Schlagabtausch geht in die nächste Runde: Russland weist rumänischen Diplomaten aus

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Russlands Außenministerium hat an diesem Donnerstag einen namentlich nicht genannten Mitarbeiter der rumänischen Botschaft in Moskau zur „unerwünschten Person“ erklärt. In einer entsprechenden Pressemitteilung gab die diplomatische Behörde bekannt, dass sie die rumänische Geschäftsträgerin Liliana Burda zu sich zitiert habe. Der Diplomatin aus dem EU-Land sei eine Note überreicht worden, in der das Außenministerium in Moskau einen rumänischen Botschaftsmitarbeiter zur Persona non grata erklärt habe.

In seiner Erklärung hob das Außenministerium besonders hervor, dass diese Maßnahme eine Antwort auf die Ausweisung eines Mitarbeiters der russischen Botschaft in Bukarest sei. Moskau reagiere damit auf den „durch nichts motivierten Beschluss“ der rumänischen Seite, den Diplomaten zur unerwünschten Person zu erklären.

Auf der Plattform X veröffentlichten die russischen Diplomaten ein Video, auf dem zu sehen war, wie Burda aus einem Auto ausstieg und das Außenministerium am Smolenskaja-Platz betrat.

Vor genau einem Monat hatte der osteuropäische NATO-Staat einen namentlich nicht genannten Mitarbeiter der russischen Botschaft in Bukarest ausgewiesen – als Reaktion auf das Eindringen mehrerer angeblich russischer Drohnen in seinen Luftraum. Kurz zuvor hatten die rumänischen Luftstreitkräfte an drei Tagen in Folge unbemannte Luftfahrzeuge nahe der ukrainischen Grenze abgeschossen. Die Landesregierung machte daraufhin Russland für die Zwischenfälle verantwortlich.

Bereits Ende Mai war eine Drohne in ein Wohnhaus in der rumänischen Stadt Galați in der Nähe der ukrainischen Grenze eingeschlagen. Es kam zu einem Brand, zwei Menschen erlitten Verletzungen. Das EU-Land beschuldigte Russland des Vorfalls. Auch der NATO-Generalsekretär Mark Rutte warf der Regierung in Moskau ein rücksichtsloses Verhalten vor, das eine Gefahr für alle darstelle. Der Kreml wies die Verantwortung jedoch zurück. In der Folge schloss Rumänien das russische Generalkonsulat in der rumänischen Hafenstadt Constanța. Als Antwort ordnete Russland die Schließung des rumänischen Generalkonsulats in Sankt Petersburg an.

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