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Thüringen: 25-Jähriger stirbt nach Messerangriff und Kampf „rivalisierender Gruppen“

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Am Mittwochnachmittag ereignete sich im Kurort Bad Langensalza (Thüringen) eine lautstarke, gewaltsame Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Im Verlauf des Streits wurde eine Person durch Messersstiche lebensbedrohlich verletzt. Der 25-Jährige erlag noch am Nachmittag den schweren Verletzungen in einem Klinikum. Nach Bekanntwerden der Tat erfolgte ein größerer Polizeieinsatz, bei dem auch Dolmetscher eingesetzt werden mussten. Noch am Mittwochabend erhärtete sich der dringende Tatverdacht gegen zwei Syrer im Alter von 19 und 26 Jahren.

Erneut muss ein Toter in der deutschen Jahresstatistik für Opfer von Messerangriffen gelistet werden. Nach einer Messerstecherei in Bad Langensalza wurden dabei nach MDR-Informationen mehrere Beschuldigte am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt. Ein 25-Jähriger sei zunächst lebensbedrohlich verletzt worden und dann in einer Klinik gestorben. Mehrere Menschen wurden zudem bei der Auseinandersetzung verletzt.

Die Thüringer Allgemeine (Bezahlschranke) berichtet zu den möglichen Hintergründen des Streit zwischen acht bis zehn Personen:

„Vor Ort kam es zu heftigen verbalen Auseinandersetzungen, auch noch während des Einsatzes. Nach Informationen soll der Streit zwischen dem Mitarbeiter eines Geschäftes am Augustinerplatz und seinem Arbeitgeber Auslöser für die Tat gewesen sein. Der Angestellte eines Barber-Shops soll angekündigt haben, sein eigenes Geschäft eröffnen zu wollen.“

Der genaue Hergang war nach Eintreffen der Polizei laut Medien noch unklar, „weil die Beteiligten kaum Deutsch sprachen“, so der MDR berichtend. Deshalb seien Dolmetscher hinzugezogen worden. Der Haupttatverdacht richtet sich nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen gegen einen 26-jährigen Syrer. Der Tatgeschädigte, ein 25-jähriger Mann aus Algerien, erlag kurz nach der Tat seinen schweren Verletzungen. 

Der Angreifer, der nicht der Inhaber des Geschäftes gewesen sein soll, hatte dabei mehrfach auf sein Opfer mit einem Messer in den Hals- und Rückenbereich eingestochen, wodurch die Lunge betroffen war. Weiter heißt es zum chaotischen Verlauf des Ereignisses:

„Es soll mindestens fünf weitere Verletzte geben. Andere Medien berichten von bis zu zwölf Verletzten, darunter der Eigentümer des Barber-Shops, der sich ebenfalls im Krankenhaus befinden soll. Einige Beteiligte erlitten Atemwegsverletzungen aufgrund des Einsatzes von Pfefferspray.“

Bad Langensalzas Bürgermeister Matthias Reinz (parteilos) zeigte sich in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem MDR „erschrocken über die Brutalität“. Die Thüringer Allgemeine zitiert ihn mit den Worten:

„Es macht mich betroffen, dass es in Bad Langensalza zu solch einer Tat kam. Das ist keine schöne Sache. Es zeigt aber, dass die Brutalität auch in den Kleinstädten längst angekommen ist und kein Großstadtphänomen mehr ist. Die Tat ging von zwei Gruppen mit Migrationshintergrund aus. Ich rufe dennoch zur Besonnenheit auf und möchte keine Vorverurteilung.“

Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand laut Polizeiangaben im Verlauf der Eskalation nicht. Im Zuge der laufenden Ermittlungen werden jedoch weiterhin Zeugen gesucht, die sich derzeit noch nicht bei der Polizei gemeldet haben und eventuell laut Eisenach online „Bilder oder Videos der Auseinandersetzung angefertigt“ haben und  diese der Polizei zu Ermittlungszwecken zur Verfügung stellen. 

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