Die Wirklichkeit zu Ende denken | Von Thomas Fiedler

Die Wirklichkeit zu Ende denken | Von Thomas Fiedler

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Ein Meinungsbeitrag von Thomas Fiedler.

I. Das materialistische Dilemma

In einer materialistischen Weltanschauung ist das Bewusstsein das Resultat hochkomplexer Vorgänge im Gehirn, also selbst ebenfalls ein zeitweiliges Phänomen. Da hier sowohl Bewusstsein, als auch das Leben selbst als Funktionen von Materie definiert werden, ihnen also keine eigenständige Existenz zugeschrieben wird, sind sie nichts weiter als Phänomene in an sich toter Materie. Der Materialismus ist nicht in der Lage, eine Definition von Leben hervorzubringen, die über die Beschreibung von Symptomen hinausgeht. Da Bedeutung etwas ist, was nur in Bezug auf Bewusstsein existieren kann, kann es im Materialismus gar keine wirkliche Bedeutung von irgendetwas geben, da Bewusstsein nur als Mechanismus von Materie beschrieben wird.

Denkt man also den Materialismus zu Ende, ergibt sich daraus die Bedeutungslosigkeit von allem. Es ist bedeutungslos, ob man glücklich ist, wie lange man lebt, ob wir in einer gerechten Gesellschaft leben, ob Frieden herrscht oder Krieg, ob der Planet verwüstet wird, ob der Planet überhaupt existiert oder ob es das Universum gibt oder nicht. Alles menschliche Streben ist bedeutungslos, im Großen, wie im Kleinen.

Dieses Fehlen einer absoluten Ebene im Materialismus ist der Grund, warum unsere materialistisch orientierte Gesellschaft so dermaßen entgleist ist. Es gibt keinen Orientierungspunkt, der für alle Menschen gleichermaßen gültig ist. Jeder kann sich seine Bewertungsmaßstäbe so zurechtlegen, wie ihm beliebt und Gesetze reflektieren kein allgemein gültiges oder gar absolutes Rechtsverständnis, sondern dienen lediglich der Zementierung von Machtstrukturen. Die Seuche dieses moralischen Relativismus ist die Ursache für den aktuell zu beobachtenden Verfall der Gesellschaft, in der alles akzeptabel zu sein scheint. Dieser moralische Relativismus bringt Ideologien hervor, wie die Eugenik und den Transhumanismus. Er verunmöglicht eine friedliche Koexistenz zwischen den Menschen, da er kein allgemein gültiges moralisches Basisverständnis für einen zwischenmenschlichen Austausch zulässt.

Für eine gesunde Gesellschaft beziehungsweise ein gesundes individuelles Leben wird aber unter anderem ein universell gültiger, also absoluter, moralischer Kompass benötigt. Die meisten Menschen haben ein intuitives Verständnis für zumindest ein paar wesentliche Punkte einer solchen absoluten Moral, zum Beispiel das Verständnis, dass es nicht akzeptabel ist, anderen Menschen Leid zuzufügen. Leider passt dieses intuitive Verständnis nicht zum ideologischen Gebäude des Materialismus, da dieses kein philosophisches Fundament bietet, das mit dieser Intuition kongruent ist.

Diese Intuition und der Fakt, dass wir ein abstraktes Verständnis des Absoluten entwickeln können, deutet auf die absolute Natur des Bewusstseins hin. Dazu gleich mehr.

II. Unterscheidungsvermögen

Jeder Mensch schreibt den zeitweiligen Phänomenen dieser Welt bestimmte Bedeutungen zu, in Entsprechung zur von ihm vertretenen Weltanschauung und zu den persönlichen Neigungen. Diese relativen Bedeutungen sind jedoch genauso zeitweilig, wie die Phänomene selbst.

Dies wird durch ein Axiom, das universell gültig ist, unabhängig von jeglicher Weltanschauung, beschrieben. Dieses Axiom lautet wie folgt: „Alles, was zeitweilig ist, besitzt keine absolute Bedeutung.” Mit absoluter Bedeutung ist die Art von Bedeutung gemeint, die unabhängig vom menschlichen Betrachtungswinkel ist, also gleich für jeden von uns. Der Wahrheitsgehalt dieses Axioms sollte sich aus einem „kosmischen“ Blickwinkel von selbst ergeben, denn alles vergängliche fällt über kurz oder lang dem Vergessen anheim.

