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Früher war Hitze einfach nur Sommer – heute ist sie ein politisches Statement

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Von Hans-Ueli Läppli

Stell dir vor, es ist 1975. Es ist Juli, 34 Grad im Schatten. Du fährst mit dem VW Käfer – ohne Klimaanlage, versteht sich – zum Bodensee.

Die Scheiben sind runtergekurbelt, die Haare kleben am Kopf, und trotzdem bist du glücklich.

Niemand filmt dich mit dem Handy, wie du schwitzt.

Niemand schreibt darunter „Das ist der Klimawandel, du Klimaleugner“.

Niemand ruft nach einem staatlichen Hitzeschutzplan.

Heute dagegen wird aus jedem schönen Sommertag eine moralische Prüfung. Wer sich freut, dass die Sonne scheint, gilt als verantwortungslos.

Wer sagt „früher war das auch so“, bekommt sofort den Stempel „rechts“.

Und die „Experten“ – dieselben, die einem 2026 ernsthaft erklären, man solle bei Hitze die Fenster aufmachen, wenn es draußen kühler ist – werden in Talkshows gefeiert, als hätten sie gerade das Rad neu erfunden.

Wieder drehen die Medien die Sommerhitze zur maximalen Katastrophe hoch und erklären uns, dass die Welt untergeht, weil es ein paar Tage warm ist.

Die Grünen klatschen begeistert Beifall, denn endlich können sie wieder mit erhobenem Zeigefinger durch die Gegend laufen und mehr Staat fordern.

Und wenn man dann fragt, warum es früher auch heiß war, kommt reflexartig: Na ja, Putin ist ja auch irgendwie mit dran schuld. Perfekt.

Die Ironie ist perfekt: Früher haben die Menschen die Hitze einfach ertragen.

Heute wird sie uns als Beweis serviert, dass wir alle sofort unser Leben ändern müssen – natürlich nur in die Richtung, die gerade politisch opportun ist.

Und wehe, jemand erinnert daran, dass 1976 ähnliche Temperaturen herrschten und die Welt trotzdem nicht untergegangen ist.

Dann kommt sofort:

„Aber das war ja lokales Wetter, nicht Klima!“

Genau. Und 2026 ist es plötzlich auch wieder nur lokales Wetter – nur diesmal mit Weltuntergangs-Soundtrack.

Am Schluss gewinnt sowieso der gesunde Menschenverstand. Sommer genießen, Bier trinken, Fußball schauen und den Rest ignorieren. Die Medien und die Grünen können weiter den Untergang predigen – wir anderen machen einfach das, was man bei Hitze schon immer gemacht hat. Entspannen und den Moment auskosten.

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