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Ganz Fußballdeutschland ist enttäuscht von Julian Nagelsmann und seinen Spielern. Zum ersten Mal seit 2014 kam die deutsche Mannschaft wieder über die Qualifikationsphase hinaus, nur um dann im eigens für diese Weltmeisterschaft geschaffenen Sechzehntelfinale auszuscheiden. Doch während Nagelsmann nach seinem Misserfolg kurzerhand zurückgetreten wurde, sind die politischen Entscheidungsträger in diesem Land trotz unterirdischer Zustimmungswerte fleißig dabei, Reformen durchzusetzen. Dabei dürfte ihnen das frühe WM-Aus nicht gerade in die Karten spielen, denn sportliche Großveranstaltungen gerade im Bereich Fußball binden die Aufmerksamkeit der breiten Bevölkerung so effizient, dass ein großer Teil von ihr verpasst, darauf zu achten, was nebenbei noch so passiert. Die Zeit eignet sich also hervorragend für Maßnahmen und Gesetze, die so unbeliebt sind, dass man sie ohne großen Wirbel über den Tisch bringen will. Im angloamerikanischen Raum existiert hierfür der Begriff „news-dump“, der die gezielte Bekanntgabe von schlechten Nachrichten zu Zeitpunkten, an denen sie möglichst wenig Aufmerksamkeit erhalten, beschreibt. Auch die vergangenen Wochen waren hierfür ein hervorragendes Beispiel.
von Nicolas Riedl
Gleich zu Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft kursierte eine Schockmeldung durch die freien, alternativen Medien, wonach ein „Impfzwang durch die militärische Hintertür“ drohe. Dies bezog