Larry und Pepe entlarven Bessents absurdeste Behauptung – Trump spricht von „totaler Kontrolle“, Iran sagt NEIN

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Am 12. August 2026 sendete der Independent-Media-Kanal Transition Protocol eine ausführliche Analyse der aktuellen geopolitischen Lage. Der Moderator (Mr. Z) begrüßte die beiden Stammgäste Pepe Escobar (international bekannter Geopolitik-Reporter) und Larry Johnson (erfahrener Militäranalyst). Das Gespräch drehte sich um Donald Trumps Behauptung der „totalen Kontrolle“ über die Straße von Hormus, Scott Bessents umstrittene Aussagen, den sogenannten „Mecca Deal“ zwischen der Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien sowie die Frage, ob und wie eine Deeskalation mit dem Iran möglich ist. Die Teilnehmer analysierten die wirtschaftlichen, militärischen und diplomatischen Realitäten jenseits der westlichen Mediennarrative.

Die Straße von Hormus, Bessents „dümmste Behauptung“ und Trumps Realitätsverlust

Larry Johnson eröffnete die Runde mit einer klaren Feststellung: Trotz drohender Rhetorik von Donald Trump und anhaltender Desinformation aus seiner Administration – insbesondere von Finanzminister Scott Bessent – sei der Krieg mit dem Iran vorerst auf Eis gelegt. Trump sei offenbar der Überzeugung, die iranische Wirtschaft sei so prekär, dass anhaltender Druck zum Zusammenbruch führen werde.

Genau an diesem Punkt attackierte Johnson Bessent scharf. Der Finanzminister habe eine der „bemerkenswert dummsten Aussagen“ eines US-Finanzministers gemacht, als er behauptete, Irans Kontrolle über die Straße von Hormus sei nur von kurzer Dauer. Man werde alternative Pipelines bauen und damit Irans Einfluss beenden. Johnson konterte: „Dude, weißt du nicht, dass 25 Prozent der weltweiten Versorgung mit Flüssigerdgas (LNG) aus dem Persischen Golf kommen? Das ist abgeschnitten. Zwischen 30 und 40 Prozent des weltweiten Heliums – entscheidend für Computerchips und Festplatten – stammen von dort. Harnstoff und Schwefel, kritische Bestandteile von Düngemitteln und zahlreichen Industrieprozessen, machen 30 bis 35 Prozent der globalen Versorgung aus. Keines dieser vier Güter lässt sich durch eine Pipeline transportieren.“

Selbst wenn Öl über Alternativrouten abfließen sollte, bleibe die Straße von Hormus unter voller iranischer Kontrolle. Iran halte damit weiterhin entscheidende Trumpfkarten. Die Vorstellung, Iran sei isoliert und blockiert, sei lächerlich. Russland, China und Pakistan seien inzwischen volle Handelspartner; die Nordroute über das Kaspische Meer, die Ost-West-Verbindung über die alte und neue Seidenstraße sowie die Routen über pakistanische Häfen seien offen.

Später las Johnson einen aktuellen Truth-Social-Post von Donald Trump vor, der etwa vier Stunden zuvor erschienen war: „Die USA haben die totale Kontrolle über die Straße von Hormus. Ich denke, wir behalten sie. Unsere Seeblockade wird von allen als ‚Mauer aus Stahl‘ bezeichnet, und Iran kann nichts dagegen tun. Sie haben keine Marine, keine Luftwaffe. Ihre verbliebenen Soldaten sind unbezahlt. Die IRGC ist dezimiert und flieht. Die Führung ist bestenfalls unsicher. Sie haben kein Geld. Ihr Land ist am Ende. Alles, was sie haben, ist Fake News und 300 Prozent Inflation, die immer schlimmer wird. Iran ist nur Gerede und keine Taten. Der Tyrann des Nahen Ostens ist nicht mehr. Praise be to Allah, President Donald J. Trump.“

Johnson nannte den Post unverblümt die Worte eines „Horses Ass“ und fragte: Ist die Straße von Hormus nun blockiert oder offen? Wenn sie geschlossen sei, sei das die Schuld der USA, nicht Irans. Trump und Bessent reduzierten alles auf Öl – ein fataler Irrtum. Die realen Engpässe bei LNG, Helium, Harnstoff und Schwefel hätten bereits erhebliche negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Die globale Rezession sei bereits im Gange; die offiziellen Statistiken hinkten nur hinterher. Als Nächstes drohe eine globale Depression. Die strategischen Ölreserven (SPR) seien bereits nahezu erschöpft. Trumps Handlungen verschärften die Krise nur.

