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Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung steigt weiterhin steil an. Sie hat im ersten Halbjahr 2026 bereits den Vorjahreswert übertroffen. Grund dafür ist das im Januar in Kraft getretene neue Wehrdienstgesetz. Bis zum 30. Juni dieses Jahres seien bereits 5.862 Anträge beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) eingegangen, bestätigte eine Sprecherin der Behörde […]
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Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung steigt weiterhin steil an. Sie hat im ersten Halbjahr 2026 bereits den Vorjahreswert übertroffen. Grund dafür ist das im Januar in Kraft getretene neue Wehrdienstgesetz.
Bis zum 30. Juni dieses Jahres seien bereits 5.862 Anträge beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) eingegangen, bestätigte eine Sprecherin der Behörde entsprechende Medienberichte. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025, also vor Inkrafttreten der Neuregelungen, gab es laut dem Bundesamt 3.879 Anträge, 2024 waren es 2.249.
Der starke Anstieg dürfte zweifelsohne der angespannten Sicherheitslage und den von der Bundesregierung, namentlich von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), immer wieder an die Wand gemalten Kriegsgefahren geschuldet sein. Dabei setzt sich die Tendenz fort, dass nicht nur Ungediente verweigern. Den Angaben zufolge werden auch immer mehr Anträge von Reservisten und aktiven Soldaten eingereicht.
Mit dem neuen Wehrdienstgesetz sollen Freiwillige für den Ausbau der Bundeswehr rekrutiert werden. Die Armee soll von zuletzt 186.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten bis 2035 auf 260.000 wachsen. Gelingt der Zuwachs auf Basis der Freiwilligkeit nicht, könnte es zu einer teilweisen Reaktivierung der 2011 ausgesetzten Wehrpflicht und zur Einführung einer sogenannten Bedarfswehrpflicht per Losverfahren kommen.
Das Recht, den Dienst mit der Waffe zu verweigern, ist aber weiterhin im Grundgesetz verankert.
Beitrag: Klatsche für Pistorius & Co.: Zahl der Kriegsdienstverweigerer auf neuem Rekordwert!
Quelle: Deutschland-Kurier.