Die Frage, die sich also ergibt, ist: „Gibt es etwas, das eine absolute Bedeutung besitzt?“. Um diese Frage zu beantworten, muss erst einmal erörtert werden, was mit absolut in diesem Kontext überhaupt gemeint ist. In der Logik gibt es das Prinzip der Kontraposition. Wendet man es auf das oben genannte Axiom an, dann kann es so umformuliert werden: „Besitzt etwas eine absolute Bedeutung, dann ist es nicht zeitweilig.“ Die Logik in dieser Aussage ist äquivalent zur ursprünglichen Formulierung und aus ihr kann gefolgert werden, dass etwas mit absoluter Bedeutung dem Bereich der Ewigkeit zugehörig sein muss.

Aber was ist dieser Bereich der Ewigkeit, diese absolute Ebene, die unabhängig von individuellen Betrachtungswinkeln ist?

Da alle materiellen Phänomene zeitweilig sind, ist dieser Bereich immateriell. Das heißt, dass Dinge mit absoluter Bedeutung nur auf einer nicht-materiellen Ebene existieren können. Im Materialismus kann ein solcher Bereich folglich nicht existieren, da es in dieser Weltanschauung nichts außer materiellen Phänomenen gibt.

Da das Wort Bedeutung etwas beschreibt, was nur in Bezug auf Bewusstsein existiert, muss für das Verständnis von absoluter und damit zeitloser Bedeutung, sei es intuitiv oder intellektuell, das Bewusstsein ebenfalls absolut, zeitlos und immateriell sein.

Es ist offensichtlich, dass wir als Menschen in vielen Bereichen unseres Lebens intuitiv die Absolutheit unseres Bewusstseins als Identität voraussetzen. Dies drückt sich zum Beispiel im Verständnis für Schuld und Verantwortung für eigene Handlungen aus, das über sämtliche Kulturen und Zeitalter hinweg zu beobachten ist. Damit ein Individuum für seine Handlung Verantwortung tragen kann, muss es eine eigenständige Existenz besitzen. Wäre das Individuum mit seinem Bewusstsein nur eine hochkomplexe Funktion eigentlich lebloser Materie, wie im Materialismus behauptet wird, dann hätte das Konzept der Verantwortung aufgrund des Fehlens von Eigenständigkeit des Bewusstseins keine Existenzberechtigung. Eine Kopplung der Verantwortung an den materiellen Träger des Bewusstseins, den Körper, scheidet aus, denn welche Moleküle wollte man wie für eine Tat verantwortlich machen? Und wenn alle Moleküle im Körper durch den Stoffwechsel ausgetauscht sind, gäbe es dann überhaupt noch Verantwortung?

Dies zeigt, dass unser Rechtsverständnis nur mit einem Konzept des Bewusstseins funktioniert, das sich jenseits des Materialismus befindet. Es bedarf des intuitiven und intellektuellen Verständnis einer absoluten Ebene, die ihrer Natur nach zeitlos und deshalb universell gültig und unveränderlich ist.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Frage des freien Willens. Nur wenn das Bewusstsein eigenständig ist, also unabhängig von den deterministisch funktionierenden biologischen Mechanismen des Körpers, sind wir überhaupt fähig zu freiem Willen und damit zu einer Verantwortung für unsere Handlungen. Ohne einen freien Willen kann nichts eine wirkliche Bedeutung haben und ein universell gültiges Rechtsverständnis ist damit ausgeschlossen.

Ein freier Wille, der naturgemäß nicht den deterministischen Naturgesetzen der Welt der relativen Phänomene unterliegt, kann selbst nicht Teil dieser Domäne sein. Er muss der absoluten und damit zeitlosen Ebene entstammen, was ein weiterer Indikator für die absolute und zeitlose Natur des Bewusstseins ist, denn der freie Wille ist eine Funktion desselben.