Johnson wies zudem auf akute globale Knappheiten bei Kerosin, Jet-Fuel und Diesel hin – etwa 20 Prozent der Versorgung seien seit drei bis vier Monaten ausgefallen. In Asien, Afrika und zunehmend Südamerika stiegen die Preise. Die Düngemittelknappheit treffe die bevorstehende Aussaat auf der Südhalbkugel. Hinzu komme, dass Öl- und LNG-Terminals sowie Lagerhäuser für Ersatzteile beschädigt worden seien. Wartungsteams hätten die Region aus Sicherheitsgründen verlassen. Selbst bei einer Wiedereröffnung sei eine rasche Reparatur zweifelhaft. Die Verhandlungen seien nur ein Nebenschauplatz – die eigentliche Gefahr sei die heraufziehende wirtschaftliche Katastrophe.

Der Mecca Deal – Photo-Op oder strategische Abschreckung?

Johnson bezeichnete das Abkommen zwischen der Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien ironisch als „Middle East Treaty Organization“ (METO) – oder „MeToo“. Auf dem Papier bringe die Türkei das größte konventionelle Militär der Region, Pakistan die Nuklearmacht und Saudi-Arabien das Scheckbuch. Die Unterzeichnung in Mekka statt in Riad sei bewusst gewählt worden, um den muslimischen Charakter zu betonen. Das Motto „Ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle“ habe sich jedoch bereits als hohl erwiesen: Wiederholte Angriffe der Ansar Allah (Huthis) auf Saudi-Arabien seien von der Türkei und Pakistan mit absolutem Schweigen beantwortet worden.

Hakan Fidan, der türkische Außenminister, habe klar gestellt, dass Iran nicht das Ziel sei. Eine mögliche Stoßrichtung gegen Israel bleibe spekulativ. Gleichzeitig drohe die Türkei Russland wegen der Sperrung ukrainischer Schwarzmeerhäfen – ein Verhalten, das Russland mit dem Hinweis quittiere, die Türkei habe zuvor zu Angriffen auf russische Schiffe geschwiegen. Johnson bezweifelte, dass Pakistan und Saudi-Arabien der Türkei in einen Konflikt mit Russland folgen würden.

Pepe Escobar, der gerade eine Sonnenfinsternis in der Nähe seines Hauses in der französischen Provinz beobachtet hatte, setzte das Ganze in kosmische Perspektive: Die menschliche Relevanz sei im Vergleich zu solchen Ereignissen infinitesimal. Den Mecca Deal nannte er eine reine „Photo-Op“, eine Spiegelbild-Realität à la Alice hinter den Spiegeln. Die drei Führer seien Nebenakteure in einem viel größeren Stück. Die Umma stehe hinter einem solchen Pakt nur, wenn es um Gaza und Palästina gehe – nicht hinter einem „NATO-ähnlichen sunnitischen Deal“.

Weder die Türkei noch Pakistan würden ihre strategischen Interessen (NATO-Anbindung bzw. nukleare Glaubwürdigkeit und Vermittlerrolle) für Saudi-Arabien opfern, sollte Riad erneut gegen den Jemen vorgehen. Escobar sah eher eine Warnung an eine mögliche „Empire of Chaos / Death Cult“-Allianz (Israel und Verbündete), die die Türkei als nächstes Ziel aushaue. Gegen Iran richte sich der Deal definitiv nicht – Ankara habe vor der Unterzeichnung mit Teheran gesprochen. Pakistans Ambiguität sei geopolitisch interessant: Man könne den Deal als Ausweitung des pakistanischen Nuklearschirms auf die Türkei und Saudi-Arabien interpretieren. Das Fine Print kenne jedoch niemand. Escobar nannte das Ganze „theatrical deterrence“.

