Finnland: Transportbranche schlägt wegen Dieselpreisen Alarm

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Der Anstieg der Dieselpreise ist zu einer Bedrohung für Finnlands Wirtschaft geworden. Das berichtet die finnische Zeitung Verkkouutiset unter Berufung auf den Zusammenschluss dreier großer Verkehrsverbände des Landes, LiikenneSuomi. Die Transportorganisationen Finnlands haben die Regierung demnach zu dringenden Maßnahmen aufgerufen.

Innerhalb der vergangenen sechs Monate ist Diesel dem Bericht zufolge um mehr als 0,50 Euro pro Liter teurer geworden, in manchen Regionen liegt der Preis bereits bei über 2,50 Euro. Laut Schätzungen des finnischen Transport- und Logistikverbands SKAL bedeutet das allein für Gütertransportunternehmen zusätzliche Kosten von bis zu 480 Millionen Euro pro Jahr. Der Anstieg könne sich auf das Baugewerbe, den Handel, die Industrie und letztlich die Ausgaben der Verbraucher auswirken.

LiikenneSuomi, dem SKAL, der Busverband sowie der Taxiverband angehören, schlägt vor, den Anteil der verpflichtenden Beimischung von Biokraftstoff von 19,5 auf 9,5 Prozent zu senken. Nach eigener Einschätzung könnte dies den Dieselpreis um 0,10 bis 0,15 Euro pro Liter senken und gleichzeitig die Steuereinnahmen um mehr als 50 Millionen Euro erhöhen. Als eine weitere Maßnahme wurde eine Senkung der Kraftstoffsteuer genannt.

Die Verbände warnten zudem, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit Finnlands abzuschwächen drohe, sollte die Regierung nicht auf die anhaltende Energiepreiskrise reagieren. Sie verwiesen darauf, dass zahlreiche europäische Länder bereits ähnliche Maßnahmen ergriffen hätten. Die Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrs sei dabei nicht nur ein Thema der Transportbranche, sondern eine wichtige Frage für die gesamte finnische Wirtschaft, so die Verbände.

Wie der Nachrichtensender CNBC berichtet, hängt der Anstieg der Öl- und Kraftstoffpreise mit der Eskalation der Spannungen im Nahen Osten zusammen. Am Dienstag hatte das US-Militär fünf iranische Öltanker zerstört, nachdem zuvor versucht worden war, ein US-Kriegsschiff anzugreifen. Im Gegenzug griff Iran zehn Schiffe in der Straße von Hormus an. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge rechnen Händler nach den schwersten Angriffen der USA und Irans auf Schiffe seit Beginn des sechsmonatigen Konflikts mit weiteren Lieferunterbrechungen.

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