Mehr als die Hälfte deutscher Staatsschulden liegt im Ausland: AfD fordert Transparenz über Gläubiger

Eine exklusive Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Reinhard Mixl an die Deutsche Bundesbank zeigt: Ausländische Gläubiger halten inzwischen mehr als die Hälfte der deutschen Maastricht-Staatsschulden. Ende 2025 belief sich die deutsche Maastricht-Verschuldung auf rund 2,84 Billionen Euro (entspricht etwa 65 Prozent des Bruttoinlandsprodukts). Davon entfielen rund 1,46 Billionen Euro beziehungsweise 51,3 Prozent wieder auf ausländische Gläubiger. Besonders auffällig […]

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Eine exklusive Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Reinhard Mixl an die Deutsche Bundesbank zeigt: Ausländische Gläubiger halten inzwischen mehr als die Hälfte der deutschen Maastricht-Staatsschulden. Ende 2025 belief sich die deutsche Maastricht-Verschuldung auf rund 2,84 Billionen Euro (entspricht etwa 65 Prozent des Bruttoinlandsprodukts). Davon entfielen rund 1,46 Billionen Euro beziehungsweise 51,3 Prozent wieder auf ausländische Gläubiger. Besonders auffällig ist die jüngste Entwicklung: Von Ende 2024 bis Ende 2025 stieg der Auslandsanteil um 12 Prozent in nur einem Jahr. Historisch hat sich die Lage deutlich verschlechtert: 1991 lag der Auslandsanteil noch bei rund 25,5 Prozent. Gleichzeitig hält die Deutsche Bundesbank Ende 2025 rund 554,2 Milliarden Euro beziehungsweise 19,5 Prozent der deutschen Staatsschulden. Das ist aus Sicht der AfD-Fraktion zumindest weniger problematisch, weil Zinseinnahmen der Bundesbank dem Staat über mögliche Gewinnabführungen theoretisch wieder zugutekommen können. Brisant bleibt jedoch: Die Bundesbank kann keine konkreten Einzelgläubiger wie große internationale Vermögensverwalter, Fonds oder Zentralbanken nennen. Damit bleibt offen, welche globalen Finanzakteure tatsächlich in welchem Umfang an deutschen Staatsschulden verdienen.

Reinhard Mixl, Mitglied des Deutschen Bundestages für die AfD-Fraktion und Mitglied im Finanzausschuss, erklärt dazu:

„Die Zahlen der Bundesbank sind ein Alarmsignal. Deutschland verschuldet sich immer stärker bei ausländischen Gläubigern, während Bürger und Parlament nicht erfahren, wer die konkreten Geldgeber sind. Mehr als jeder zweite Euro deutscher Staatsschulden liegt inzwischen im Ausland. Das schafft Abhängigkeiten, erhöht die Verwundbarkeit gegenüber internationalen Kapitalmärkten und schwächt die finanzpolitische Souveränität unseres Landes. Wir fordern deshalb eine regelmäßige, transparente Gläubigeranalyse der deutschen Staatsschulden“.

Mixl weiter:

„Bei deutschen Aktien wissen wir längst, dass große internationale Vermögensverwalter wie BlackRock und Vanguard erhebliche Anteile an der deutschen Wirtschaft halten; nach Daten des DIRK besitzen allein diese beiden US-Investoren rund zwölf Prozent des DAX. Bei deutschen Staatsschulden endet die Transparenz dagegen bei groben Statistikgruppen. Das ist unbefriedigend. Es kann nicht sein, dass der deutsche Steuerzahler die Zinslast trägt, aber die Bundesregierung nicht offenlegt, welche institutionellen Gläubigergruppen besonders profitieren. Wir brauchen eine strikte Schuldenbremse ohne Schattenhaushalte und Sondervermögen, eine Begrenzung der Auslandsabhängigkeit und volle Transparenz über die Finanzierung des deutschen Staates. Deutschland darf nicht immer tiefer in die Abhängigkeit anonymer internationaler Finanzmärkte geraten.“

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Quelle: Deutschland-Kurier.

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