Er erinnerte an das historische Great Game und diagnostizierte ein neues: die angloamerikanische Elite gegen die drei Zivilisationsstaaten Iran, Russland und China gleichzeitig. Zurück zur Straße von Hormus: Mohsen Rezaei – inzwischen Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats und persönlicher Vertreter des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei – habe in einem Interview vor seiner Ernennung klargestellt: Die Straße bleibe geschlossen, solange die Amerikaner keine Verhaltensänderung zeigten und die fünf Punkte des MOU nicht umsetzten. Escobar zitierte Rezaei ausführlich: Die Iraner handelten verantwortungsvoller als die USA und wollten die Sicherheit des Welthandels gewährleisten. Solange die USA Unsicherheit schüfen, bleibe die Meerenge geschlossen.

Für Escobar gibt es keinen Off-Ramp. Eine Erfüllung der iranischen Forderungen (Rückgabe eingefrorener Gelder, Aufhebung jahrzehntealter Sanktionen) sei politisch, geopolitisch und imperial für jede US-Administration unmöglich. Es drohe ein weiterer Forever War.

Die pakistanische Perspektive und die Frage der Hoffnung

Mr. Z brachte eine andere Perspektive ein, die auf Quellen aus Islamabad, dem Büro des iranischen Obersten Führers und Kontakten der pakistanischen Führung zu Saudi-Arabien und der Türkei basierte. Mohsen Rezaeis Aufstieg werde in Pakistan als großer Pluspunkt für die iranisch-pakistanischen Beziehungen gesehen. Der einflussreiche pakistanische Politiker Mohsin Naqvi (eng mit dem Militärchef Asim Munir verwandt und mit dem führenden schiitischen Kleriker Allama Naqvi verbunden) habe Rezaei sofort besucht. Eine iranische Delegation unter Führung von Ali Larijani (dem zweitwichtigsten Mann nach Rezaei) stehe bevor.

Laut Mr. Z werde der Fortschritt zwischen Iran, Pakistan und den USA absichtlich niedrig gehalten, weil die „globale zionistische Lobby“ (von den Teilnehmern als „Death Cult“ bezeichnet) aktiv versuche, jede Annäherung zu torpedieren. JD Vances Büro sei tief involviert. Noch in der kommenden Woche könne es eine Ankündigung geben, gefolgt von indirekten Gesprächen mit Pakistan als Vermittler und Katar als Unterstützer. Iran wolle keinen schnellen Deal, sondern einen dauerhaften Frieden und sei bereit, so lange wie nötig auszuharren. Die Häfen und Landrouten (Gwadar, überland, Balutschistan) seien offen; China stehe voll hinter Iran. Der Mecca Deal sei tiefer und die strategische Ambiguität realer, als es von außen erscheine. Mr. Z zeigte sich hoffnungsvoller: Eine Einigung könne in den kommenden Tagen kommen.

Pepe Escobar und Larry Johnson blieben skeptisch. Escobar betonte, dass alles, was Rezaei sage, den Stempel des Obersten Führers trage. Rezaei sei inzwischen der zweitmächtigste Mann Irans. Selbst die besten pakistanischen Vermittler (unterstützt von Katar, Oman, möglicherweise der Türkei und China im Hintergrund) könnten die Amerikaner nicht zu einer Verhaltensänderung bewegen. Trump sei „completely removed from reality“. Die disorganisierte Trump-Administration mit einem inkompetenten „Secretary of Forever Wars“ werde die iranischen Imperative nicht erfüllen. Die iranischen Positionen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus seien keine Verhandlungsvorschläge, sondern feste Imperative.

Johnson unterstrich: Solange Trump die Fäden in der Hand halte und an die Mär von der iranischen Wirtschaftskollaps glaube, sei kein Deal in Sicht. Die Handelswege mit Pakistan, China und Russland seien weit offen – Iran sei nicht mehr isoliert wie vor zehn Jahren. Der Fokus müsse auf dem liegen, was tatsächlich zwischen Pakistan und den USA besprochen werde. Derzeit scheine Trump – nicht Vance – die Entscheidungen zu treffen.

Fazit der Runde

Das Trio zog ein wenig optimistisches Fazit. Die wirtschaftlichen Folgen der fortgesetzten Störung der Straße von Hormus – Knappheiten bei Energie, Düngemitteln und kritischen Rohstoffen – drohten eine globale Katastrophe. Während hinter den Kulissen möglicherweise Gespräche liefen, blieben die strukturellen Hindernisse enorm. Mr. Z kündigte an, bei neuen Entwicklungen sofort zu berichten; ansonsten stehe das reguläre Programm (Larry am Dienstag, Pepe am Mittwoch, alle drei gemeinsam) an.

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