Wertvollstes Unternehmen: Börsengang macht Chiphersteller CXMT zur Nummer eins in China

Der größte Börsengang Asiens 2026 sorgt für Rekorde: CXMT sammelt Milliarden ein und steigt auf Anhieb zum wertvollsten chinesischen Unternehmen auf. Doch es gibt auch warnende Stimmen

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Der größte Börsengang Asiens 2026 sorgt für Rekorde: CXMT sammelt Milliarden ein und steigt auf Anhieb zum wertvollsten chinesischen Unternehmen auf. Doch es gibt auch warnende Stimmen

Der chinesische Chiphersteller CXMT ist mit seinem Börsengang zum wertvollsten Unternehmen des Landes aufgestiegen. Die Aktie legte zum Handelsbeginn am Montag um mehr als 500 Prozent zu. Die Marktkapitalisierung des Konzerns stieg so auf 3,65 Billionen Yuan (472,6 Mrd. Euro). CXMT löste damit die Großbank ICBC als wertvollstes Unternehmen in Festlandchina ab.

CXMT nahm mit dem Börsengang umgerechnet mehr als 7,5 Mrd. Euro ein. Es ist der größte Börsengang in Asien in diesem Jahr.

Das fulminante Debüt sorgte für einen enormen Handel. Allein im Vormittagshandel wurden CXMT-Aktien im Wert von 122 Milliarden Yuan umgesetzt. Der starke Kursanstieg könnte durch den geringen Anteil frei handelbarer Aktien von nur 6,73 Prozent verstärkt worden sein. Lokalen Medienberichten zufolge war es das erste Mal, dass eine einzelne Aktie an einem Tag einen Handelsumsatz von mehr als 100 Mrd. Yuan erzielte. Die Rallye weckte jedoch auch Sorgen über eine Blasenbildung. 

„Die Aktie ist zu teuer und riecht nach Spekulation“, sagte der Hedgefonds-Manager Yuan Yuwei von Trinity Synergy Investments. Ein anderer Fondsmanager, der die Aktie im Börsengang erworben hatte, verkaufte nach eigenen Angaben sofort wieder seine gesamten Anteile: „Bei einem solchen Preis wage ich es nicht, die Aktie zu halten oder zu kaufen“, sagte Wu Zhou von Shenzhen Deyuan Investment.

Der Erfolg von CXMT gilt als Gradmesser für die hohe Bedeutung, die Investoren der chinesischen Halbleiter-Industrie beimessen. Angesichts der US-Sanktionen und des globalen Technologiewettlaufs ist der Konzern zu einem Eckpfeiler der chinesischen Bemühungen geworden, die eigene Branche zu stärken und den Rückstand in strategischen Sektoren wie der Künstlichen Intelligenz (KI) aufzuholen.

Preise für Speicherchips steigen

ChangXin Memory Technologies (CXMT) ist mit einem Marktanteil von rund acht Prozent der weltweit viertgrößte Hersteller von DRAM-Speicherchips, die vor allem in Computern verbaut werden. Im Zuge des KI-Booms haben sich viele Hersteller auf Hochleistungschips konzentriert. Bei einfacheren Halbleitern kommt es deshalb zu Engpässen, die Preise sind deutlich gestiegen.

„Der Speichermarkt bleibt eng“, sagte Analystin Ellie Wong vom Marktforscher Trendforce. „Es wird erwartet, dass die Preise bis Ende 2027 weiter steigen.“ Viele Kunden versuchen, ihre Lieferanten zu diversifizieren, was CXMT zugutekommen dürfte. Das Unternehmen selbst rechnet für das erste Halbjahr damit, dass sich der Umsatz auf 110 bis 120 Mrd. Yuan mehr als versiebenfachen wird. Der Überschuss soll zwischen 66 und 75 Mrd. Yuan liegen, nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum.

Davon profitieren etwa die südkoreanischen Platzhirsche Samsung Electronics und SK Hynix sowie der US-Konzern Micron – denen CXMT nun Konkurrenz machen will. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass der technologische Abstand zu Weltmarktführern wie Micron die Marktanteile von CXMT begrenzen könnte – insbesondere bei Speicherchips für KI-Systeme. Die chinesische Regierung setzt zudem zunehmend auf heimische Hardware, um ihre Position im Technologie-Wettlauf mit den USA zu stärken.

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