Nach der Veröffentlichung geheimer Nuklearpläne des Pentagons droht Trump ein Amtsenthebungsverfahren. Joe Kent bei Tucker über die nächsten Schritte

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Tucker Carlson hat am 28. August 2026 Joe Kent interviewt. Kent war Direktor des National Counterterrorism Center und verließ die Trump-Regierung nach eigenen Angaben wegen des Iran-Kriegs. Das Video trägt den Titel Impeachment Looms Over Trump After the Pentagon’s Leaked Nuclear Plans. Joe Kent on What Comes Next. Carlson spricht zuerst allein, danach folgt das Gespräch.

Carlson: Hinweise auf eine sinkende Nuklearschwelle

Carlson beginnt mit der These, das menschliche Gehirn wehre Katastrophen ab. Zeugen eines Schusses hielten ihn oft für Feuerwerk, einen Hausbrand zuerst für verbrannten Toast. Atomkrieg sei deshalb für die meisten Amerikaner unvorstellbar. Gleichzeitig, so Carlson, häuften sich Anzeichen, dass Regierungen ihn wieder als Option behandelten.

Als Belege nennt er:

  • Russland habe seine Nukleardoktrin überarbeitet.
  • Die Vereinigten Staaten überarbeiteten derzeit die eigene.
  • Israel habe über Jahrzehnte den offensiven Einsatz von Atomwaffen angedroht.
  • Die USA und Israel hätten keine No-First-Use-Politik.
  • Seit 1945 hätten Atomwaffen einen Weltkrieg verhindert, weil niemand ihn gewinnen könne. Das ändere sich, wenn Staaten Kernwaffen wie Artillerie oder Raketen zu denken begännen.

Laut Carlson ist in den vergangenen zwei Wochen im Pentagon über taktische Atomwaffen gegen den Iran gesprochen worden, unter anderem gegen Ziele wie Kharg Island und Pickaxe Mountain. Es habe dazu Folien gegeben. Er bezeichnet das als bestätigt. Marjorie Taylor Greene hatte zuvor öffentlich behauptet, in Strategierunden werde ein Nukleareinsatz gegen den Iran erörtert. Weißes Haus und Pentagon haben das nicht öffentlich bestätigt. Unabhängig davon hat Elbridge Colby, Unterstaatssekretär für Verteidigungspolitik, eine Doktrinrevision angekündigt, die dem Präsidenten «glaubwürdige, rationale Nuklearoptionen» geben soll. Die USA behalten den Ersteinsatz unter bestimmten Umständen bereits vor.

Carlson sagt, wer den freiwilligen, offensiven Einsatz von Atomwaffen vorschlage, gefährde das Leben auf dem Planeten und gehöre aus jeder Entscheidungsfunktion entfernt. In den betreffenden Sitzungen sei das nicht geschehen. Der US-Präsident habe wiederholt die «totale Zerstörung» Irans und seiner Zivilisation angedroht. Eine solche Zerstörung sei konventionell nicht möglich. Das Weiße Haus würde bestreiten, dass Trump Atomwaffen vorgeschlagen habe. Carlson hält das für unzutreffend.

Russland, Ukraine und der Flug nach Moskau

Carlson beschreibt den Krieg gegen Russland als beschleunigt, obwohl er in US-Medien wenig vorkomme. NATO-Staaten, die USA und westeuropäische Mächte träfen Ziele tief in Russland, darunter Energieanlagen, Strände, eine Schule und mehrfach den Kreml mit Drohnen. Die russische Wirtschaft sei nicht zerstört, aber geschädigt. Zivilisten kämen ums Leben.

Vor den Dumawahlen am 20. September wachse in Russland der Druck auf die Führung, gegen Angriffe vorzugehen, die Carlson nicht der Ukraine allein zuschreibt, sondern deren Geldgebern und Zielzuweisungen, darunter der CIA. Putin sei kein unumschränkter Diktator und reagiere auf Machtzentren und öffentliche Meinung.

