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Warum das Kiewer Höhlenkloster wirklich brennt – Russlands Großangriff aufs ukrainische Hinterland

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Die Streitkräfte der Russischen Föderation haben in der Nacht zum 15. Juni 2026 einen kombinierten Massenangriff mit verschiedenen Langstrecken-Präzisionswaffen auf militärisch relevante Ziele im Hinterland der ehemaligen Ukrainischen Sowjetrepublik ausgeführt. Als Zielorte nennt das russische Verteidigungsministerium die Städte Charkow und Dnjepropetrowsk im Osten der Republik sowie die Hauptstadt Kiew. Am Angriff beteiligt waren Kamikazedrohnen sowie luft-, boden- und seegestützte „klassische“ Lenkflugkörper.

Anvisiert wurden diesmal fast ausschließlich Objekte des militärisch-industriellen Komplexes, erklärt man bei der russischen Militärbehörde, und führt aus. Getroffen wurden demnach:

die AG „Kiewer Fabrik Radar“, wo Komponenten für Langstrecken-Kamikazedrohnen entwickelt und hergestellt sowie Radaranlagen für militärische Zwecke produziert und repariert werden;

die OOO „Bespilotnyje Technologii“, die den Endzusammenbau von Langstrecken-Kamikazedrohnen aus im Westen vormontierten Baugruppen übernimmt;

die AG „Fabrik Majak“, die Sprengköpfe für Kamikazedrohnen sowie Startbooster-Triebwerke für die Marschflugkörper „Flamingo“ fertigt;

die „Kiewer Staatliche Fabrik Burewestnik“, die verschiedene Radaranlagen für die ukrainischen Streitkräfte produziert sowie Langstrecken-Kamikazedrohnen und Kamikazedrohnen für Einsätze im mittleren Hinterland montiert;

die OOO „Ukr Armo Tech“, wo Sprengköpfe für Kamikazedrohnen und Lenkflugkörper gefertigt werden;

die „Kiewer Aggregatfabrik“ und das „Zivilfluggerät-Reparaturwerk Nummer 410“, die Luft- und Raumfahrtgeräte bauen sowie Turbostrahltriebwerke und Komponenten für Langstrecken-Kamikazedrohnen und Kamikazedrohnen für Einsätze im mittleren Hinterland fertigen und reparieren;

das „Kiewer Innovationsterminal Neue Post“, wo Dual-Use-Güter – darunter solche zur Fertigung unbemannter Fluggeräte, robotisierter Systeme und Mittel der elektronischen Kampfführung – gelagert beziehungsweise versandt werden;

die Private Aktiengesellschaft „Dnjepr-Werk für elektromechanische Ausstattung“ in Dnjepropetrowsk – hierzu haben Zeugen aus den Reihen der Untergrund-Widerstandsbewegung gegen das Kiewer Putschistenregime Videomaterial von lauten Detonationen aufgenommen, das Sergei Lebedew, Koordinator der Bewegung für die Stadt und das Gebiet Nikolajew, auf seinem Telegram-Kanal teilt;

ebenfalls im Gebiet Dnjepropetrowsk – in Wassilkowka – wurden Aufgebote von Militärpersonal, darunter spanisch- und portugiesischsprachige Söldner, sowie – den anscheinenden Sekundärdetonationen nach zu urteilen – auch Munitionsdepots getroffen;

und schließlich die OOO „DT-1 Group“ und der Betrieb „Greenhouse Solution“, beide in Charkow, die Sprengköpfe für Kamikazedrohnen und Lenkflugkörper fertigen.

Nicht zuletzt wurden außerdem die Militärflugplätze Wassilkow (Gebiet Kiew, nicht zu verwechseln mit dem oben genannten Wassilkowka im Gebiet Dnjepropetrowsk), Uman, Tscherkassy und Krasnaja Slobodka erfolgreich angegriffen sowie – wiederum in Kiew – mehrere Zentren für militärische Personalaufstellung und soziale Belange (TZK), wie die Wehrämter in der heutigen ehemaligen Ukrainischen SSR genannt werden.

Neben den vom russischen Verteidigungsministerium genannten Zielobjekten bei diesem kombinierten Massenangriff scheint es noch zahlreiche weitere gegeben zu haben. So zählte der weiter oben erwähnte Koordinator der Untergrund-Widerstandsbewegung für die Stadt und das Gebiet Nikolajew, gestützt auf Daten von Mitstreitern in anderen Landesteilen, allein für die Stadt Kiew und das Gebiet Kiew 25 Angriffe, die neben Produktionsstätten auch logistischer Infrastruktur und dem Stromversorgungsnetz galten.

