Medien: USA eskortieren am Dienstag Rekordmenge an Öl durch die Straße von Hormus

Beitrag teilen

Dem US-Militär ist es am vergangenen Dienstag gelungen, 40 Schiffe mit 18 Millionen Barrel Öl durch die Straße von Hormus zu eskortieren und dabei iranische Angriffe abzuwehren. Dies berichtet der Sender CNN unter Berufung auf zwei amerikanische Beamte. Diese Menge ist einem Beamten zufolge der höchste Wert seit Beginn des Konflikts; vor sechs Monaten sind täglich 20 Millionen Barrel durch die Meerenge transportiert worden.

Die Zahlen hatte später auch US-Präsident Donald Trump bestätigt: Auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichte er eine Infografik mit dem Titel „Die Ölmengen durch Hormus sind ZURÜCK!“, die den aktuellen Wert von 18 Millionen Barrel pro Tag im Vergleich zum Vorkriegsniveau von 20 Millionen Barrel pro Tag gegenüberstellte.

Während der Begleitung am Dienstag habe das US-Militär, so die Gesprächspartner von CNN, zugleich von Iran gestartete Drohnen und Antischiffsraketen abgefangen. Gleichzeitig hätten die US-amerikanischen Streitkräfte rund 60 Ziele in der Region angegriffen, darunter Luftabwehrsysteme, Radaranlagen, Minenlegevorrichtungen und Kommunikationseinrichtungen. 

Einer der Gesprächspartner erklärte, die USA würden ihre Angriffe im Gebiet der Straße von Hormus fortsetzen, da Iran gezeigt habe, sein militärisches Potenzial wiederherstellen zu können. Auch wenn die Schläge die iranischen Positionen in der Region nicht vollständig zerstören könnten, würden sie Teheran systematisch die Kontrolle über die Meerenge entziehen. Am Vortag hatte US-Energieminister Chris Wright erklärt, am Montag hätten Schiffe mit 17 Millionen Barrel Öl die Straße von Hormus passieren können.

Vertreter der Handelsschifffahrt äußerten sich laut CNN skeptisch gegenüber der Fähigkeit der US-Regierung, die Straße von Hormus unter Kontrolle zu halten. Derzeit würden Entscheidungen über Transporte durch die Straße von Hormus von Fall zu Fall getroffen; die Kosten für Tankercharter und Versicherung seien hoch. Noch größere Vorsicht zeigten Unternehmen, die Flüssigerdgas transportieren. US-Beamte räumten demnach ein, dass es Zeit brauche, um die Frachtbranche von der Sicherheit dieses Wasserwegs zu überzeugen; möglicherweise müssten die Begleitoperationen dauerhaft fortgeführt werden. Bis Oktober wolle das US-Militär den Bereich der Meerenge ausweiten, in dem sich Schiffe freier bewegen könnten, so CNN.

Mehr zum Thema – Straße von Hormus: Zwei Tanker laufen auf Minen

Beitrag teilen

Neue Beiträge und
Informationen direkt
per E-Mail erhalten.