Westliche Entscheider, so Carlson, wollten Russland zu einer radikalen Antwort provozieren – etwa gegen Kiew, Polen oder Westeuropa –, um daraus einen offenen Krieg zu machen, den sie zu gewinnen glaubten. Er verweist auf Napoleon 1812 und Hitlers Unternehmen Barbarossa als gescheiterte Versuche, Russland mit Gewalt zu kontrollieren.

Aus einem Gespräch mit dem russischen Politiker Leonid Sluzki zeigt Carlson einen Ausschnitt. Sluzki sagt darin, Russland plane keinen Nukleareinsatz, solange der Westen der Ukraine keine taktischen Atomwaffen liefere. Geschähe das, müsse Moskau «asymmetrische Schritte» prüfen. Carlson nennt die Lieferung von Atomwaffen an die Ukraine die Ursprungslogik des Krieges: Russland habe keine fremden Kernwaffen an seiner Westgrenze gewollt. Die Drohung einer NATO-Mitgliedschaft der Ukraine unter Biden und früheren Regierungen, einschließlich Bush, habe den Einmarsch ausgelöst. Hunderttausende Tote und die Entvölkerung der Ukraine seien die Folge gewesen.

Zwei Punkte hält Carlson fest:

Erstens führe die USA den Krieg gegen Russland. Es gehe nicht um die Befreiung der Ukraine. Washington habe 2014 einen Umsturz unterstützt, um die Regierung zu kontrollieren. Ziel sei, Russland und die Ukraine zu trennen. Er zitiert Zbigniew Brzeziński: Zusammen bildeten beide eine Supermacht. CIA-Direktor John Ratcliffe sei Tage zuvor in einem US-Militärflugzeug nach Moskau geflogen und habe Kiew zuvor angewiesen, Offensiven für die Dauer des Besuchs einzustellen. Wer kämpfen stoppen könne, führe den Krieg.

Zweitens würden Staaten gefährlicher, wenn sie schwächer würden. Starke Mächte wollten den Status quo. Die Pentagon-Gespräche über Atomwaffen gegen den nicht nuklear bewaffneten Iran erklärt Carlson damit, dass die USA den Persischen Golf konventionell nicht mehr beherrschten. Die Marine könne die Straße von Hormus nicht öffnen. Ein Abzug bei iranischer Kontrolle der Meerenge käme einem verlorenen Krieg gleich, mit Folgen bis zum möglichen Verlust der Reservewährungsrolle des Dollars. Die Optionen seien Rückzug oder Beschleunigung in Richtung Nuklearkatastrophe. Ende August 2026 solle das öffentlich gesagt werden, damit Druck entstehen könne.

Kent: Regimewechsel und die Japan-Analogie

Carlson fragt Kent, ob die USA auf einen Ersteinsatz zuliefen. Kent antwortet, man müsse die vom Präsidenten gesetzten Parameter durchspielen. Trump habe totale Kapitulation und Regime Change verlangt, das später relativiert, implizit aber weiter den Zusammenbruch der iranischen Führung gefordert. Ende August sei das mit den verfügbaren militärischen Mitteln nicht eingetreten.

Sanktionen und die bisherige Luftkampagne reichten dafür nicht. Blieben zwei Wege: Bodentruppen oder eine Massenvernichtungswaffe. Eine Invasion hält Kent auch bei Mobilisierung wie 2003 und einer damaligen Koalition für ungeeignet: Iran sei zu groß, das Gelände zu schwer, der politische Wille fehle. Ein Sturz der Regierung würde eine Insurgency nach sich ziehen.

Richte man das Ziel enger auf die Unfähigkeit Irans, eine Atomwaffe zu bauen, und auf Pickaxe Mountain, liege die Versuchung eines begrenzten taktischen Schlags gegen ein militärisches Ziel nahe, nicht gegen eine Stadt. Je länger man rechne, desto näher komme man dem Japan-Szenario von 1945: keine Bereitschaft für eine Landung, daher die Bombe. Die Regierung suche einen Ausweg.

