinesische Wirtschaftsforum AmurExpo-2025 verzeichnete eine Rekordteilnehmerzahl von 10.000 Besuchern.“

Zuvor wurde berichtet, dass Großunternehmen trotz der Konjunkturabkühlung in Russland verstärkt in Projekte mit staatlichen Garantien investieren. Nach Angaben des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung belief sich das Investitionsvolumen im Rahmen von Abkommen über den Schutz und die Förderung von Kapitalinvestitionen bis Ende des vergangenen Jahres auf rund 3,7 Billionen Rubel (rund 39 Milliarden Euro).

Ein wichtiges Signal für Investoren war auch die schrittweise Senkung des Leitzinses durch die Zentralbank. Dies führte dazu, dass ein Teil der Unternehmen zu ihren früheren Investitionsplänen zurückkehrte. Darüber hinaus traten viele zuvor vorbereitete Großprojekte gerade im Jahr 2025 in die aktive Umsetzungsphase ein, wie Eduard Rumjanzew, Partner der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgruppe „Unicon“, im Gespräch mit der Zeitung Iswestija feststellte. Der Wirtschaftsexperte Michail Gordienko betonte zudem, die Haltung der Unternehmen gegenüber Investitionen sei aufgrund geopolitischer Turbulenzen insgesamt selektiver geworden. Projekte mit kurzer Rentabilitätsdauer und hoher Kreditabhängigkeit würden derzeit häufig auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

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