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Eine bislang unglaubliche Vorstellung: Die CDU scheitert bei einer Landtagswahl an der Fünfprozenthürde. Unter der Kanzlerschaft von Friedrich Merz könnte „das Unzulängliche Ereignis werden“, um auch einmal Goethe zu zitieren. In den Bereich der Realität rückt das Scheitern der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, wo in zehn Tagen, am 20. September 2026, Landtagswahlen abgehalten werden.
In einer am Donnerstag erschienenen Meinungsumfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA haben nur sieben Prozent der Befragten die Absicht geäußert, die Kanzlerpartei wählen zu wollen – ein neuer Negativrekord für die CDU. Nachdem sie bei einer Meinungsumfrage im Juli mit neun Prozent erstmals einstellige Zustimmung erfahren hat, erholte sie sich im August mit einem Wert von zehn Prozent – jedoch nur vorübergehend. Im Herbst 2024 erreichte sie noch Zustimmungswerte von bis zu 21 Prozent, nachdem sie bei der vorhergehenden Landtagswahl im September 2021 mit 13,3 Prozent ihr bisher schlechtestes Ergebnis eingefahren hatte.
INSA hatte im Auftrag des Nordkuriers zwischen dem 1. und dem 8. September 1.000 Bürger im nordöstlichsten Land online befragt. Bei einer am 3. September veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap kam die CDU auf acht Prozent.
In der Umfrage von INSA führt die AfD das Parteienfeld mit einem prognostizierten Stimmenanteil von 36 Prozent an. Noch macht sich dabei kein Rückenwind aus Sachsen-Anhalt bemerkbar: Ihren besten Wert hatte der Landesverband mit 38 Prozent im Herbst vor einem Jahr erreicht, seitdem ist die Zustimmung leicht gesunken.
Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat dagegen seit Herbst 2025 spürbar aufgeholt. Lag sie damals in Umfragen bei 19 Prozent, liegt sie nun überraschend die zweite Umfrage in Folge bei über 30 Prozent: 32 Prozent waren es in der Umfrage von Infratest dimap, 33 sind es in derjenigen von INSA.
An dritter Stelle liegt mit elf Prozent die Linkspartei. Die Grünen müssen seit Monaten mit Werten von vier bis fünf Prozent um den Einzug in den nächsten Landtag in Schwerin bangen. Auch das BSW kann von seinem Spitzenwert von 17 Prozent vor knapp zwei Jahren in Mecklenburg-Vorpommern den Demoskopen zufolge nur noch träumen.
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