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Am Donnerstagabend hatte sich der Aufsichtsrat des VW-Konzerns überraschend auf ein Sparpaket geeinigt. Wie Medien übereinstimmend berichten, umfasst der Beschluss die Streichung von 50.000 Arbeitsplätzen in den kommenden Jahren.
„Als Tiger gestartet, als Bettvorleger gelandet“, kommentierte das „Zentrum – Die alternative Gewerkschaft e. V.“ (kurz Zentrum) in einer Presseerklärung das Verhalten der IG Metall. Das VW-Management habe sich „in allen wesentlichen Punkten“ durchgesetzt, und die IG Metall habe „zum widerholten Mal“ bewiesen, „dass sie nicht bereit oder willens ist, dem Arbeitsplatzabbau in Deutschland effektiv zu begegnen“, heißt es in der Erklärung.
Die Krise der deutschen Automobilindustrie sei der „Fokussierung auf Elektromobilität“, den „exorbitant teuren“ Strompreise sowie der „hohen Steuer- und Abgabenbelastung“ geschuldet, so das Zentrum gegenüber RT DE.
Auf die Frage, warum die traditionellen Gewerkschaften wie die IG Metall es mit ihren Kampfmaßnahmen nicht schaffen, Werksschließungen und Entlassungen zu verhindern, antwortete die alternative Gewerkschaft: „Ganz klar: Diese Streiks oder Proteste sind alles nur Schein, und VW ist wieder einmal ein Paradebeispiel dafür, wie schamlos IG Metall und SPD die Interessen der Arbeitnehmer verkaufen. Sowohl IG Metall als auch SPD sitzen im Aufsichtsrat bei VW. Sie haben das Ganze auf der politischen Bühne mitgetragen.“
Infolge dieser Politik glaube der überwiegende Teil der Beschäftigten nicht mehr daran, seine Interessen mit den Mitteln kollektiver Solidarität wirksam durchsetzen zu können, so das Zentrum gegenüber RT DE. Die eigentliche Aufgabe einer Gewerkschaft bestehe nicht darin, „Beschäftigte wieder und wieder davon zu überzeugen, was ‚politisch richtig oder falsch‘ ist, sondern sie so zu organisieren, damit sie ihre eigene kollektive Macht wieder erleben“, so das Zentrum.
VW hatte bereits im Dezember 2024 den weltweiten Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen beschlossen, zu dem jetzt weitere 50.000 Arbeitsplätze hinzukommen, von denen der größte Teil in Deutschland abgebaut werden soll.
Außerdem steht die Zukunft vierer VW-Werke auf der Kippe: Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm. Hier könne gestaffelt ab 2031 bis 2034 keine „wettbewerbsfähige Folgebelegung“ gewährleistet werden, teilte VW mit. Für diese Werke würden „parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft“.
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