Journalist schlägt Alarm: „In der Ukraine ist alles käuflich“ – Organhandel, Kinderhandel und Korruption in erschreckendem Ausmaß

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Der Journalist Chay Bowes zeichnet in einem ausführlichen Interview mit Clayton Morris vom US-Sender Redacted ein düsteres Bild der Ukraine. Seiner Darstellung zufolge sei das Land von einem System durchzogen, in dem Korruption, Menschenhandel und organisierte Kriminalität längst zur Normalität geworden seien. Bowes spricht von einem Staat, in dem nahezu alles einen Preis habe – von Pässen über Militärbefreiungen bis hin zu Menschenleben.

Ein Staat, in dem alles seinen Preis hat

Nach Angaben von Bowes kann man in der Ukraine für rund 20.000 US-Dollar in bar einen ukrainischen Pass inklusive vollständig gefälschter Personalakte erwerben. Ein Militärausweis koste etwa 5.000 Dollar, eine Befreiung vom berüchtigten „Fleischwolf“ an der Front zwischen 15.000 und 20.000 Dollar. Wer genügend Geld habe und die richtigen Kontakte kenne, könne für einen ähnlichen Betrag sogar das Land verlassen.

Für Bowes handelt es sich dabei nicht um vereinzelte Fälle gewöhnlicher Kriminalität, sondern um ein strukturiertes System, das nur mit Wissen staatlicher Stellen funktionieren könne.

Er verweist darauf, dass sowohl die ukrainische als auch die US-Regierung über die massiven Korruptionsprobleme informiert gewesen seien. Die Website des US-Außenministeriums habe die weit verbreitete Korruption in der Ukraine früher selbst dokumentiert. Nach Beginn des Krieges seien diese Inhalte jedoch stillschweigend entfernt oder verändert worden.

Organhandel: Soldaten als Rohstoff?

Besonders schwer wiegen die Vorwürfe zum mutmaßlichen Organhandel.

Bowes erklärt, dass gefallene oder schwer verwundete Soldaten häufig über Monate hinweg offiziell als „vermisst“ geführt würden. Während Familien vergeblich auf Nachrichten ihrer Angehörigen warteten, könne dieser Status nach seiner Darstellung auch dazu dienen, Sozialleistungen nicht auszahlen zu müssen.

Darüber hinaus entstehe zunehmend das Bild organisierter Organentnahmen aus militärischen Kreisen. Bowes verweist in diesem Zusammenhang auf Recherchen der britischen Zeitung The Guardian, die bereits vor mehr als zehn Jahren ausführlich über Korruption im ukrainischen Gesundheitssystem berichtet habe.

Menschen- und Kinderhandel in großem Stil

Auch beim Thema Menschenhandel erhebt Bowes schwere Vorwürfe.

Bereits vor Beginn des Krieges im Jahr 2022 hätten die Vereinten Nationen vor dem Ausmaß des Menschenhandels über die Ukraine gewarnt. Unter Berufung auf Berichte der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und des UNHCR erklärt Bowes, dass allein im Jahr 2022 rund 300.000 Frauen und Kinder über die Ukraine gehandelt worden seien.

Nach seiner Auffassung sei dieses Problem trotz internationaler Warnungen nie wirksam bekämpft worden.

Milliarden fließen trotz Korruptionsvorwürfen

Stattdessen hätten die USA, die Europäische Union und die NATO Hunderte Milliarden Dollar in die Ukraine investiert.

Nach Ansicht von Bowes geschah dies nicht trotz der bekannten Korruption, sondern parallel zu ihr – oder sogar innerhalb eines Systems, das von Korruption geprägt sei.

Zusätzlich zu den offiziellen Hilfszahlungen habe die CIA laut Bowes weitere 500 Millionen Dollar an geheimen Geldern in ukrainische Operationen geleitet.

Wer die Wahrheit ausspricht, lebt gefährlich

Bowes schildert auch die Folgen für Kritiker der ukrainischen Regierung.

Er berichtet, selbst mit ukrainischen Politikern und Journalisten gesprochen zu haben, die nach eigenen Angaben fliehen mussten, entführt, geschlagen oder mit dem Tod bedroht wurden.

Vor den Vereinten Nationen habe Bowes außerdem auf die großen Mengen westlicher Waffen hingewiesen, die in die Ukraine geliefert würden. Nach seiner Darstellung verschwänden zahlreiche dieser Waffen im Sumpf der Korruption und gelangten schließlich in die Hände krimineller Gruppen – auch außerhalb Europas.

„Kein Anreiz, den Krieg zu beenden“

Für Bowes ergibt sich daraus eine ernüchternde Schlussfolgerung.

Solange die Ukraine ein lukrativer Markt für Waffenlieferungen und internationale Finanzströme bleibe, gebe es auf Seiten der NATO keinen wirklichen Anreiz, den Krieg zu beenden.

Erst wenn der russische Vormarsch eine militärische Entscheidung erzwinge, könne die Lage weiter eskalieren – bis hin zu einer möglichen False-Flag-Operation oder dem Einsatz einer sogenannten „schmutzigen Bombe“, so seine Einschätzung.

„Der wahre Feind des westlichen Steuerzahlers“

Bowes richtet seinen Appell abschließend an die Bürger der westlichen Staaten.

Seiner Ansicht nach sollten diese sich weniger vor Russland fürchten als vor jener kriminellen Oligarchie, die nach seiner Darstellung die Ukraine kontrolliere. Finanziert werde dieses System letztlich von den amerikanischen und europäischen Steuerzahlern.

Solange große Medien diese Vorwürfe nicht aufgreifen und westliche Regierungen weiterhin den Eindruck vermittelten, sie verteidigten ausschließlich demokratische Ideale, werde diese Maschinerie nach Auffassung von Bowes ungehindert weiterlaufen.

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