Ex-Rada-Abgeordneter: Lager mit Munition aus abgereichertem Uran in Kiewer Vorort getroffen

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Russlands Streitkräfte haben bei ihrem jüngsten Lenkwaffenangriff auf Ziele im tiefen ukrainischen Hinterland das Raketenmontage- und Komponentenwerk „Schuljanyer Maschinenbauwerk Wisar“ in Wischnjowoje, Gebiet Kiew, getroffen. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium am 6. Juli 2026 mit.

Russlands Militärbehörde zufolge produzierte und wartete das Werk Flugabwehrraketensysteme, Flugzeug- und Raketenkomponenten und Luftverteidigungssysteme. Zudem wurden dort Starrflügler-Kamikazedrohnen montiert, die das Kiewer Regime für Langstreckenangriffe auf Ziele in Russlands Landesinnerem verwendete.

„Der Angriff führte zu einer wiederholten, großflächigen Detonation“, präzisierte das Ministerium und fügte hinzu, dass die Anlage beschädigt worden sei. Von den Sekundärdetonationen liegt auch reichlich Videomaterial vor, das zudem ein Umherschleudern von nichtexplodierter Munition und deren Verteilung in der Umgebung durch besagte Detonationen zeigt: Die nichtexplodierten Kampfmittel sind leicht als gelb bis rot leuchtende Punkte am Himmel zu identifizieren, die sich vom Brand- und Detonationskern hinfortbewegen.

Am Morgen desselben Tages gab es aus der Ukraine Berichte, dass auf dem Werksgelände auch Munition mit abgereichertem Uran eingelagert war – Igor Mossijtschuk, ein ehemaliger Abgeordneter der Werchownaja Rada und ein radikaler ukrainischer Nationalist, der sich nach wie vor im Lande aufhält, gab dies auf seinem Telegram-Kanal bekannt:

„In Wischnjowoje brennt momentan schlicht die Hölle! Eine russische Rakete hat das Munitionsdepot getroffen! Unter den Munitionssorten befanden sich Streumunition und Munition mit abgereichertem Uran.“

Der ehemalige Abgeordnete erklärte, gerade das Letztgenannte sei Grund für das Verbot der örtlichen Verwaltung an die Anwohner, ihre Häuser zu verlassen – und vor allem auch, ihre Fenster zu öffnen.

Zur Erinnerung: Beim Ziehaufschlag, aber auch im Fall sowohl von Explosionen als auch von Brand in unmittelbarer Nähe von Munition mit abgereichertem Uran kann dieses, zuvor in solider Form vorliegend und daher bei angemessenen Schutzvorkehrungen weitestgehend ungefährlich, nun in Feinstaubform in die Umgebungsluft gelangen – und wird dann zu einem Umweltgift und zu einer enormen Gesundheitsgefahr.

Und in der Tat ist neben Sekundärdetonationen auch von heftiger Rauchentwicklung die Rede – so vermelde die von Mossijtschuk zitierte Kiewer zivil-militärische Gebietsverwaltung eine Verschlechterung der Atemluftqualität um das Fünffache.

Von alldem fühlte sich der ehemalige Abgeordnete zu heftiger Kritik an der Wahl eines dicht besiedelten Gebietes als Standort für ein Munitionsdepot bewogen, zumal auch noch zum Lagern von Munition mit abgereichertem Uran:

„Frage des Tages: Wer – welche dreckige Kreatur – beschloss, Munitionsdepots in einem Kiewer Vorort anzulegen?!“

Einem späteren Beitrag von Mossijtschuk zufolge habe die örtliche Verwaltung erst nach seiner oben zitierten Meldung und wahrscheinlich auch nur in Reaktion auf sie eine Evakuierung in Wischnjowoje angeordnet.

Bedenklich ist die Standortwahl für ein Munitionsdepot in einem dicht besiedelten Gebiet durch das Kiewer Regime selbst dann, wenn auf dem Wisar-Gelände keine Munition mit abgereichertem Uran gelagert wurde. Denn die Zerstörung in umgebenden Wohngebieten, die dort infolge des Angriffs eintrat, hätte genausogut durch einen durch anderweitige Ursachen ausgelösten Brand oder Explosionsunfall geschehen können – und sie scheint erheblich zu sein. Bilder zeigen trümmerübersäte Straßen und heftige Schäden an Wohngebäuden. Drei Personen sollen bislang ums Leben gekommen sein. Weitere 26 seien verletzt worden, heißt es.

Den zuständigen ukrainischen Organen zufolge sollen fünf Straßenzüge irreparabel zerstört und Dutzende Wohnhäuser beschädigt worden sein. Aufgrund der Gefahr weiterer Detonationen seien etwa 600 Anwohner aus der Gefahrenzone evakuiert worden. Offen auf der Hand liegt hier der Missbrauch der örtlichen Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde sowohl für das Munitionsdepot auf dem Werksgelände als auch für das waffenproduzierende Werk selbst.

Abgereichertes Uran – U-238 – ist ein schwach radioaktives Uran-Isotop, das den Großteil allen natürlichen Urans in der Erdkruste bildet; seine Spaltung zum Gewinnen von Energie ist mit enormem Aufwand verbunden. Das bei der Urananreicherung anfallende Restmaterial wurde noch nicht im Reaktor bestrahlt und ist frei von Transmutationsprodukten. Wegen dieser Eigenschaften eignet sich das Metall für Panzerschutzlegierungen, wie sie die USA in bestimmten Modellen des Kampfpanzers M1 Abrams einsetzen. Aufgrund seiner extremen Dichte, Härte und der Selbstschärfung beim Aufschlag wird der Werkstoff zudem für panzerbrechende Wuchtgeschosse sowie für Hohlladungsmunition genutzt.

Die Lieferung derartiger Munition an das Kiewer Regime im Rahmen westlicher Kriegshilfen wurde im Jahre 2023 angekündigt: zuerst vom offiziellen London für britische Challenger-2-Panzer, dann von Washington für US-amerikanische M1 Abrams – beides in Form von panzerbrechenden Treibspiegel-Wuchtgeschossen. Seitdem gab es mehrere Vorfälle, bei denen der Verdacht besteht, dass Depots mit Munition aus Legierungen mit abgereichertem Uran bei Russlands Langstrecken-Präzisionsangriffen getroffen wurden. Infolge eines solchen Vorfalls, in Chmelnizki, soll eine vom Wind getriebene Uranstaubwolke Polen erreicht haben.

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