Nach der Entführung Maduros: USA kontrollieren Venezuelas Öl – 13 Milliarden bleiben verschwunden

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Erst entführten US-Spezialkräfte Venezuelas Staatspräsidenten Nicolás Maduro aus Caracas und brachten ihn in ein New Yorker Gefängnis. Dann übernahm Washington die Kontrolle über Venezuelas wichtigste Einnahmequelle. Jetzt fragt selbst die Financial Times: Wo sind die rund 13 Milliarden Dollar aus dem Ölverkauf geblieben?

Wo sind rund 13 Milliarden US-Dollar aus Venezuelas Öl geblieben?

Laut Recherchen der britischen Wirtschaftszeitung haben die USA seit der Übernahme der Kontrolle über Teile der venezolanischen Ölexporte Einnahmen von rund 13 Milliarden Dollar erzielt. Ursprünglich hieß es, das Geld werde treuhänderisch für das venezolanische Volk verwaltet. Tatsächlich sollen bislang jedoch nur rund 300 Millionen Dollar nach Venezuela geflossen sein. Der Verbleib des überwiegenden Teils der Gelder bleibt unklar.

Die Brisanz ist kaum zu übersehen: Venezuela kämpft nach schweren Erdbeben mit enormen Wiederaufbaukosten, gleichzeitig fehlen Milliarden aus den Erlösen seiner wichtigsten Ressource.

Noch bemerkenswerter ist, dass die Fragen diesmal nicht von alternativen Medien, sondern von der Financial Times gestellt werden – einem der einflussreichsten Wirtschaftsblätter der Welt. Selbst US-Abgeordnete verlangen inzwischen Aufklärung darüber, was mit den Einnahmen geschehen ist.

Der Fall wirft grundsätzliche Fragen auf: Wer kontrolliert die Rohstoffe eines Landes? Wer entscheidet über deren Erlöse? Und wer legt Rechenschaft ab, wenn Milliardenbeträge unter staatlicher Kontrolle eines anderen Landes verwaltet werden?

Die Geschichte bekommt dadurch eine zusätzliche politische Dimension. Kritiker erinnern daran, dass die USA jahrelang einen Regierungswechsel in Venezuela unterstützten und den Oppositionspolitiker Juan Guaidó als Interimspräsident anerkannten. Nun steht nicht mehr nur die Frage nach politischer Einflussnahme im Raum, sondern auch nach der Transparenz im Umgang mit milliardenschweren Staatseinnahmen.

13 Milliarden Dollar – und bislang keine umfassende öffentliche Erklärung, wo der Großteil dieses Geldes geblieben ist.

Wenn selbst die Financial Times diese Frage stellt, dürfte sie sich kaum noch einfach als Verschwörungstheorie abtun lassen.

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