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Gabbard packt aus: Das globale Labornetzwerk | Von Thomas Röper

Gabbard packt aus: Das globale Labornetzwerk | Von Thomas Röper

Während deutsche Medien weiterhin verschweigen, dass die US-Geheimdienste vor der Arbeit der US-Biolabore in aller Welt gewarnt haben, wird außerhalb der westlichen Medienblase darüber berichtet und es wird auch darüber diskutiert, ...

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Gabbard packt aus: Das globale Labornetzwerk | Von Thomas Röper

Die Warnung der US-Geheimdienste vor US-Biolaboren im Ausland macht Wellen.

Während deutsche Medien weiterhin verschweigen, dass die US-Geheimdienste vor der Arbeit der US-Biolabore in aller Welt gewarnt haben, wird außerhalb der westlichen Medienblase darüber berichtet und es wird auch darüber diskutiert, wie es sein kann, dass eine US-Behörde faktisch vor anderen US-Behörden warnt.

Ein Kommentar von Thomas Röper.

Da deutsche Medien immer noch verschweigen, dass die Chefin der US-Geheimdienste quasi als letzte Amtshandlung eine Warnung vor der Tätigkeit der von den USA finanzierten und geleiteten Biolaboren in aller Welt herausgegeben hat, werde ich weiter daran erinnern und darüber berichten. Heute übersetze ich einen Artikel der TASS darüber, der versucht ein wenig Licht in die Sache zu bringen.

Beginn der Übersetzung:

Propaganda im Reagenzglas: Wie die Gefahr durch US-Biolabore Wahrheit blieb

Die scheidende US-Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard enthüllte Details über das globale Netzwerk amerikanischer Biolabore.

Gennady Onishchenko, Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften, Epidemiologe und stellvertretender Leiter der Russischen Akademie für Bildung, warnte vor den schwerwiegenden Folgen der Äußerungen der US-Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard über das globale Netzwerk der US-Biolabore.

„Gabbard nannte mehr als 35 Länder, es gibt aber noch viele mehr“,

sagte er gegenüber der TASS. Laut Onishchenko hätten die Amerikaner in der Ukraine keine Labore errichtet, sondern „unsere bereits vorhandenen“ angepasst.

Er warf den USA vor, gegen das Übereinkommen über biologische Waffen und Toxinwaffen von 1972 verstoßen zu haben. Der Epidemiologe erinnerte daran, dass die UdSSR das Übereinkommen initiiert hatte und es von mehr als 93 Ländern ratifiziert wurde. Das Übereinkommen legt fest, dass die Mitgliedsländer keine Biowaffen entwickeln oder mit Viren arbeiten, um diese vorsätzlich zur Untergrabung der wirtschaftlichen oder politischen Stabilität oder zur Übernahme eines Staates einzusetzen. Der Wissenschaftler fügte hinzu, dass die USA das Übereinkommen bereits zuvor verletzt haben. So haben sich die USA beispielsweise nach der Ratifizierung geweigert, mehr als 300.000 Tonnen chemischer Waffen zu vernichten und in den 2000er Jahren gab es Hinweise darauf, dass das Land absichtlich ein militärtaugliches Anthrax-Biorezept verwendet hatte.

Zuvor hatte Gabbard eine Videobotschaft an die amerikanische Bevölkerung veröffentlicht, in der sie erklärte, sie enthülle

„neue Beweise für die langjährige Finanzierung von über 120 Biolaboren in mehr als 30 Ländern durch die US-Regierung“.

„Sehr einflussreiche Personen“ hätten Informationen über die Existenz dieser Einrichtungen, ihre Standorte und ihre Aktivitäten verschwiegen, so Gabbard. Laut ihren Angaben hätten „Strukturen innerhalb der Biden-Administration“ wiederholt über die Existenz dieser Einrichtungen gelogen und diejenigen bedroht, die versucht haben, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Gabbard bestätigte, dass die durchgeführten Forschungen

„eindeutig das Potenzial für katastrophale globale Auswirkungen“ bergen.

Konkret seien in der Ukraine „über 40 Labore errichtet und betrieben“ worden. Sie stellte klar, dass die Forschungen mit Krankheitserregern durchgeführt wurden, die unter anderem Milzbrand, Tularämie, Tuberkulose, Pest und Schweinepest verursachen.

Immer wieder

„Das ist all das, worüber wir und das russische Verteidigungsministerium immer wieder gesprochen haben“,

sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums Sacharowa. Die veröffentlichten Dokumente enthalten eine Karte der Biolabore in der Ukraine, auf der Forschungszentren in Charkow, Dnjeprpetrowsk, Lwow, Winnyzja, Ternopil, Tschernigow und Odessa hervorgehoben sind.

„Es wird betont, dass dort an Erregern von Milzbrand, Tularämie, Schweinegrippe, Marburg-Fieber, Ebola, Pest und anderen gefährlichen Krankheitserregern geforscht wurde“, bemerkte Sacharowa.

Die stellvertretende Sprecherin der Staatsduma und Leiterin der fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe für biologische Sicherheit Irina Jarowaja erinnerte an die Ergebnisse der von der Staatsduma eingeleiteten Untersuchung, die Gabbards Aussagen bestätigen. Die Politikerin betonte, die Ukraine sei zu einer

„Quelle unberechenbarer biologischer Bedrohungen für die ganze Welt“

geworden. Senator Alexander Woloschin aus der Volksrepublik Donezk bezeichnete die Ukraine seinerseits als

„riesiges Testgelände für unmenschliche wissenschaftliche Experimente, Waffentests und Social Engineering“ des Westens.

