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Tom-Oliver Regenauer
25 Jahre ist es her, dass der damalige US-Präsident George Bush Junior die »Achse des Bösen« ins Visier nahm, den Krieg gegen den internationalen Terrorismus ausrief und eine »neue Weltordnung« ankündigte. Und obwohl er den Ausdruck im US-Kongress exakt so formuliert hatte, wurde jeder, der anschließend an der offiziellen Darstellung der Terroranschläge vom 11. September 2001 zweifelte und sich fragte, was die angekündigte »New World Order« denn nun genau bedeuten würde, als Aluhutträger oder Verschwörungstheoretiker verunglimpft. Der Ausdruck existiert nicht erst seit der Corona-Krise. Er wurde bereits nach den Attacken auf das World Trade Center verwendet und avancierte zu gängigem Jargon, um Kritiker mundtot zu machen.
Heute wissen wir, was George Bush meinte. Er sprach über die Einführung einer neuen »Global Governance« und einen massiven, undemokratischen Ausbau des Überwachungsstaates. Sichtbar wurde dies für den Normalbürger vor allem im Flugverkehr, wo nach 9/11 ein neues Level an Sicherheitsstandards und Personenkontrollen eingeführt wurde. Gravierender als neue Prozesse an Flughäfen, haben sich jedoch die im Zuge des Anti-Terror-Kampfes aus der Schublade geholten und umgehend verabschiedeten Gesetze ausgewirkt. Denn diese gelten bis heute. Die fortschreitende Digitalisierung macht es den Behörden zusätzlich einfacher, jeden Aspekt unseres Lebens zu überwachen und alle Bürger unter Generalverdacht zu stellen.