Exklusiv: Handys, Notebooks, Spielkonsolen: Elektrogeräte werden teurer

Apple muss wegen Chipknappheit die Preise erhöhen. Zahlen, die Capital exklusiv vorliegen, zeigen: Auch andere Produkte werden teurer

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Apple muss wegen Chipknappheit die Preise erhöhen. Zahlen, die Capital exklusiv vorliegen, zeigen: Auch andere Produkte werden teurer

Von der Chipknappheit betroffene Elektrogeräte wie Notebooks oder Spielkonsolen sind in den vergangenen Monaten teils erheblich teurer geworden. Das zeigt eine Auswertung des Preisvergleichsportals Idealo, die dem Wirtschaftsmagazin Capital exklusiv vorliegt. Demnach lagen im Juni 2026 in fast allen untersuchten Warengruppen die durchschnittlichen Preise höher als noch im Vorjahr.

Während Smartphones mit rund vier Prozent nur moderat teurer wurden, stiegen die Preise für Notebooks laut Idealo schon um 16 Prozent. Für Spielkonsolen müssen Kunden im Vergleich zum Vorjahr rund acht Prozent mehr zahlen, für SSD-Festplatten ganze 49 Prozent mehr. Arbeitsspeicher für Computer, sogenannte RAMs, sind demnach mehr als doppelt so teuer wie noch im Sommer 2025.

Die höheren Preise werfen ein Schlaglicht darauf, inwiefern sich der KI-Boom auf Verbraucherpreise auswirkt. Ende Juni hatte Apple angekündigt, die Preise für MacBooks und iPads zu erhöhen. Der Konzern kämpft damit, dass die Nachfrage nach Speicherchips zuletzt stark angezogen hatte. Denn weltweit werden die Chips für Rechenzentren für künstliche Intelligenz gebraucht.

Selbst Apple ist „nicht mehr immun“

„Leider sind Preiserhöhungen unvermeidbar“, hatte Apple-CEO Tim Cook im Juni dem „Wall Street Journal“ gesagt. „Wir tun unser Bestes, um die enormen Kostensteigerungen, die an uns weitergegeben werden, abzufedern, und wir haben versucht, unsere Kunden vor den Erhöhungen zu schützen, aber die Situation ist mittlerweile untragbar geworden.“

Laut Apple hatten sich die Kosten für Speicherkapazitäten bereits mehr als verdoppelt – und dürften sich im Jahr 2027 nochmal verdoppeln. „Das ist ein bedeutender Moment, denn selbst Apple ist mit seiner Größe und Kaufkraft nicht mehr immun gegen die steigenden Kosten für Schlüsselkomponenten“, hatte der Tech-Analyst Paolo Pescatore nach der Ankündigung in der „BBC“ gesagt.

Den Chipherstellern beschert die Situation dagegen Rekordergebnisse. Der weltgrößte Chip-Fertiger TSMC hatte erst am Donnerstag den fünften Rekord-Quartalsgewinn in Folge verkündet. Demnach rechnet das Unternehmen damit, dass die Nachfrage bis 2030 stark bleiben werde. Weil die Fabriken an der Kapazitätsgrenze arbeiteten, hatte Konzernchef C.C. Wei bereits zuvor Preiserhöhungen nicht ausgeschlossen.

Auch Produkte der Konkurrenz werden teurer

Parallel zur Apple-Ankündigung sind laut Idealo auch die MacBook-Preise in Deutschland gestiegen – die beliebtesten Produkte hätten demnach in der vergangenen Woche ihren Höchststand erreicht. Nach der Apple-Ankündigung sei etwa ein schwarzes MacBook Air 13“ M5 2026 MDEH4D/A im Durchschnitt 15 Prozent teurer geworden. Ein MacBook Pro 14“ M5 2026 MGDR4D/A in „Space Schwarz“ kostet sogar 20 Prozent mehr. Derzeit kosten solche MacBooks zwischen 2400 und 2800 Euro. Auch die Preise für iPads stiegen teilweise um zweistellige Prozentwerte.

Inwieweit die Preiserhöhungen auf die allgemeine Chipknappheit zurückzuführen ist, lässt sich aus den Daten nicht ableiten. Klar ist aber, dass auch Konkurrenten von Apple die Preise angezogen haben. Enzelne Tablets und Notebooks von Samsung, Microsoft und Lenovo sind laut idealo bereits teurer geworden. Ein platinfarbenes Microsoft Surface Pro 12“ 16GB/256GB wurde seit Ende Juni 16 Prozent teurer, ein Samsung Galaxy Tab S10 FE stieg um 10 Prozent. Ein Notebook der Serie Yoga Slim 5 14ILL10 von Lenovo kostet im Vergleich zu Ende Juni 13 Prozent mehr. 

Und auch Spielkonsolen bleiben nicht verschont: Microsoft will ab dem 1. August die Preise für die XBox erhöhen, Sony hatte bereits Ende März Preiserhöhungen angekündigt. Eine weiße Playstation 5 kostet seitdem stolze 25 Prozent mehr – derzeit um die 900 Euro.

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