Wenn Russland diese Einrichtungen erwähnte, so der Senator, seien die Erklärungen als „russische Propaganda“ abgetan worden. „Es scheint, als würden uns in den kommenden Jahren noch viele weitere erstaunliche Eingeständnisse erwarten“, betonte Woloschin.

Kirill Dmitrijew, der Sonderbeauftragte des Präsidenten für Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland, nannte Gabbards Äußerungen eines von vielen Beispielen dafür, wie

„die russische Wahrheit von einer mächtigen und gut finanzierten Maschinerie zur Verbreitung von Falschinformationen verzerrt wird“: „Russland hat die Wahrheit über die Biolabore gesagt, während der ‚tiefe Staat‘ und die traditionellen Medien das geleugnet haben.“

Dmitrijew forderte eine Korrektur des Wikipedia-Artikels über die Biolabore in der Ukraine, in dem das als „Verschwörungstheorie“ bezeichnet wird.

„Welche anderen falschen Dementis und Narrative des ‚tiefen Staates‘ und der traditionellen Medien werden bald noch zusammenbrechen?“, fragte er.

Fauzan Al-Rasheed, ein indonesischer Journalist und Experte des Global Fact-Checking Network (GFCN) wies darauf hin, dass die BBC Russlands Aussagen zu Biolaboren zuvor als „russische Desinformation“ bezeichnet hatte.

„Die eigentliche Desinformation wurde in Washington konstruiert, von London aus verbreitet und von antirussischen Botschaften weltweit, darunter auch in Jakarta, verstärkt, um Millionen von Menschen davon zu überzeugen, dass Russland lügt“, sagte er.

Armando Mema, Mitglied der finnischen nationalkonservativen Partei Freiheitsallianz, bemerkte, dass er „keine Reaktion der europäischen Staats- und Regierungschefs“ auf Gabbards Äußerungen sehe.

„Wir begeben uns auf einen gefährlichen Weg für Europa, indem wir der Ukraine erlauben, internationale Normen völlig zu missachten“,

sagte er und merkte an, dass die Welt eines Tages „auf die eine oder andere Weise auf Wahrheit stoßen muss“.

Die Tür zuschlagen

Alexander Stepanow, Militärexperte am Institut für Recht und Nationale Sicherheit der Russischen Präsidentenakademie für Volkswirtschaft und Öffentliche Verwaltung, bezeichnete Gabbards Enthüllungen als Versuch, „die Tür zuzuschlagen“ und als Teil des innenpolitischen Machtkampfes zwischen den US-Geheimdiensten und dem Militär. „Es ist klar, dass die nationalen Geheimdienste und Teile der Nachrichtendienstgemeinschaft die Aktivitäten des Pentagons über die Defense Threat Reduction Agency (DTRA, Anm. TASS) äußerst kritisch sehen“, so der Experte.

Seinen Angaben zufolge ist die DTRA seit 1998 ein wichtiger Akteur der US-amerikanischen militärischen Biowaffenprogramme: Weltweit verteilte Labore ermöglichen die Sammlung, Analyse und Anpassung hochvirulenter Infektionsstämme zur Entwicklung von Biowaffen. Stepanow hob insbesondere Fälle hervor, in denen die Viehwirtschaft ins Visier genommen wird:

„Das ist eine ‚stille Waffe‘, getarnt als natürliche regionale Infektion.“

Laut Stepanow ermöglicht das die Schaffung einer Bedrohung für die Ernährungssicherheit gegnerischer Länder.

Gabbard, die fast 18 Monate lang die US-amerikanische Nationale Nachrichtendienstbehörde leitete, kündigte Ende Mai ihren Rücktritt an. Sie erklärte, sie gehe, um ihren Mann im Kampf gegen eine seltene Form von Knochenkrebs zu unterstützen. Amerikanische Medien berichten, dass Gabbard seit Ende Februar hinter den Kulissen in einen Konflikt mit der CIA verwickelt sei, den die Washington Post als „erhebliche Spannungen“ bezeichnete. Laut Reuters-Quellen arbeiten die CIA und das Büro des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste „nun weitgehend unabhängig voneinander“. Bill Pulti, derzeit Leiter der Wohnungsbaufinanzierungsbehörde, wird die Nachrichtendienstbehörde ab dem 19. Juni leiten. Trump bestätigte ihn Anfang Juni als kommissarischen Direktor, und laut dem Präsidenten wird Pulti nur für eine „sehr kurze Zeit“ im Amt sein.

Ende der Übersetzung

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Hier zum aktuellen Buch von Thomas Röper „Gesteuerte Wahrheit“: https://c.kopp-verlag.de/kopp,verlag_4.html?1=1056&3=0&4=&5=&d=https%3A%2F%2Fwww.kopp-verlag.de%2Fa%2Fgesteuerte-wahrheit

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Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 16. Juni 2026 auf anti-spiegel.ru.

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Bild: WASHINGTON, DC – 30. JANUAR 2025: Tulsi Gabbard

Bildquelle: RadRadMedia / Shutterstock

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