III. Absolute Wirklichkeit

Alle zeitweiligen Phänomene sind relativ, das heißt sie sind abhängig von etwas anderem. Dies liegt in ihrer Natur als Folge von Ursachen. Jedes dieser Phänomene hat einen zeitlichen Beginn und eine ihm zugrunde liegende Ursache. Würde man die Ketten von Ursache und Wirkung bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgen können, käme man zwangsläufig zu einer Ursache, die selbst keine Ursache hat und damit nicht zur Welt der relativen Phänomene gehört. Diese Ebene, von der alle relativen Phänomene ausgehen und abhängen, ist die absolute Wirklichkeit. Sie ist nicht zeitweilig, da sie nicht den Gesetzen von Schöpfung und Vernichtung, Ursache und Wirkung, unterliegt.

Diese Zurückverfolgung der Ursache-Wirkung-Kette ist natürlich praktisch undurchführbar, weshalb über diesen Weg kein Zugang zur absoluten Ebene besteht. Da das Bewusstsein selbst zur absoluten Ebene gehört, hat es eine natürliche und dauerhafte Verbindung mit der gesamten absoluten Wirklichkeit. Es stellen sich also zwei Fragen.

  1. Warum unterliegen wir der Illusion, dass es keine absolute Wirklichkeit gibt, sowohl in Bezug auf die Welt, als auch in Bezug auf uns selbst?
  2. Wie kommt man zur Erkenntnis der absoluten Wirklichkeit und der Verbindung zu ihr?

Das Bewusstsein selbst ist von absoluter Natur und besitzt einen freien Willen. Durch seine Verbindung mit der Welt der zeitweiligen Phänomene ist dieser freie Wille durch die diesbezüglichen Wahrnehmungen und die daraus entstehenden Neigungen verdeckt. Die Aufmerksamkeit des Bewusstseins ist durch die Welt der relativen Phänomene in Beschlag genommen und durch die entstandenen Zuneigungen und Abneigungen entsteht eine falsche Identität, die, wie in einer Art Rückkopplungsschleife, eine weitere Vertiefung der Identifikation mit der relativen Ebene hervorbringt.

Diese Verbindung des absoluten Bewusstseins mit der relativen Ebene hatte einen Anfang, denn alles auf der relativen Ebene ist zeitweilig, hatte also einen Anfang. Zu diesem Zeitpunkt war das Bewusstsein noch nicht von den Eindrücken der relativen Ebene verdeckt, so dass klar wird, dass diese Verbindung in einem Akt des freien Willens des Bewusstseins seinen Ursprung fand.

Da dieser freie Wille durch die Verbindung mit der relativen Ebene verdeckt ist, brauchen wir direkte Hilfe von der absoluten Ebene. Durch die Verdeckung ist das Bewusstsein nicht in der Lage, seine eigene absolute und zeitlose Natur direkt wahrzunehmen, ganz zu schweigen davon, diese absolute Natur in allen anderen Lebewesen sehen zu können. Ein Handeln auf der absoluten Ebene ist in diesem Zustand unmöglich und eine reine Betrachtung und Klassifizierung der zeitweiligen Phänomene, was landläufig Naturwissenschaft genannt wird, kann nicht zur absoluten Ebene führen, denn dies übersteigt schlicht unser Fassungsvermögen.

Im Materialismus und den heute üblichen materialistisch orientierten Naturwissenschaften wird Objektivität als Maß der Dinge angesehen. Betrachtet man Objektivität als Bewertungsprinzip jedoch näher, wird offensichtlich, dass das Wesen der Objektivität sich naturgemäß auf die Betrachtung zeitweiliger Phänomene beschränken muss, denn Objektivität setzt gemeinsame Erfahrungsinhalte voraus. Ein sogenannter objektiver bzw. empirischer Beweis hat nur Bestand, wenn er auf der Ebene der relativen Phänomene immer wieder nachvollzogen werden kann. Das Kriterium der Objektivität schließt also den Zugang zur absoluten Ebene aus.

