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Bericht: US-Ausgaben für Nukleararsenal um fast ein Viertel gestiegen

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Im vergangenen Jahr wuchsen die Ausgaben der USA für die Instandhaltung des Nukleararsenals deutlich. Laut einem Bericht der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) stiegen die Kosten 2025 um 22 Prozent im Jahresvergleich. Es wurden 69,2 Milliarden US-Dollar ausgegeben – damit gaben die USA mehr aus als alle anderen Atommächte zusammen.

Insgesamt erhöhten die neun Atommächte (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea) ihre Ausgaben für Nuklearwaffenbestände um 19 Prozent auf einen Rekordwert von 119 Milliarden US-Dollar. China landete in dem Ranking auf dem zweiten Platz. Die Ausgaben innerhalb der vergangenen fünf Jahre beliefen sich auf 471 Milliarden US-Dollar.

Mit dem Betrag, der im Jahr 2025 an einem einzigen Tag für Atomwaffen aufgewendet wurde, hätten zwei Millionen Menschen das ganze Jahr lang mit Nahrungsmitteln versorgt werden können, heißt es im ICAN-Bericht. Die jährlichen Ausgaben hätten den UN-Haushalt für 32 Jahre decken können.

Laut Andrei Beloussow, Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums, besteht Russland darauf, dass die US-Atomwaffen aus Europa abgezogen und die gesamte Infrastruktur für deren Stationierung entfernt werde.

Die USA stationieren seit den 1950er Jahren im Rahmen der nuklearen Teilhabe Atomwaffen in europäischen NATO-Staaten. Derzeit befinden sich US-Sprengköpfe auf Stützpunkten in Belgien, Deutschland, Italien, den Niederlanden und der Türkei. Die Waffen sind nicht in europäischem Besitz, die Kontrolle liegt ausschließlich bei Washington. Die Financial Times berichtete über Diskussionen zur möglichen Ausweitung der nuklearen Teilhabe in Europa. Besonders interessiert an US-Atomwaffen seien demnach Polen und die baltischen Staaten.

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