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Spannungen zwischen Pakistan und Afghanistan: Regierung in Kabul meldet Opfer durch Luftangriffe

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Die Beziehungen zwischen Pakistan und Afghanistan drohen wieder zu einem ernsthaften Konflikt zu eskalieren. Die in Afghanistan regierenden Taliban haben am Mittwoch Luftangriffe aus dem Nachbarland gemeldet. Wie der Sprecher der Führung in Kabul, Zabiullah Mudschahid, auf der Plattform X mitteilte, hätten die pakistanischen Luftstreitkräfte drei Provinzen im Osten seines Landes attackiert.

Der Taliban-Sprecher präzisierte, dass Pakistan zivile Wohnhäuser in den Provinzen Kunar, Chost und Paktika bombardiert habe. Als Folge seien elf Kinder, eine Frau und ein Greis ums Leben gekommen. Weitere 14 Frauen und Kinder seien verletzt worden. Mudschahid verurteilte energisch diesen „Akt der Aggression“ und dieses „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

Die Regierung in Islamabad äußerte sich zu diesem schweren Vorwurf zunächst nicht. Pakistanische Sicherheitskreise bestätigten dennoch der Nachrichtenagentur Reuters, dass das Militär Luftangriffe gegen „Verstecke und andere Einrichtungen von Milizionären“ im Nachbarland geflogen sei.

Am Vortag hatte das pakistanische Innenministerium mitgeteilt, dass pakistanische Taliban-Anhänger einen Checkpoint in der Grenzregion Hassan Khel überfallen hätten. Dabei sei es zu einem intensiven Schusswechsel gekommen, bei dem sechs pakistanische Sicherheitskräfte getötet worden seien. Mehrere weitere hätten Verletzungen erlitten.

Bereits im Februar war es zu einem bewaffneten Konflikt zwischen den beiden Ländern gekommen. Unter Pekings Vermittlung einigten sich Islamabad und Kabul dann doch auf einen Waffenstillstand. Durch den jetzigen Zwischenfall könnte er nun gefährdet sein.

Pakistan geht davon aus, dass Afghanistan der Terrorgruppierung „Tehrik-i-Taliban Pakistan“ (auf Deutsch: „Bewegung der pakistanischen Taliban“) auf seinem Boden Schutz gewährt. Die Miliz hat mehrere Terroranschläge gegen Einrichtungen des pakistanischen Staates, auf Schiiten und Sufis in ganz Pakistan für sich reklamiert.

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