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„Wenn ein russischer Soldat irgendwohin will, braucht er kein Visum“

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Von Alexander Koz

Die Eurodiplomatie setzt ihre dosierte „Selbstschädigung“ fort. Den „verfluchten Moskauern“ zum Trotz, versteht sich. Die unermüdliche Russophobin Ursula von der Leyen holte mit strenger Miene ihr Sanktionspaket mit den einzelnen Päckchen hervor und schüttelte das nächste – das 21. – aus.

„Stein für Stein zerstören wir die Grundlagen der russischen Kriegswirtschaft“, verkündete dieses deutsche „Missverständnis“. Warum man die ganze Mauer dieser Grundlagen nicht gleich mit einem einzigen großen Sanktionspaket zum Einsturz bringen kann, sagte sie nicht. Auf der aktuellen Sanktionsliste stehen zum Beispiel Transaktionsverbote für zwei russische Häfen und vier Flughäfen. Warum nicht gleich für alle? Oder: Man hat beschlossen, auf russische Kabeljau zu verzichten. Auf den Hering aber nicht. Warum?

Weil alles auf einmal zu schmerzhaft wäre? Schließlich schlagen alle Sanktionen wie ein Bumerang auf die europäische Industrie und den Sozialbereich zurück. Oder weil Europas beste Köpfe sich in ein paar Monaten an einem runden Tisch versammeln müssen, um darüber nachzudenken, was sie in das 22. Paket hineinpacken sollen?

Schließlich bedurfte es wohl eines „kollektiven Überlegungsorgans“, um im 21. Sanktionspaket ein Einreiseverbot in die EU für diejenigen aufzunehmen, die während der militärischen Sonderoperation in der Ukraine in der russischen Armee gedient haben. Der Mechanismus zur Durchsetzung dieses Verbots ist nicht ganz nachvollziehbar, da in russischen Reisepässen keine Stempel über die Teilnahme an der militärischen Sonderoperation eingetragen werden. Vermutlich sollte der Grenzbeamte bei der Kontrolle beim russischen Verteidigungsministerium nachfragen.

Aber im Ernst: In der heutigen Zeit muss man schon besonders „begabt“ sein, um aus irgendeinem Grund in ein feindliches Land (und in der EU gibt es keine befreundeten) zu reisen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit landet man dort aufgrund eines ausgedachten Vorwurfs im Gefängnis. Das wäre noch der beste Fall. Im schlimmsten Fall droht die Auslieferung an Kiew. Präzedenzfälle mit Wissenschaftlern und Politikern gab es bereits.

In jedem Fall gilt: Wenn ein russischer Soldat wirklich irgendwohin will, wird er überhaupt kein Visum brauchen. Das hätte Ursula von der Leyens Großvater ihr eigentlich sehr anschaulich erklären müssen. Ich bin sicher, er hat das nicht vergessen.

Übersetzt aus dem Russischen . Der Artikel ist am 9. Juni 2026 zuerst auf der Homepage der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ erschienen.

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