Enter your email address below and subscribe to our newsletter

Börse: Einigung zwischen USA und Iran? Börsen feiern schon

Der Irankrieg soll in dieser Woche offiziell beendet werden. Die Börsen reagieren bereits: Der Ölpreis fällt, der Dollar wird stärker

Share your love

Der Irankrieg soll in dieser Woche offiziell beendet werden. Die Börsen reagieren bereits: Der Ölpreis fällt, der Dollar wird stärker

Die Einigung auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran hat die asiatischen Aktienmärkte am Montag kräftig beflügelt. Der japanische Leitindex Nikkei sprang um 3,4 Prozent auf 68.261,65 Punkte und überwand im Handelsverlauf zeitweise sogar erstmals die Marke von 69.000 Zählern. Der breiter gefasste Topix kletterte um 2,4 Prozent auf 3976,22 Punkte. Auch in Südkorea legte der Leitindex um 4,3 Prozent zu, während der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans um 1,5 Prozent stieg. Anleger reagierten erleichtert auf die Aussicht, dass eine Öffnung der Straße von Hormus die globalen Energiepreise und damit den Inflationsdruck senken könnte.

In Japan sorgte die Aussicht auf sinkende Importkosten für Energie für Euphorie, da das Land stark von Öl aus dem Nahen Osten abhängig ist. Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi begrüßte die Einigung und äußerte die Hoffnung, dass „die freie und sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus in der Praxis gewährleistet wird“. Auf Unternehmensseite zählten Murata Manufacturing mit einem Plus von 17,2 Prozent und Ibiden mit einem Aufschlag von 16,8 Prozent zu den größten Gewinnern im Nikkei. Zu den Verlierern gehörten hingegen CyberAgent mit einem Minus von 3,3 Prozent und Kikkoman, die 3,2 Prozent nachgaben.

Analysten mahnten trotz der Rekordstände zur Vorsicht. „Dies ist schlichtweg die Reaktion des Marktes auf das Abkommen – nicht mehr und nicht weniger“, sagte Shingo Ide, Chef-Aktienstratege beim NLI Research Institute. Die entscheidende Frage sei nun, ob die Vereinbarung tatsächlich umgesetzt werde. Die sinkenden Ölpreise linderten zudem die Inflationssorgen, was die Renditen japanischer Staatsanleihen drückte. Dies geschieht im Vorfeld der zweitägigen Sitzung der Bank of Japan (BOJ), von der erwartet wird, dass sie ihren Leitzins auf ein 31-Jahres-Hoch von einem Prozent anhebt.

Ölpreis fällt um 5 Prozent

Am Devisenmarkt sorgten die sinkenden Anleiherenditen und die gestiegene Risikobereitschaft für Bewegung. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 160,13 Yen und legte leicht auf 6,7575 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,4 Prozent niedriger bei 0,7940 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,3 Prozent auf 1,1598 Dollar und gab um 0,1 Prozent auf 0,9209 Franken nach.

Die Aussicht auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus, einem Nadelöhr für ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung, ließ die Preise am Rohstoffmarkt deutlich abrutschen. Händler bauten die geopolitische Risikoprämie aggressiv ab. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 4,7 Prozent auf 83,25 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 5,6 Prozent schwächer bei 80,20 Dollar.

Wie viel SpaceX tut dem Depot gut?

Auch an den US-Börsen hatten die Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten und damit einhergehende Zinssenkungsfantasien bereits vor dem Wochenende für gute Stimmung gesorgt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones hatte sich am Freitag mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 51.202,26 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500 gewann 0,5 Prozent auf 7.431,46 Zähler, und der technologielastige Nasdaq zog um 0,3 Prozent auf 25.888,84 Stellen an.

Beitrag teilen

Neue Beiträge und
Informationen direkt
per E-Mail erhalten.