26 Angriffe zählte der Widerstand auf Ziele im Gebiet Sumy – sehr viele davon in der Ortschaft Krolewez, die ein wichtiger Verkehrs- und damit Logistikknoten für das ukrainische Militär ist, wo zudem viel Material gelagert wird und zahlreiche Fahrzeugreparatureinrichtungen betrieben werden.

Ebenfalls überwiegend logistische Bedeutung hatten die Ziele der insgesamt 15 Angriffe im Gebiet Dnjepropetrowsk – dort vor allem in der gleichnamigen Gebietshauptstadt sowie in Pawlograd –, in den Gebieten Charkow mit zehn Angriffen, Saporoschje mit fünf, Tscherkassy mit vier, Nikolajew und Kirowograd mit drei, Tschernigow mit zwei sowie Poltawa und Schitomir mit je einem.

Offiziell wird dieser Angriff vom Kreml als Vergeltungsschlag für jüngste Terroranschläge dargestellt, die das Kiewer Regime gegen Russlands Zivilbevölkerung verübt habe. Doch man sollte stets bedenken, dass kombinierte Angriffe – erst recht kombinierte Massenangriffe mit ihrem hohen logistischen Aufwand – ein filigranes Zusammenspiel der beteiligten Teilstreitkräfte sowie gegebenenfalls ihrer Aufklärungsdienste und möglicherweise weiterer Behörden (etwa Geheimdienste) erfordern und ihnen daher stets langwierige Koordinationsarbeiten vorausgehen.

Da Russland derartige Angriffe im Ukraine-Krieg mit einer gewissen Regelmäßigkeit und Häufigkeit durchführt, sollte man sie nicht allein als Vergeltungsschläge betrachten, sondern stets auch als Teil eines planmäßigen operativen und strategischen militärischen Vorgehens.

Separat betonte man beim Verteidigungsministerium, keine rein zivilen Objekte anzugreifen. Der Anlass hierzu war, dass ein Gebäude des Kiewer Höhlenklosters in Mitleidenschaft gezogen wurde und in Brand geriet. Die Militärbehörde dazu:

„Bestätigten Daten zufolge wurde der Gebäudekomplex des Kiewer Höhlenklosters von einer Rakete eines Flugabwehrsystems vom Typ Patriot aus US-Herstellung getroffen.“

Bei Russlands Verteidigungsministerium tippt man auf Abfangraketen mit möglicherweise überschrittener Lagerfrist als Grund für diesen Vorfall. Doch es sind auch weitere Ursachen denkbar, und viele davon führten bereits im Laufe dieses Konflikts zu ähnlichen Unfällen – mehr dazu weiter unten.

Einige Anwohner geben zu diesem Vorfall Entwarnung: Was da brenne, sei kein Geschichtsdenkmal, sondern das Dach der Mariä-Entschlafens-Kathedrale, deren Bau in den 1990er Jahren begann und die im Jahr 2000 fertiggestellt wurde. Ihre Innenausstattung sei jedoch nach wie vor nicht abgeschlossen.

Treffer von Luftabwehrraketen auf Gebäude kamen in der zweiten (ab dem Jahr 2022) heißen Phase des Ukraine-Krieges seit deren Beginn vor, und zwar größtenteils in Kiew – RT DE berichtete. Beobachtungen aus dem ersten Jahr der militärischen Sonderoperation Russlands – 2022 – legten überdeutlich nahe, dass die ukrainische Luftabwehr zumindest an Infrastrukturobjekten und innerhalb von Städten schon damals schlecht organisiert gewesen sein muss – und wortwörtlich schlecht aufgestellt, nämlich mitten in Siedlungsgebieten. Vor allem Kiew zeichnet sich durch eine zerklüftete Topografie und überdurchschnittlich hohe Gebäude aus. Nicht nur etwaige Fehlfunktionen, wie man sie im russischen Verteidigungsministerium für den Fall des Kiewer Höhlenklosters annimmt, sondern auch schlicht eine unglückliche Flugbahn des Luftziels sind dann imstande, eine Abfangrakete schnurstracks in ein Gebäude fliegen zu lassen, das sich etwa zwischen dem Ziel und dem Startfahrzeug befindet.

Eine weitere Erklärung dafür, warum es im Kiewer Höhlenkloster brennt, wird aktuell im russischen (und sicherlich auch im ukrainischen) Internetsegment thematisiert und ergibt sich aus diesen Bildern, die eine erhöhte Professionalität der Video- und Fotoaufnahmen vom Brand und damit die Vermutung nahelegen, dieser sei vom Kiewer Regime absichtlich gelegt worden, um in der Weltöffentlichkeit Empörung hervorzurufen.

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