Dies führt zum Schluss, dass der Zugang zur absoluten Ebene subjektiv sein muss, sich also objektiver Beweisbarkeit entzieht. Da das Bewusstsein selbst und damit der freie Wille zur absoluten und damit zeitlosen Eben gehört, muss auch die Individualität des Bewusstseins, die eine notwendige Voraussetzung für freien Willen darstellt, absolut und zeitlos sein. Aufgrund der Zeitlosigkeit, sprich der Unveränderlichkeit der absoluten Ebene, muss diese Ebene alle Eigenschaften ihrer Bestandteile in vollkommenem und grenzenlosen Ausmaß enthalten. Dies bedeutet, dass die absolute Wirklichkeit selbst individuell und mit einem freien Willen ausgestattet ist, was den Ursprung der Natur der individuellen Lebewesen als Funken absoluten Bewusstseins darstellt. Die Individualität und der freie Wille der absoluten Wirklichkeit ist allumfassend und grenzenlos. Diese individuelle absolute Wirklichkeit wird landläufig Gott genannt und dieser Begriff soll im weiteren Verlauf des Artikels diesbezügliche verwendet werden.

Wie schon erörtert, ist es für ein verdecktes Bewusstsein nicht möglich, durch Aktivität auf der relativen Ebene zur Erkenntnis der absoluten Wirklichkeit zu gelangen, sondern nur durch Hilfe, die selbst von der absoluten Ebene kommt. Da die absolute Wirklichkeit, Gott, das allumfassende Individuum ist und wir durch unsere eigene absolute Natur ewig mit ihm verbunden sind, bewusst oder unbewusst, ist Gott die Quelle dieser von uns benötigten Hilfe. Individuelles Bewusstsein, das wirkliche Selbst eines jeden Lebewesens, ist auf der absoluten Ebene tatsächlich zu Hause und soll im weiteren Verlauf des Artikels „Seele“ genannt werden. Wir sind also Seele und haben einen materiellen Körper, nicht umgekehrt, und durch die Nutzung der Freiheit unseres Willens haben wir uns entschieden, von einer Position zwischen absoluter und relativer Ebene in diese materielle Welt einzutreten.

Da sich die absolute Ebene der objektiven Beweisbarkeit entzieht und somit subjektiv ist, ist eine Verbindung mit Gott und auch die Hilfe zur Verwirklichung dieser Verbindung sowie die damit einhergehende Entkopplung des individuellen Bewusstseins von der Ebene der relativen Phänomene ein subjektiver Vorgang.

Der erste Schritt dieses Vorgangs, die erste Manifestation der Hilfe von der absoluten Ebene, ist das Erscheinen einer subtilen Tendenz zur Suche nach dieser absoluten Wirklichkeit, ein grundsätzliches Vertrauen im Herzen in dessen Existenz. Früher oder später führt diese Neigung den Suchenden in die Gemeinschaft anderer, die sich auf dem gleichen Weg befinden und damit auch in die Gemeinschaft von Personen, die auf diesem Weg weit fortgeschritten sind. Diese fortgeschrittenen Persönlichkeiten sind die erste substanzielle Manifestation der Hilfe von der absoluten Ebene im Äußeren und man bekommt dadurch die Chance, unter der Anleitung solcher Persönlichkeiten eigenen Fortschritt auf dem Weg der Erkenntnis zu machen.

Der erste wesentliche Schritt der Annäherung an die absolute Wirklichkeit ist das Erlöschen der illusorischen Identifikation mit der relativen Ebene und damit aller Handlungen und Neigungen, die dieser Annäherung im Wege stehen. Auf dieser Ebene verliert der Suchende sein Interesse an allen Themen und Dingen, die dieser relativen Ebene zugehörig sind.

