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Für den Iran-Konflikt ist ein Wechselbad zwischen Entspannungssignalen und wiederkehrender Eskalation charakteristisch: Nachdem es am Samstag so ausgesehen hatte, als ob die Vereinigten Staaten und Israel die Kampfhandlungen gegen Iran mit noch heftigeren Bombardements als bisher wieder aufnehmen würden, kam diesen Morgen die Entwarnung:
US-Präsident Trump verkündete, nicht näher spezifizierte Länder aus der Konfliktregion hätten eine Einigung vermeldet. Trumps Äußerung gab Anlass zu der Vermutung, das nahöstliche Land sei weitgehend auf die US-amerikanischen Forderungen eingegangen.
Bereits gegen Sonntagmittag wurde in den Medien indes ein Dementi von iranischer Seite bekannt: So berichtete etwa die iranische Nachrichtenagentur Fars News, dass die Meldung, Teheran habe dem Vorschlag der katarischen Vermittler zur Wiederaufnahme des Betriebs der Wasserstraße zugestimmt, nicht der Wahrheit entspreche. Vielmehr werde Iran die Öffnung der Straße von Hormus nicht genehmigen.
Fars News berief sich dabei auf eine namenlos bleibende Quelle im iranischen Verhandlungsteam. Es gebe keine Vereinbarung, die die Wiederinbetriebnahme der Wasserstraße vorsehe. Meldungen, die so etwas berichteten, seien falsch.
Die iranische Nachrichtenagentur stützte ihre Meldung auch auf eine weitere Quelle aus Militärkreisen, die sie als „gut informiert“ qualifizierte. Dem Gewährsmann zufolge sei die Behauptung einer Einigung „völlig unbegründet“. Fars News zitiert den anonymen Gewährsmann mit den Worten: „Solange die Vereinigten Staaten ihre feindseligen Handlungen und Aggressionen fortsetzen, bleibt die Straße von Hormus geschlossen.“
Vielmehr sei die Durchfahrt durch die Meerenge von Hormus nur auf einer von Iran festgelegten Route, in Abstimmung mit den Marineeinheiten der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) und mit einer Genehmigung erlaubt. Schiffen, die diese Bedingungen zu umgehen versuchten, drohte der Militärangehörige: Sie würden unweigerlich mit Zwischenfällen konfrontiert sein.
Fars News nahm in seinem Dementi nicht direkt Bezug auf US-Präsident Trumps Ankündigung einer Einigung, sondern bezog sich auf Meldungen, die auf den israelischen Journalisten Barak Ravid und den israelischen Fernsehsender Kanal 12 beruhen.
Ihnen zufolge habe der iranische Außenminister Abbas Araghtschi einem Kompromiss zur Öffnung der Straße von Hormus zugestimmt, wobei die Schiffe über iranische Hoheitsgewässer in den Persischen Golf eingefahren wären und ihn über omanische Hoheitsgewässer wieder verlassen hätten. Nach Araghtschis Zustimmung habe Trump den bereits geplanten Angriff wieder abgeblasen.
Sollte das Dementi der Fars-News-Quellen korrekt sein (eine offizielle iranische Stellungnahme liegt bislang nicht vor), wäre dieser Kompromissvorschlag obsolet.
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