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In Albanien gehen die Massenproteste gegen das von Jared Kushner, dem Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump, geplante Luxusresort in die dritte Woche. Darüber berichtet unter anderem die New York Times.
Eine mit Kushner in Verbindung stehende Firma plant den Bau eines exklusiven Resorts im Wert von über vier Milliarden US-Dollar auf einem Gebiet, das die Insel Sazani sowie die Lagune von Narta umfasst. Ein sensibler Naturraum, in dem über 200 Vogelarten, darunter Flamingos, beheimatet sind.
Kushners Investitionspläne waren 2024 bekannt geworden. Seinerzeit wies Albaniens Regierung der Firma Atlantic Incubation Partners, die mit Kushners Stiftung Affinity Partners in Verbindung steht, den Status eines „strategischen Investors“ zu. Der albanische Ministerpräsident Edi Rama räumte ein, im Januar in Tirana Kushners Frau Ivanka Trump und ein Team von am Projekt beteiligten Architekten getroffen zu haben. Er bestand allerdings darauf, dass keine Verträge unterzeichnet und keine Baugenehmigungen erteilt worden seien.
Zum Auslöser der Proteste wurde ein über soziale Netzwerke verbreitetes Video vom 30. Mai, auf dem zu sehen ist, wie Wächter einen Teilnehmer an einem Protest gegen den Bau eines Stacheldrahtzauns in der Nähe des Dorfs Zvërnec gewaltsam wegtragen.
Inzwischen griffen die Proteste, die mittlerweile unter der Bezeichnung „Flamingo-Revolution“ firmieren, auch auf die Hauptstadt Tirana über. Die jüngste Aktion fand vor Ramas Residenz statt, wo sich Tausende Teilnehmer versammelten. Dabei betonten von der New York Times befragte Teilnehmer, dass sich die Proteste vor allem gegen die Korruption der albanischen Regierung richteten.
Mehr zum Thema – Die „Revolution der Flamingos“: Albanien lehnt sich gegen Kushners Projekt auf