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Die NATO-Staaten haben sich kurz vor dem Gipfel in Ankara politisch darauf verständigt, der Ukraine für die kommenden zwei Jahre jeweils mindestens 70 Milliarden Euro für Militärhilfe zuzusagen – insgesamt rund 140 Milliarden Euro. Deutschland gilt dabei als treibende Kraft und soll einen besonders großen Anteil übernehmen.
Die Vereinbarung sieht vor, dass die Ukraine 2026 und 2027 jährlich 70 Milliarden Euro für militärische Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung erhält.
Nach Angaben aus Diplomatenkreisen soll die Zusage in der Abschlusserklärung des NATO-Gipfels in Ankara offiziell festgeschrieben werden. Hintergrund ist der Rückzug der USA aus der Finanzierung unter Präsident Donald Trump; die europäischen Verbündeten und Kanada wollen diese Lücke nun mit einem eigenen, langfristig angelegten Finanzrahmen schließen.
Besonders aktiv ist Deutschland, das den Plan maßgeblich vorangetrieben haben soll. Ein deutscher Vorstoß sieht einen neuen Mechanismus vor, der:
– die Unterstützung für die Ukraine langfristig absichern soll,
– die Lasten innerhalb des Bündnisses „gerechter“ verteilt,
– sowie mehr Transparenz über die Beiträge der einzelnen Mitgliedstaaten schafft.
Nach Berichten hat Deutschland für 2026 bereits 11,5 Milliarden Euro an Ukraine-Hilfen eingeplant und wird voraussichtlich den größten finanziellen Anteil innerhalb der NATO tragen. Mehrere Länder hatten zuvor kritisiert, dass sie bisher unverhältnismäßig stark belastet seien, während andere Staaten weniger beitragen.
Die geplante NATO-Zusage zielt nicht nur auf Waffen und Munition, sondern auch auf Ausbildung und den Ausbau der europäischen Rüstungsindustrie. Laut ukrainischen Vertretern sollen künftige Hilfen sich besonders auf Luftverteidigung, Drohnen- und Raketenproduktion sowie weitreichende Munition konzentrieren.
Innerhalb der NATO ist die Grundsatz-Einigung zwar erfolgt, doch Details zur Verteilung und Ausgestaltung des Pakets bleiben umstritten und werden weiter verhandelt. Die endgültige Festlegung wird mit der Gipfelerklärung in Ankara erwartet.
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Bildquelle: Alexandros Michailidis / shutterstock