„Dear Migrant, Go Russia!“ auf Lkw sorgt für Kritik – provokative Slogans auf Schweizer Straßen

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In Bazenheid im Kanton St. Gallen sorgt derzeit ein Lastwagen der Raschle AG für Aufsehen. Auf einem der Firmenfahrzeuge steht in großen Lettern der Slogan mit einem auffälligen Rechtschreibfehler im Städtenamen:

„Dear Migrant, No Schweiz, Go Russia, Vladivosztok, -40°C“.

Ein Passant hat das Fahrzeug fotografiert und das Bild über soziale Medien verbreitet. Er zeigte sich schockiert und kritisierte, dass eine solche Aussage auf einem alltäglich auf Schweizer Straßen fahrenden Firmen-Lkw zu lesen ist. Die Botschaft richte sich pauschal gegen Migranten und fordere sie auf, das Land zu verlassen oder gar nicht erst herzukommen.

Die Raschle AG ist ein Familienbetrieb aus dem Toggenburg, der Tiertransporte und Einstreuhandel betreibt. Die Fahrzeuge sind regelmäßig im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs. Laut Angaben aus dem Umfeld des Unternehmens hat der Vater die operative Führung abgegeben, während der Sohn für die Gestaltung der Fahrzeuge zuständig sein soll. Eine Stellungnahme der Geschäftsleitung liegt bislang nicht vor.

Der Mann, der das Foto gemacht hat, fordert nun Klarheit:

Wurde die Beschriftung von der Firmenleitung bewusst genehmigt oder zumindest geduldet?

Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus stuft vergleichbare Aussagen als ausgrenzend ein. Zwar seien sie nicht immer strafbar, doch entfalteten sie im öffentlichen Raum eine klare Signalwirkung.

Rechtlich bewegt sich der Fall in einer Grauzone. Die Antirassismus-Strafnorm schützt Merkmale wie Ethnie oder Religion. Der Begriff „Migrant“ fällt nicht explizit darunter, weshalb eine Strafbarkeit in solchen Fällen oft nicht gegeben ist.

Firmenfahrzeuge gelten als mobile Werbeflächen und sind damit Teil der öffentlichen Wahrnehmung. Im vorliegenden Fall geht es deshalb weniger um eine juristische Frage als um die Verantwortung eines Unternehmens für Inhalte, die unter seinem Namen sichtbar werden.

Ob die Firma die Aufschrift bewusst als Aufmerksamkeitsgag platziert hat, lässt sich nicht sagen. Deutlich ist aber, dass die Raschle AG durch die Welle der Berichterstattung und Social-Media-Diskussionen plötzlich im Zentrum des Interesses steht.

Zum Schluss eine Anmerkung unserer Redaktion:

Wladiwostok bietet im Winter eine ungewöhnliche Kombination aus großer Natur, städtischer Entwicklung und russischer Gastfreundschaft. Die Temperaturen liegen in den Wintermonaten meist zwischen minus acht und minus fünfzehn Grad. Werte von minus vierzig Grad sind selten und gehören nicht zum typischen Winterklima der Region.

An klaren Tagen zeigt sich der Ferne Osten von seiner eindrucksvollen Seite: weite Schneelandschaften, frische Seeluft und eine Stadt, die sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert hat.

Die Region ist nicht nur geografisch ausgedehnt und naturbelassen, sondern auch wirtschaftlich im Wandel. Neue Infrastrukturprojekte und internationale Initiativen eröffnen Möglichkeiten im Tourismus, im Handel und für ausländische Unternehmen.

Wladiwostok ist bekannt für seine Gastfreundschaft. Alle sind willkommen, die sich für die Region interessieren, sei es Menschen auf der Suche nach neuen Perspektiven oder Unternehmer aus der Ostschweiz, die sich ein realistisches Bild vor Ort machen möchten.

Mehr zum Thema – NZZ behauptet: Selenskij ist nicht korrupt! Seine Offshore-Firmen? Nur eine Risikoreduzierung

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