Amtsübergabe in Kolumbien: Petro will Abelardo de la Espriella nicht die Hand geben

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Bei einer Regierungsberatung in Bogotá hat der scheidende kolumbianische Präsident Gustavo Petro am Dienstag den Abgrund zwischen ihm und dem gewählten Staatschef Abelardo de la Espriella weiter aufgerissen. Der linke Politiker wiederholte seine These, wonach es einen Wahlbetrug gegeben habe. Daher erkenne er den rechten Politiker nicht als Staatschef an. Mit Blick auf die bevorstehende Inaugurationszeremonie de la Espriellas sagte Petro:

„Am 7. August werde ich nicht da sein und ihm nicht die Hand geben. Er mag sagen, was er will. Aber er weiß, warum. Weil das ein Betrug ist.“

In diesem Zusammenhang kündigte der amtierende Präsident an, dass er am Donnerstag weitere Beweise für den angeblichen Wahlbetrug vorlegen und weitere Klagen einreichen werde. Durch seine strafrechtlichen Beschwerden wolle er durchsetzen, dass man das Wahlergebnis für ungültig erkläre, betonte Petro.

Bei der Präsidentenwahl war de la Espriella auf rund 49,6 Prozent der Stimmen gekommen, während sein Rivale aus dem linken Lager, Iván Cepeda, rund 48,7 Prozent auf sich vereinigt hatte. Petro selbst durfte gemäß der Verfassung nicht mehr antreten.

Internationale Beobachter lobten die Transparenz und Effizienz des Urnengangs. Dennoch ließ der verschwindend kleine Abstand von 0,96 Prozent der Stimmen das linke Lager von einem möglichen Betrug sprechen. Cepeda gestand seine knappe Niederlage zwar ein, rief aber die Kolumbianer zum „zivilen Ungehorsam“ auf.

Petro warf dem rechten Politiker vor, für seinen Sieg die Souveränität Kolumbiens aufgegeben zu haben. Damit bezog sich der amtierende Präsident darauf, dass sein US-Amtskollege Donald Trump noch während des Wahlkampfs offen für de la Espriella geworben hatte.

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