Börsendebüt: Aktie von chinesischem Chipgiganten legt um 466 Prozent zu

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Chinas größter Hersteller von Speicherchips, ChangXin Memory Technologies (CXMT), wurde zur wertvollsten an der Börse gehandelten Firma des chinesischen Festlands, nachdem die Aktien beim Börsenstart auf mehr als das Fünffache des Anfangswerts stiegen.

Das Unternehmen hat am Montag in Asiens größtem Börsengang des Jahres 57,9 Milliarden Yuan (7,55 Milliarden Euro) eingenommen. Seine Aktien stiegen im Handel in Schanghai um 466 Prozent, wodurch es eine Marktkapitalisierung von etwa 3,3 Billionen Yuan erreichte.

CXMT, 2016 gegründet, wurde Chinas führender Hersteller von dynamischen RAM (DRAM)-Chips, die in Smartphones, Computern, Servern, KI-Systemen und militärischer Ausrüstung genutzt werden. Das Unternehmen steht nun für ungefähr acht Prozent des weltweiten Marktes für DRAMs, wodurch es nach Samsung Electronics, SK Hynix und Micron der viertgrößte Hersteller ist.

Die USA haben jahrelang versucht, Chinas Halbleiterindustrie auszubremsen. Seit 2022 hat Washington umfassende Exportbeschränkungen für fortgeschrittene Chipproduktionsmaschinen und -technologie verhängt und sie Anfang 2024 noch erweitert, um Chinas Fähigkeit zu treffen, Spitzenhalbleiter zu produzieren. Diese Beschränkugnen sollten Chinas Zugang zu den Werkzeugen begrenzen, die nötig sind, um die fortgeschrittensten Chips zu produzieren, die bei KIs und im Militärbereich verwendet werden.

Dadurch blieben die Produkte von CXMT etwa eine Generation hinter den führenden Herstellern der Industrie, berichtete die South China Morning Post. Doch auch so konnte die Firma die Produktion weiter ausweiten, da die Nachfrage nach Speicherchips, angetrieben von KIs, in die Höhe schoss.

Nach dem Prospekt des Unternehmens zum Börsengang, den China Daily zitiert, plant CXMT, die Erlöse aus dem Börsengang zur Erweiterung der Produktionskapazitäten einzusetzen, um seine DRAM-Technologie zu erneuern und um Forschung und Entwicklung zu finanzieren.

Halbleiter wurden zur Hauptfront im Rennen zwischen den USA und China um technologische Führung. Während US-Vertreter sagen, Exportkontrollen seien nötig, um die Führung der USA bei fortgeschrittenen Chips zu bewahren, hat China seine Investitionen in heimisches Chip-Design, Herstellung und Forschung beschleunigt.

Dieser Börsengang folgt auf eine Serie von Fortschritten in Chinas Technologiesektor. Im Juni beanspruchte abermals ein ein China gebauter Supercomputer den Spitzenplatz in der Rangliste der weltweit 500 Besten, während heimische Firmen weiter ihre KI-Prozessoren, die Maschinen zur Herstellung von Halbleitern und andere Spitzentechnologien im Computerbereich trotz der US-Beschränkungen ausgebaut haben.

Peking strebt danach, bei der Gestaltung der weltweiten technologischen Landschaft eine größere Rolle zu spielen. Anfang des Monats errichteten neben China und Russland 27 weitere Länder die Weltorganisation zur Zusammenarbeit bei Künstlicher Intelligenz (WAICO), eine in Shanghai ansässige Organisation, die weltweite Regulierungen für Künstliche Intelligenz fördern soll, um die Technologie sicher, gerecht und für die ganze Menschheit vorteilhaft zu machen.

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