Um die weiteren Schritte auf diesem Weg beschreiben zu können, muss zunächst die Natur der Beziehung des eigenen individuellen Bewusstseins, der Seele, mit Gott, der absoluten Wirklichkeit, erörtert werden. Auf der absoluten Ebene gibt es weder Zeit noch anderweitige Begrenzungen. Deshalb gibt es auch keine Notwendigkeiten, wie wir sie aus dieser Welt des Relativen kennen. Niemand muss einen zeitweiligen Körper durch Arbeit, Schlaf und andere Aktivitäten am Leben erhalten. Und obwohl diese absolute Ebene zeitlos ist, ist sie dennoch voller Dynamik, denn Bewusstsein selbst ist von dynamischer Natur. Diese zeitlose und damit todlose Dynamik, in der es keinerlei Muss gibt, ist absolut frei und hat nur einen treibenden Faktor, ewige Liebe zwischen Seele und Gott.

Der Weg der Annäherung des individuellen Bewusstseins an die absolute Wirklichkeit besteht also aus dem Erwachen dieser ewigen Liebesbeziehung. Alle Schritte auf diesem Weg, die schon beschriebenen und die, die jetzt noch folgen, sind verschiedene Entwicklungsstufen dieser Liebe und entsprechender Praktiken. Die ewige Liebesbeziehung zwischen Seele und Gott ist nichts abstraktes, sondern manifestiert sich in entsprechender Aktivität, in Dienst des Liebenden am Geliebten. Da die Seele auf der absoluten Ebene entsprechend ihrer absoluten Natur existiert, ist diese Form der Existenz von konstanter und ganz natürlicher Glückseligkeit gekennzeichnet.

Unter der Anleitung einer fortgeschrittenen Seele praktiziert man solchen Dienst und versteht dadurch schrittweise dessen eigentliche glückselige Natur, wodurch man zum bereits genannten ersten wesentlichen Schritt in diesem Vorgang, dem Erlöschen der illusorischen Identifikation mit der relativen Ebene, gelangt.

Nachdem man diese Stufe erreicht hat, manifestiert sich die zeitlose Natur des liebevollen Austauschs in der Stetigkeit der Hingabe. In dieser Stetigkeit wächst die Direktheit des Kontakts mit Gott, der absoluten unendlichen Wirklichkeit, erst in Form von spirituellem Geschmack, ersten Gefühlswallungen, dann immer intensiveren Gefühlen und schließlich bis zum vollen Erstrahlen der eigenen ewigen und vollständig erwiderten Gottesliebe.

IV. Fazit

Wir leben in einer durch und durch materialistischen Gesellschaft, in der es vielerorts geradezu verpönt ist, von Gott oder dem Sinn unserer Existenz zu sprechen. Alles ist gerade darauf ausgerichtet, von diesen wesentlichen Themen abzulenken. Anstatt diese Fragen von höchster Wichtigkeit anzugehen, spielen wir wie kleine Kinder im Schlamm und bauen Kleckerburgen, die von der nächstbesten Welle an Veränderungen in dieser Welt hinweggespült werden. Jeder Versuch des Menschen, seine Umgebung nach seinen Wünschen zu gestalten, ist letztlich illusorisch und zum Scheitern verurteilt. Wir ignorieren unsere Sterblichkeit, die temporäre Natur unseres Aufenthalts in dieser Welt und den Wert der Gelegenheit, sich mit Tieferem auseinanderzusetzen.

Anstelle dessen sollte man seine Energie dafür aufbringen, sich selbst so zu verändern, dass man einen direkten Zugang zur absoluten Wirklichkeit bekommt, also kein Versuch der Anpassung der Wirklichkeit an uns, sondern genau umgekehrt. Eine menschliche Zivilisation, dessen Hauptziel dieses Streben zum Absoluten ist, wäre die einzige Gesellschaft, die wirklich zum Wohl ihrer Mitglieder fungiert, da sie sie diese nicht im Relativen und Illusorischen verstrickt, sondern zum Absoluten hinführt. Andernfalls brauchen wir uns nicht zu wundern, dass es Hunger, Kriege, Umweltzerstörung und dergleichen gibt, denn diese sind immer das Resultat materialistischer Ignoranz und der Neigung zur Ausbeutung von allem und allen für die eigenen kleinen egoistischen Ziele.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: KI-generiertes Bild: Illustration von Bewusstwerdung
Bildquelle: Shutterstock AI Generator / shutterstock

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