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„Wäre dieses Behandlungsprotokoll landesweit eingesetzt worden, wären die Intensivstationen deutlich weniger überlastet gewesen.“ Mit dieser Aussage erhebt der niederländische Arzt Alexander van Walraven einen der schwersten Vorwürfe gegen die Corona-Politik seines Landes. Gemeinsam mit dem Psychologen Huibrecht Boluijt schildert er in einem Interview mit De Nieuwe Wereld eine Geschichte, die seiner Ansicht nach über Jahre unterdrückt wurde.
Während der Corona-Pandemie entwickelte Van Walraven, Betriebsarzt und Vorsitzender der Niederländischen Gesellschaft für Telemedizin (NTG), ein Protokoll zur Frühbehandlung von Covid-19. Zum Einsatz kamen unter anderem Hydroxychloroquin, Ivermectin, Zink, Azithromycin sowie Vitamin D, Vitamin C und Selen.
Nach Angaben Van Walrawens wurden mehr als 5.000 Patienten telefonisch nach diesem Schema behandelt. Die Erfolgsquote habe bei über 95 Prozent gelegen.
Den beteiligten Ärzten drohten jedoch Geldbußen von bis zu 150.000 Euro, da die Behandlung nicht den offiziellen Empfehlungen des niederländischen Hausärzteverbandes entsprach. Trotzdem hätten zwölf Ärzte die Therapie fortgesetzt, weil sie überzeugt gewesen seien, Menschenleben zu retten. Währenddessen habe das offizielle Vorgehen im Wesentlichen aus Paracetamol und dem Abwarten bis zu einer möglichen Krankenhauseinweisung bestanden.
„Wäre dies landesweit umgesetzt worden, wären die Intensivstationen um einiges weniger ausgelastet gewesen“, sagt Van Walraven.
Psychologe Huibrecht Boluijt berichtet, dass er sich während der ersten Corona-Welle 2020 infizierte und anschließend drei Jahre unter extremer Erschöpfung, Asthmaanfällen, Brain Fog und dem Gefühl gelitten habe, von seiner Umwelt abgeschnitten zu sein.
Auch zwei mRNA-Impfungen hätten daran nichts geändert. Erst nachdem er vor rund sechs Monaten eine Behandlung mit Ivermectin und weiteren Medikamenten begonnen habe, sei eine deutliche Besserung eingetreten.
Bereits nach vier Tagen habe sich sein Zustand grundlegend verändert.
„Es war, als würde ich wieder eins mit der Welt um mich herum werden“, beschreibt Boluijt seine Erfahrung.
Besonders kontrovers sind Van Walrawens Aussagen zu den Ursachen von Long Covid.
Er vertritt die Auffassung, dass mehr als 80 Prozent der Fälle in Wirklichkeit auf die mRNA-Impfungen zurückzuführen seien und deshalb als „Long Vax“ bezeichnet werden müssten.
Seiner Darstellung zufolge führe die anhaltende Produktion von Spike-Proteinen nach der Impfung bei manchen Menschen zu chronischen Entzündungen, einer Beeinträchtigung des Immunsystems sowie Störungen des DNA-Reparaturmechanismus. Dies könne nach seiner Einschätzung unter anderem aggressive Tumorerkrankungen begünstigen, die er als sogenannte „Turbo-Krebserkrankungen“ bezeichnet.
Für diese Einschätzung besteht allerdings kein wissenschaftlicher Konsens.
Van Walraven spricht zudem über das sogenannte Shedding. Er vertritt die These, dass Spike-Proteine von Geimpften auf Ungeimpfte über Hautkontakt, Schleimhäute oder die Atemluft übertragen werden könnten.
Deshalb empfiehlt er auch Ungeimpften regelmäßige Entgiftungsprotokolle und verweist auf das sogenannte Spike Protein Detox Protocol des World Council for Health.
Auch diese Annahmen werden von den maßgeblichen Gesundheitsbehörden bislang nicht anerkannt.
Psychologe Boluijt kritisiert vor allem den gesellschaftlichen Umgang mit alternativen Behandlungsmethoden.
Viele Menschen, die nach eigenen Angaben von Ivermectin profitiert hätten, hätten aus Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung geschwiegen. Patienten hätten Behandlungen teilweise allein deshalb abgelehnt, weil ihre Hausärzte davon abrieten.
Boluijt vermutet, wirksame Alternativen seien bewusst diskreditiert worden, um die Impfkampagne nicht zu gefährden. Auf ähnliche Vorwürfe hatte zuvor bereits der niederländische Arzt Rob Elens vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Corona-Politik hingewiesen.
Die Niederländische Gesellschaft für Telemedizin bietet nach eigenen Angaben bis heute Sprechstunden für Patienten mit Long-Covid- oder Long-Vax-Beschwerden an.
Zum Behandlungsprotokoll gehören unter anderem Ivermectin, Hydroxychloroquin, niedrig dosiertes Naltrexon, Aspirin sowie verschiedene entzündungshemmende Nahrungsergänzungsmittel.
Ob sich die Vorwürfe gegen das niederländische Gesundheitssystem jemals bestätigen oder widerlegen lassen, bleibt Gegenstand anhaltender wissenschaftlicher und politischer Debatten. Für Van Walraven und seine Mitstreiter steht jedoch fest: Sie sind überzeugt, dass es seit Jahren Behandlungsmöglichkeiten gibt, die nach ihrer Ansicht vielen Patienten vorenthalten wurden.