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Nach dem Verzicht des Berliner (Noch-) Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) auf die Spitzenkandidatur seiner Partei bei der Landtagswahl am 20. September gerät auch Friedrich Merz (CDU) unter Druck. Hat er Wegners Totalversagen beim großen Blackout in der Hauptstadt gedeckt? Verursacht durch einen linksextremistischen Terror-Anschlag waren bis zu 130.000 Berliner Anfang Januar ohne Strom. Stets […]
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Nach dem Verzicht des Berliner (Noch-) Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) auf die Spitzenkandidatur seiner Partei bei der Landtagswahl am 20. September gerät auch Friedrich Merz (CDU) unter Druck. Hat er Wegners Totalversagen beim großen Blackout in der Hauptstadt gedeckt?
Verursacht durch einen linksextremistischen Terror-Anschlag waren bis zu 130.000 Berliner Anfang Januar ohne Strom. Stets versicherte Berlins (Noch-) Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wahrheitswidrig, er habe sich frühzeitig um das Krisenmanagement gekümmert. Auch das Kanzleramt bestätigte diese, wie sich später herausstellen sollte, dreiste Lüge.
Friedrich Merz (CDU) lobte seinerzeit das Krisenmanagement Wegners öffentlich. „In den Abläufen ist nichts zu kritisieren“, sagte Merz anlässlich der Winter-Klausur der CSU-Bundestagsabgeordneten im oberbayerischen Kloster Seeon. Er betonte: „Wir hätten das wahrscheinlich nicht viel besser machen können, als es so gemacht wurde.“
Jetzt weitet sich der Berliner Lügen-Skandal aus: Das Bundeskanzleramt hat ganz offensichtlich Informationen zum Blackout im Südwesten der Hauptstadt und der allem Anschein nach nicht oder nur unzulänglich bzw. zu spät stattgefundenen Kommunikation verschwiegen oder verdreht.
Die Mutter aller CDU-Fragen: Wer lügt dieses Mal?
Einen Tag nach seinem Rückzug als CDU-Spitzenkandidat ließ Wegner von der Berliner Senatskanzlei verbreiten, er habe am Wochenende des Stromausfalls sehr wohl mit Bundeskanzler Friedrich Merz (ebenfalls CDU) telefoniert. Er widersprach damit ausdrücklich der Darstellung des Kanzleramts, wonach es an jenen Tagen im Januar kein Telefonat zwischen Merz und Wegner gegeben habe. Das Kanzleramt hält laut dem Berliner „Tagesspiegel“ an seiner Darstellung fest.
Weder Kanzleramt noch Senatskanzlei konnten auf Nachfrage die Widersprüche ausräumen. Die Senatskanzlei bekräftigte, Wegner habe „am 4. Januar mit dem Bundeskanzler telefoniert“. Damit wiederholte die Senatskanzlei ihre bisherige Darstellung zu den Vorgängen noch einmal. Die Senatskanzlei konkretisierte sogar, Merz habe Wegner am 4. Januar um 19.57 Uhr zurückgerufen. Das Telefonat habe vier Minuten gedauert.
Am vergangenen Freitag (10. Juli), wenige Stunden vor Wegners Rückzug als Spitzenkandidat der CDU zur Berlin-Wahl, hatte das Bundeskanzleramt dem „Tagesspiegel“ in einem laufenden Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht Berlin (Az: VG 27 L 229/26) noch das genaue Gegenteil erklärt. Der Einlassung des Kanzleramts zufolge führte Merz während des Stromausfalls im Januar nicht ein persönliches Gespräch mit Kai Wegner – auch nicht telefonisch.
Wieder einmal stellt sich die Mutter aller CDU-Fragen: Wer lügt dieses Mal?
Beitrag: Lügen-Bürgermeister & Lügen-Kanzler: Friedrich Merz (CDU) kommt im Berliner Blackout-Skandal unter Druck!
Quelle: Deutschland-Kurier.