Russland fängt westliche KI-Drohnen ab, die für Angriffe tief im Landesinneren auf Militärstützpunkte eingeschleust wurden

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Die Front verlagert sich immer tiefer nach Russland. Nach Angaben des FSB wurden westlich produzierte, KI-gesteuerte Drohnen abgefangen, die Angriffe auf strategische Luftwaffenstützpunkte im Ural und im Fernen Osten durchführen sollten. Moskau macht den Westen für die zunehmenden Tiefenangriffe verantwortlich – und die Gefahr einer weiteren Eskalation wächst.

Russische Sicherheitskräfte haben ein Lager westlicher, KI-gesteuerter Drohnen abgefangen, die in Anhängern für Haushaltsgeräte ins Land geschmuggelt worden sein sollen. Nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB planten die Beteiligten Angriffe auf abgelegene Militärflugplätze im Uralgebirge und im Fernen Osten.

Ahmet Koçak

Russische Sicherheitskräfte haben ein Lager westlich hergestellter, mit künstlicher Intelligenz gesteuerter Drohnen beschlagnahmt, die angeblich ins Land geschmuggelt worden waren, um abgelegene militärische Luftwaffenstützpunkte anzugreifen.

Der Föderale Sicherheitsdienst (FSB) teilte am Montag mit, dass Einsatzkräfte die Ausrüstung abgefangen hätten, bevor sie die Luftwaffenstützpunkte Schagol und Ukrainka erreichen konnte.

Die anvisierten Anlagen befinden sich in der Region Tscheljabinsk im Ural sowie in der fernöstlichen Amur-Region.

Die Behörden nahmen die Personen fest, denen die Durchführung des Transports vorgeworfen wird.

Verdeckte Schmuggelmethoden

Die Ausrüstung gelangte zunächst mithilfe von Ballons und größeren Starrflügel-Drohnen über die Grenze nach Russland und landete in der Grenzregion Brjansk.

Anschließend versteckten Schmuggler die Waffen in Anhängern mit doppeltem Boden. Die Beteiligten transportierten die Drohnen quer durchs Land, getarnt als Lieferungen von Haushaltsgeräten.

KI-gesteuerte Nutzlasten

Moskau erklärte, die beschlagnahmte Ausrüstung stamme aus den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Kanada und Schweden.

Jede Drohne war mit mehr als einem Kilogramm Sprengstoff ausgestattet.

Die Drohnen nutzten Navigationssysteme auf Basis künstlicher Intelligenz, die speziell dafür entwickelt worden seien, russische Systeme zur Signalstörung zu umgehen.

Wachsende Reichweite der Angriffe

Der vereitelte Plan ähnelt stark einer ukrainischen Operation aus dem Jahr 2025 mit dem Codenamen „Spider’s Web“. Damals wurden Lastwagen mit ausfahrbaren Holzdächern eingesetzt, um die Ausrüstung zu transportieren. Bei dem Angriff wurden rund 20 Flugzeuge beschädigt, zudem wurde der Luftwaffenstützpunkt Ukrainka getroffen.

Kiew hat seine Angriffe auf Rüstungsbetriebe und Energieinfrastruktur, die sich Tausende Kilometer innerhalb Russlands befinden, deutlich ausgeweitet.

Diese Angriffe tief im russischen Hinterland haben mehrere große Raffinerien außer Betrieb gesetzt und im ganzen Land erhebliche Kraftstoffengpässe ausgelöst.

Als Reaktion auf die zunehmende Reichweite dieser Angriffe hat Moskau seine Rhetorik hinsichtlich einer ausländischen Beteiligung verschärft.

Die russische Führung beschuldigt westliche Staaten direkt, diese Langstreckenangriffe zu ermöglichen.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte vergangene Woche in diesem Zusammenhang, die „militärische Spezialoperation“ in der Ukraine habe sich aufgrund der westlichen Unterstützung für die Ukraine zu einem Krieg entwickelt.

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