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Das Verteidigungsministerium der Niederlande hat ein Weißbuch zur Nutzung des Verteidigungsetats und zur Steigerung der Einsatzfähigkeit des Landes veröffentlicht. Nach Angaben von Bloomberg wird Russland darin als „die größte und unmittelbarste Bedrohung für Frieden und Stabilität in Europa“ eingestuft.
Darüber hinaus sieht das Weißbuch vor, die Personalstärke der niederländischen Streitkräfte bis 2030 auf rund 100.000 Soldaten zu erhöhen. Dafür sollen die Rekrutierung verstärkt und die Bindung und Ausbildung des Personals verbessert werden.
Außerdem ist eine Erhöhung der Ausgaben für Drohnen und andere unbemannte Systeme vorgesehen. Unter anderem soll ein Labor für die Entwicklung unbemannter Systeme geschaffen und die integrierte Luft- und Raketenabwehr gestärkt werden. Wie das Verteidigungsministerium selbst betont, sollen die niederländischen Streitkräfte in den kommenden fünf Jahren mehr als die Hälfte ihrer „operativen Einsätze“ mithilfe von Drohnen durchführen.
Laut Bloomberg beträgt der Verteidigungsetat der Niederlande für dieses Jahr 27 Milliarden Euro, was 3,4 Milliarden Euro mehr ist als im Jahr 2025.
Bereits zuvor hatte Reuters berichtet, dass hochrangige Militärvertreter auf einer Verteidigungskonferenz in London die Notwendigkeit betont hätten, die militärischen Fähigkeiten Europas angesichts einer „neuen Ära“ der Kriegsführung zu überdenken – insbesondere im Zusammenhang mit einer möglichen Bedrohung durch Russland. Der stellvertretende NATO-Oberbefehlshaber in Europa John Stringer forderte die EU auf, verstärkt auf kostengünstige Waffensysteme wie Drohnen und Abfangsysteme zu setzen und die Abhängigkeit von teuren Plattformen mit langen Produktionszyklen zu reduzieren.
Das Magazin Foreign Affairs berichtete, dass die europäischen Länder seit Beginn der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ihre Sicherheitsstrategie überdenken und ihre Aufrüstung beschleunigen sowie Rüstungsausgaben steigern. Als einen der Haupttreiber dieser Entwicklung nennt das Magazin Deutschland.
Russland weist seinerseits die Vorwürfe, einen Angriff auf Europa oder die NATO zu planen, wiederholt zurück. Präsident Wladimir Putin bezeichnete Behauptungen über eine angebliche Vorbereitung Russlands auf einen „großen Krieg“ mit dem Westen als „Unsinn und Lügen“ und sprach von einer „Hysterie“ in den europäischen Hauptstädten. Der russische Außenminister Sergei Lawrow erklärte, Moskau habe „nicht die Absicht“, Krieg gegen Europa zu führen.
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