Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter

Mit so viel geballtem gesundem Menschenverstand war der Mainstream-Moderator sichtlich überfordert. Obwohl er sich gleich zwei Kollegen von der Abteilung „AfD-Bashing“ zur Verstärkung geholt hatte, biss ZDF-Talker Markus Lanz sich in seiner gleichnamigen Sendung an Ulrich Siegmund die sonst so geschliffenen Zähne aus. Der AfD-Spitzenkandidat für Sachsen-Anhalt, der in allen Umfragen zur Landtagswahl haushoch führt, […]
The post TV-Kritik: Ulrich Siegmund bei Markus Lanz Der Ministerpräsident von morgen und die Meckerer von gestern appeared first on Deutschland-Kurier.
Mit so viel geballtem gesundem Menschenverstand war der Mainstream-Moderator sichtlich überfordert. Obwohl er sich gleich zwei Kollegen von der Abteilung „AfD-Bashing“ zur Verstärkung geholt hatte, biss ZDF-Talker Markus Lanz sich in seiner gleichnamigen Sendung an Ulrich Siegmund die sonst so geschliffenen Zähne aus. Der AfD-Spitzenkandidat für Sachsen-Anhalt, der in allen Umfragen zur Landtagswahl haushoch führt, vermittelte Zug um Zug überzeugend den Eindruck: Hier spricht einer, der nicht nur Ministerpräsident werden will, sondern es auch kann.
Siegmund spielte, ohne sich von der beim Zwangsgebührenfunk üblichen „Drei gegen einen“-Konstellation irritieren zu lassen, seine kommunikativen Stärken aus: Hingabe, Gelassenheit und eine positive Grundausstrahlung. Das sind die Zutaten für einen gewinnenden Auftritt, der das Publikum durch Authentizität für sich einnimmt.
Wer wie Ulrich Siegmund seine Botschaften mit freundlichem Gesicht überbringt und offen sagt, dass er keine Wunder über Nacht wirken kann, der gewinnt die Menschen, gerade weil er nicht über jedes Stöckchen springt und auf jede kleinkarierte Nachfrage mit einer vorgefertigten Phrase eingeht.
Mit dieser Kommunikationsstrategie ließ Ulrich Siegmund den ZDF-Moderator und seine Hilfstruppen über weite Strecken ziemlich alt aussehen. Sofern Markus Lanz geplant hatte, eine der im Zwangsgebührenfunk üblichen Tribunalsituationen zu schaffen, so ist diese Rechnung jedenfalls nicht aufgegangen.
Er wolle eine andere Art Politik machen und eine andere Art Politiker sein, hält Lanz ihm mit vorwurfsvollem Unterton entgegen – „ja, das ist ja auch nicht schwer aktuell“, pariert Siegmund souverän. Auch die vorbereiteten Grafiken aus irgendwelchem zugespieltem Kompromat, die vor einigen Monaten zur Affäre hochgespielten Vorwürfe von angeblicher „Vetternwirtschaft“ und andere sattsam bekannte Spielchen lässt der AfD-Spitzenkandidat einfach abprallen: Wollen wir wirklich über diesen „kalten Kaffee“ reden?
„Die Leute interessiert das nicht“, ist ein wiederkehrendes Argument, mit dem Ulrich Siegmund die mehrfachen Versuche entwaffnet, die Perspektive des Mainstream-Journalismus zum Maßstab des öffentlichen Interesses zu machen.
Damit dürfte er wiederholt ins Schwarze getroffen haben. Die Bürger werden einen Ministerpräsidenten Ulrich Siegmund daran messen, ob er „die politischen Fragen dieser Zeit lösen“ kann, ob die Straßen sicherer und die maroden Schulen auf Vordermann gebracht werden, ob die Inflation eingedämmt, die aufgeblähte Bürokratie zurückgestutzt und der Niedergang der Wirtschaft aufgehalten wird – und nicht, ob er jetzt schon jede operative Einzelmaßnahme dazu aufzählen will.
Die Entlarvungsbemühungen der Verstärkung, die Lanz sich ins Studio geholt hat, laufen deshalb ein ums andere Mal ins Leere. Die AfD rekrutiere schon im ganzen Land Personal und bilde es in Kaderschmieden aus, raunt Justus Bender, stellvertretender Politikchef der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, als wäre er mal wieder einer finsteren Verschwörung auf der Spur.
Ja, natürlich setze man auf Qualität und suche gute Leute, das müsse doch der Anspruch sein, und da gebe es auch keine „Gesinnungsprüfung“, gibt Siegmund gelassen zurück.
An anderer Stelle darf die als „Wirtschaftsjournalistin“ vorgestellte Ursula Weidenfeld, die unter anderem für „t-online“ schreibt, vorrechnen, wieviel die Wahlversprechen Siegmunds kosten würden und dass das doch gar nicht alles finanzierbar sei.
Hätte sich das Lanz-Team die Mühe gemacht, bei einer von Siegmunds zahlreichen Wahlveranstaltungen hineinzuhorchen, hätte es allerdings schon längst erfahren können, dass der AfD-Spitzenkandidat auch gar nicht verspricht, alles auf einmal und sofort ändern zu können. Übrigens auch nicht bei der von ihm zugesagten Kündigung der Rundfunkstaatsverträge, über die bei Staatsfunker Lanz bezeichnenderweise gar nicht groß geredet wird. Siegmund hat sich mit der Rechtslage und den Kündigungsfristen sehr genau befasst.
Eine politische Wende kann schließlich gar nicht von heute auf morgen stattfinden, und auch nicht in Sachsen-Anhalt allein. Sie muss das ganze Land erfassen. Zwar stehe kein „Viertes Reich“ bevor, räumt Justus Bender kleinlaut ein, aber „das liberale Deutschland“ sei halt schon „bedroht“.
Übersetzt soll das wohl heißen: Die Vorherrschaft der linken und „grünen“ Gesinnungsfilterer und Meinungsgouvernanten geht zu Ende. Und davor muss sich nun wirklich niemand fürchten, außer vielleicht die Volksbevormunder selbst, die sich den Staat die längste Zeit so bequem zur Beute gemacht haben.
Beitrag: TV-Kritik: Ulrich Siegmund bei Markus Lanz Der Ministerpräsident von morgen und die Meckerer von gestern
Quelle: Deutschland-Kurier.