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Am Vorabend des G7-Gipfels in Évian-les-Bains, Frankreich, sind in Genf Tausende Menschen gegen den Kapitalismus und die Politik der sieben führenden Industrienationen auf die Straße gegangen.
Die Demonstration der „No G7“-Koalition eskalierte am frühen Abend stellenweise. Maskierte Demonstranten setzten einen Tesla in Brand, warfen Steine und Betonblöcke, attackierten ein UN-Gebäude und richteten Sachschäden an. Die Polizei löste die Kundgebung schließlich auf.
🚨🇨🇭 GENEVA CHAOS BEFORE G7
First Tesla has been set ON FIRE, storefronts SMASHED, banks VANDALIZED as anti-G7 protests turn violent in Geneva.
Things are already spiraling before the summit even starts. pic.twitter.com/tuhvZFsMwS
— Global Dissident (@GlobalDiss) June 14, 2026
Die von einem breiten Bündnis aus rund 60 Organisationen – linke Gruppen, Gewerkschaften, Klimainitiativen und propalästinensische Bewegungen – organisierte Demo startete am Nachmittag auf einer von den Behörden genehmigten Route am rechten Rhône-Ufer.
Die Polizei hatte mit bis zu 50.000 Teilnehmern gerechnet. Tatsächlich zogen laut Schätzungen etwa 20.000 Menschen durch die Stadt – deutlich weniger als befürchtet, aber dennoch eine der größten Demonstrationen der letzten Jahre in Genf.
Lange verlief der Protest friedlich. Doch ab etwa 19 Uhr kam es zu Ausschreitungen durch kleine, maskierte Gruppen. Ein Video zeigt, wie Demonstranten die Scheiben eines Tesla einschlagen und eine Pyro-Fackel in das Fahrzeug werfen. Der Wagen brannte lichterloh. Kurz darauf setzten weitere Personen einen Container in Brand und warfen brennbare Gegenstände in die Flammen. „Revolution“-Rufe waren zu hören.
🔴🇨🇭🔥 EN DIRECT – Premiers débordements à Genève. Des vitrines ont été cassées et une première voiture est en feu. #G7 pic.twitter.com/vuuUg9zbET
— SuisseAlert (@SuisseAlert) June 14, 2026
Als die Polizei mit Wasserwerfern und Tränengas eingriff und die Menge zurückdrängte, bewaffneten sich einige mit Steinen und großen Betonbrocken.
Auf der Avenue de France wurden Polizisten mit Feuerwerk beschossen. Es kam zu Sachbeschädigungen an Bankfilialen und Geschäften. Ein UN-Gebäude wurde mit Steinen und Leuchtfackeln attackiert. Die Polizei erklärte die Demonstration zwischenzeitlich für nicht mehr genehmigt und ordnete später die vollständige Auflösung an.
🚨🇨🇭BREAKING: War on the streets of Geneva, Switzerland, as Antifa extremists clash with police ahead of the G7 summit.
Radical left-wing lunatics are tearing through the city, smashing businesses and setting cars ablaze as chaos unfolds in the streets. pic.twitter.com/iMldbgcXnT
— Mario ZNA (@MarioBojic) June 14, 2026
Die Stadt hatte sich seit Tagen auf den Großprotest vorbereitet. Hunderte Geschäfte, Banken und Hotels verbarrikadierten ihre Schaufenster mit Sperrholzplatten.
Über 7.000 Polizisten und Soldaten waren im Einsatz – darunter Verstärkung aus anderen Kantonen und Unterstützung aus Deutschland. Die Armee half bei der Drohnenabwehr und den Grenzkontrollen. Viele Genfer erinnerten sich an die schweren Krawalle von 2003, als beim G8-Gipfel in Évian ebenfalls Tausende in Genf randalierten und Millionenschäden entstanden.
Die Aktivisten kritisierten den G7-Gipfel, der vom 15. bis 17. Juni in Évian stattfindet, als „illegitime und überholte Institution“. Auf Transparenten und in Reden wurde Kapitalismuskritik geäußert. Zudem wurden fehlende Klimaschutzmaßnahmen, die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die Politik von US-Präsident Donald Trump kritisiert. Viele Plakate richteten sich direkt gegen den amerikanischen Präsidenten.
Trotz der Eskalationen betonten mehrere Medien, dass die große Mehrheit der Demonstration friedlich verlaufen sei. Die Gewalt sei von einer kleinen Minderheit ausgegangen.
Der eigentliche G7-Gipfel beginnt morgen in Évian. Frankreich hat dort keine großen Demonstrationen zugelassen. Viele Staats- und Regierungschefs, darunter auch Donald Trump, werden über den Flughafen Genf anreisen. Die Schweiz hat für die Zeit des Gipfels temporäre Grenzkontrollen eingeführt und ein großes Sicherheitsdispositiv aufgebaut.
Die Lage in Genf bleibt angespannt. Die Polizei ist weiterhin in erhöhter Alarmbereitschaft. Ob es in den kommenden Tagen weitere Protestaktionen geben wird, ist derzeit offen.
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