Machtprobe am Golf: Straße von Hormus erneut gesperrt – Schiffsverkehr stark eingeschränkt

Machtprobe am Golf: Straße von Hormus erneut gesperrt – Schiffsverkehr stark eingeschränkt

Iran hat die Straße von Hormus erneut für vollständig gesperrt erklärt und allen Schiffen – unabhängig von Typ und Nationalität – die Durchfahrt untersagt. Hintergrund sind iranische Vorwürfe gegen die USA, ihre Zusagen aus den Verhandlungen nicht einzuhalten.

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Iran hat die Straße von Hormus erneut für vollständig gesperrt erklärt und allen Schiffen – unabhängig von Typ und Nationalität – die Durchfahrt untersagt. Hintergrund sind iranische Vorwürfe gegen die USA, ihre Zusagen aus den Verhandlungen nicht einzuhalten, sowie der anhaltende Konflikt mit Israel.

Die Sperrung trifft die Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels läuft und die bereits seit Monaten immer wieder Ziel militärischer Drohungen und Blockaden zwischen Iran und den USA ist. Iran begründet die erneute Schließung unter anderem mit der fortgesetzten Blockade iranischer Häfen durch die USA; solange diese bestehe, bleibe die Meerenge geschlossen, erklärte die Marine der Revolutionsgarde.

Die USA widersprechen der Darstellung einer kompletten Sperrung und betonen, der Schiffsverkehr laufe weiter, teils unter militärischem Schutz durch US-Kriegsschiffe. Zugleich blockieren die US-Streitkräfte eigenen Angaben zufolge den Verkehr zu und von iranischen Häfen: In den ersten 24 Stunden sei kein Schiff durch die US-Blockade gekommen, mehrere Handelsschiffe hätten auf US-Anweisung umkehren müssen.

Aktuelle Trackingdaten zeigen, dass die Zahl der Durchfahrten nach einer kurzen Belebung bereits wieder zurückgeht; Handelsschiffe meiden die Meerenge zunehmend. Branchenbeobachter erwarten deshalb keine rasche Normalisierung des Verkehrs in der strategisch wichtigen Wasserstraße.

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Bildquelle: Ingo Menhard / shutterstock

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