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Größter Gasfund seit Jahrzehnten: OMV fährt neue Energiequelle hoch

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Mit der Erschließung eines neuen Gasfelds nahe Wien beginnt eines der bedeutendsten Energieprojekte in der jüngeren Geschichte des Landes. Das neue Gasfeld befindet sich in Wittau im Marchfeld nordöstlich von Wien und wird vom Energiekonzern OMV betrieben. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um den größten Erdgasfund in Österreich seit vier Jahrzehnten. Das Vorkommen liegt in rund 5000 Metern Tiefe und umfasst förderbare Ressourcen von etwa 48 Terawattstunden. Dies entspreche rund 28 Millionen Fass Öläquivalent. Die Förderung soll bereits ab dem Winter 2026/2027 spürbar zur österreichischen Energieversorgung beitragen. Heimische Produktion könnte deutlich steigen Bislang deckt Österreich lediglich rund sechs bis sieben Prozent seines Gasbedarfs aus eigener Förderung. Durch das neue Projekt könnte dieser Anteil kurzfristig deutlich steigen. In einem ersten Schritt soll die heimische Produktion um etwa 50 Prozent erhöht werden. Laut OMV könnte das Gasfeld in der ersten Ausbauphase den Bedarf von rund 100.000 Haushalten decken. Milliardeninvestitionen und weitere Bohrungen geplant Das Projekt wurde laut OMV nach dem Fund im Jahr 2023 innerhalb kurzer Zeit umgesetzt. Bereits jetzt flossen rund 150 Millionen Euro in die Entwicklung des Gasfelds. Sollten weitere Explorationsbohrungen erfolgreich verlaufen, könnten künftig Investitionen von bis zu 500 Millionen Euro folgen. Besonders die Bohrung „Wittau West Tief 1“ habe bereits positive Hinweise auf zusätzliche Erdgasvorkommen geliefert. Regierung sieht strategischen Vorteil Bundeskanzler Christian Stocker bezeichnete das Projekt als Vorhaben von „strategischer Bedeutung“. Auch Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer betonte die Bedeutung heimischer Ressourcen für die Versorgungssicherheit. „Wir können internationale Energiemärkte nicht steuern, aber wir können unsere Abhängigkeit von ihnen reduzieren“, erklärte der Minister. Gerade vor dem Hintergrund globaler Konflikte und volatiler Energiepreise gewinnt die Frage nach stabilen nationalen Energiequellen zunehmend an Bedeutung. OMV verteidigt Gasprojekt trotz Energiewende Die OMV weist Kritik zurück, wonach neue Gasprojekte im Widerspruch zu Klimazielen stehen würden. Generaldirektor Alfred Stern erklärte, heimische Gasförderung sei „kein Widerspruch zur Dekarbonisierung“. Eine funktionierende Energie- und Wärmewende brauche Verlässlichkeit, stabile Übergangslösungen und planbare Versorgungssicherheit.
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