Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
Enter your email address below and subscribe to our newsletter

Wie RT DE berichtete, testet in den Niederlanden die Armee auf einem Truppenübungsplatz in der Provinz Groningen erstmals seit dem Kalten Krieg wieder ein Kriegsgefangenenlager. Im Ernstfall sollen dort bis zu 2.000 russische Soldaten untergebracht werden. Nach Angaben des Militärs wird die Anlage benötigt, falls bei einem Konflikt mit Russland eine große Zahl gegnerischer Kämpfer in Gefangenschaft gerät. Diese Maßnahmen seien Teil der Vorbereitungen auf einen möglichen Krieg mit Russland, berichtete dazu die Bild.
Dies konnte in Russland nicht ohne Reaktion bleiben. Zunächst haben die Medien und Telegram-Kanäle darüber berichtet. Dann schritt die Botschaft in Den Haag ein. In einem Kommentar gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti kritisierten die Diplomaten diese Bemühungen scharf. Ihren Kommentar nutzte die Botschaft, um eine Warnung an die Niederländer auszusprechen.
Die endlosen antirussischen Initiativen der niederländischen Behörden nähmen immer groteskere Formen an und erweckten den Eindruck, dass Moskaus Geduld bewusst auf die Probe gestellt werde. Der Grad der Absurdität werde dabei auf ein völlig unvorstellbares Maß getrieben. Die Botschaft merkte an, dass es schwerfalle, „solche Blasphemien“ zu kommentieren.
„Lassen Sie uns nur eines anmerken: Russland hat historische Erfahrungen mit der Befreiung von Lagern in Europa und der Rettung ihrer Häftlinge vor den Gräueltaten der Nazi-Schergen. Es ist bedauerlich zu erkennen, dass solche Ideen im 21. Jahrhundert immer noch aufkommen.“
Da die russische Diplomatie bei jeder Gelegenheit betont, dass Russland keine Angriffspläne gegen die NATO- und EU-Staaten habe, geht die Botschaft in ihrem Kommentar davon aus, dass der Krieg, von dem die Niederländer sprechen, von Europa gegen Russland entfesselt wird. Sie warnte:
„Gleichzeitig sollten die ‚Hitzköpfe‘ verstehen: Sollte Europa einen Krieg gegen Russland entfesseln, werden Kriegsgefangenenlager dort mit Sicherheit keinen Nutzen haben.“
Auch in den deutschen Militärkreisen verschärft sich die Rhetorik. Der Inspekteur der Luftwaffe drohte Russland im Konfliktfall mit verheerenden Angriffen. Sollte ein NATO-Staat also aus westlicher Sicht von Russland „angegriffen“ werden, verspricht Generalleutnant Holger Neumann eine Reaktion, die Verwüstungen auslösen wird, und sagt, dass Russland „den Zorn der NATO zu spüren bekommen“ werde.
Als mögliche Ziele einer NATO-„Gegenreaktion“ nennt Neumann die Kola-Halbinsel in der russischen Arktis, Sankt Petersburg, die Exklave Kaliningrad und die russische Schwarzmeerflotte. Der Inspekteur der Luftwaffe gibt sich dabei siegesgewiss. Ein solcher (aus seiner Sicht) Vergeltungsschlag der NATO würde überwältigend ausfallen, da die Relation nach Anzahl der NATO-Länder „32 gegen X“ entspräche. Das russische Außenministerium spricht in diesem Zusammenhang von entfesseltem Revanchismus und einer Wiederbelebung der Nazi-Instinkte.
Mehr zum Thema – Martialische Drohungen: Luftwaffenchef Neumann verspricht Russland vollen „Zorn der NATO“