Neues aus dem Clownsland: Thorsten „Sancho Pansa“ Frei, der letzte Merz-Getreue

Ein Kanzler, der es nicht kann, braucht einen Gehilfen an seiner Seite, der es auch nicht drauf hat. Dachte sich wohl Friedrich Merz und machte Thorsten Frei, das dampfplaudernde politische Leichtgewicht aus Baden-Württemberg, zu seinem Kanzleramtsminister. Dort bildeten die beiden eine Doppelspitze der Unfähigkeit. Und weil Friedrich Merz gerne Leute um sich hat, die ihm […]

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Ein Kanzler, der es nicht kann, braucht einen Gehilfen an seiner Seite, der es auch nicht drauf hat. Dachte sich wohl Friedrich Merz und machte Thorsten Frei, das dampfplaudernde politische Leichtgewicht aus Baden-Württemberg, zu seinem Kanzleramtsminister. Dort bildeten die beiden eine Doppelspitze der Unfähigkeit. Und weil Friedrich Merz gerne Leute um sich hat, die ihm nicht widersprechen und ihn auch nicht mit besseren Leistungen und Ideen in Verlegenheit bringen, darf Thorsten Frei ab jetzt zeigen, dass er den Fraktionsvorsitz auch nicht kann.

Dorthin hat Friedrich Merz ihn transferiert, nachdem der bisherige Fraktionsvorsitzende Jens Spahn über seine Babykauf-Affäre gestolpert war und zurücktreten musste. Der Skandal-Jens mit seinem unbändigen Ehrgeiz, der vorher schon alle möglichen Schweinereien – Luxusvilla, Maskendeals – überstanden hatte, war dem Kanzler der zweiten Wahl immer etwas unheimlich. Bei dem konnte er nie so genau wissen, was er wieder im Schilde führt, um ihn womöglich abzusägen und selbst Chef aller Schwarzen zu werden.

Bei Thorsten Frei muss Merz solche Sorgen nicht haben. Der tut nichts, der will nur seinem Herrchen gefallen. Das war schon so, als er noch Erster Parlamentarischer Geschäftsführer unter dem Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz war. Das ist auch so geblieben, als er seinem Herrn und Meister ins Kanzleramt folgen durfte.

Auf Thorsten Frei war Verlass, wenn es darum ging, auch noch die größten Pannen und Fehlleistungen schönzureden und so lange mit vielen Worten nichts zu sagen, auszuweichen und um den Brei herumzuschleichen, bis keiner mehr Lust hatte, noch Fragen zu stellen.

Seine eigentliche Aufgabe, das komplizierte Räderwerk der Macht aus Kanzler, Ministern und Fraktion, Sozis und Schwarz-„Grünen“, Hauptstadt-Platzhirschen und Provinzfürsten, Funktionären, Basis und Mandatsträgern aller Ebenen zu überblicken, hat er zwar nicht so richtig hinbekommen, das war eine Nummer zu groß für ihn. Dafür war er sich nie zu schade, die Ohrfeigen einzustecken, die eigentlich für seinen Chef gedacht waren.

Thorsten Frei gilt als „nett“. Im Haifischbecken der Hauptstadtpolitik ist das schon fast ein vernichtendes Verdikt. Dass Thorsten Frei seinen neuen Job als Fraktionschef besser machen wird als den vorherigen als Kanzleramtsminister, glaubt im Grunde niemand so recht, auch wenn die Unions-Abgeordneten ihn nach dem Zwergenaufstand der letzten Tage dann doch mit großer Mehrheit zu ihrem Vorsitzenden gewählt haben.

Die Sommerruhe wird nicht lange halten. Merz erwartet von Frei vor allem eines: Die Fraktion auf Linie bringen, damit sie folgsam alles durchwinkt, was die Sozis von ihm verlangen, um weiter den Kanzler geben zu können.

Aber die Abgeordneten von CDU und CSU sind nervös, sie fürchten um ihre Mandate, wenn der Chaos-Kanzler weiter so dilettantisch herumfuhrwerkt. Posten und Mandate sind die einzigen politischen Inhalte, die ihnen wirklich etwas bedeuten; mit ein paar flachen Sprüchen wird Thorsten Frei die von Verlustängsten geschüttelten Kollegen auf Dauer nicht ruhigstellen können.

Vielleicht aber dauert die Vorstellung auch gar nicht mehr so lange. Dass es für Fritz vorbei ist, pfeifen sie Spatzen von den Dächern. Der Kanzler von der traurigen Gestalt ist der einzige, der es nicht wahrhaben will. Er kämpft weiter gegen Windmühlen, während er in den Sonnenuntergang reitet. Und Thorsten Frei weicht als getreuer Sancho Pansa dabei nicht von seiner Seite.

Beitrag: Neues aus dem Clownsland: Thorsten „Sancho Pansa“ Frei, der letzte Merz-Getreue
Quelle: Deutschland-Kurier.

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