Unklare Kriegsziele

Carlson fragt, ob die Forderung nach bedingungsloser Kapitulation der Fehler gewesen sei. Kent sagt, Washington habe vor Kriegseintritt keine klare strategische Zielsetzung formuliert und die Messlatte danach mehrfach verschoben. Das Pentagon müsse mit militärischen Mitteln Lösungen für ein Ziel liefern, das der Präsident selbst wechsle: Regimefall, Öffnung von Hormus, «Iran darf nie die Bombe haben».

Den Druck dafür sieht Kent überwiegend bei Israel. Die israelische Führung wolle Regime-Enthauptung und sei mit dauerhafter Destabilisierung einverstanden; Amerikaner seien das nicht, weshalb man ihnen ein Ziel verkaufen müsse. Verhandlungen über das Nuklearprogramm hätten funktioniert. Deshalb sei der Krieg vor dem Zwölf-Tage-Krieg beschleunigt worden. Midnight Hammer habe die Anreicherungsdebatte beenden sollen. Der Iran sei an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Danach sei erneut totale Unterwerfung verlangt worden.

Ein Memorandum of Understanding nennt Kent als Beispiel für einen pragmatischen Moment: Trump habe gesagt, das Land stehe vor einem wirtschaftlichen Desaster, Hormus müsse wieder aufgehen. Interner Druck habe das unterlaufen. Marco Rubio sei in den Libanon geschickt worden und habe ein Seitengeschäft geschlossen, das das MoU ausgehebelt habe. Schiffe seien entgegen der Vereinbarung durch die Meerenge gelassen worden. Wegen dieser Unklarheit hält Kent einen Nukleareinsatz für ernst zu nehmen.

Amtsenthebung

Carlson erklärt, er sei gegen beide früheren Impeachment-Verfahren gewesen, halte Stabilität für wichtig und hasse Trump nicht persönlich. Jeder Präsident, der den Ersteinsatz von Atomwaffen aktiv in Betracht ziehe, müsse jedoch sofort aus dem Amt. Wer solches Reden von Untergebenen dulde, sei ungeeignet.

Kent stellt den Gegensatz dar: Trump sei impeachmentfähig gewesen, weil er Briefwahl in Zweifel zog und zu einem Protest aufrief. Die Drohung, eine Zivilisation zu vernichten, löse bei der Opposition kaum mehr als Randbemerkungen in Anhörungen aus, etwa zum Verbrauch von Abfangraketen. Das weise auf einen überparteilichen Konsens für Krieg hin, besonders gegen den Iran, und auf den Einfluss der israelischen Lobby. Beim Ukraine-Krieg habe es mehr Streit gegeben. Beim Iran-Krieg komme der meiste Widerstand von Republikanern oder früheren Republikanern, die sagten, das sei nicht der Wahlauftrag gewesen.

Carlson nennt es als Tatsache, nicht als Vermutung, dass der offensive Ersteinsatz in Pentagon-Sitzungen besprochen und in Folien festgehalten worden sei. Greene sei abgetan worden; innerhalb der Regierung wisse man, dass es stimme.

Kent sagt, er habe die Regierung verlassen, weil die Kultur verlange, dem Chef zu folgen. Wer das nicht könne, solle gehen. Es fehle an weiteren Rücktritten. Niemand sage dem Präsidenten, der beste Schritt sei jetzt der Abzug. Das Anreizsystem in Washington und die Art der Personalauswahl seien das strukturelle Problem. Jeder Staatschef, der den Ersteinsatz vorschlage, habe das Recht zu führen verwirkt.

Libanon und die US-Reaktion

Carlson hat Angaben, wonach die Regierung Netanyahu vor der Oktoberwahl im Libanon eskalieren könnte. Kent antwortet, die US-Reaktion auf israelische Schritte bestehe im günstigsten Fall aus öffentlicher Distanzierung, die kurz darauf mit der Formel vom Selbstverteidigungsrecht zurückgenommen werde. Die Beziehung habe sich nicht geändert. Israel erhalte Zugang zu sensitiven Fähigkeiten von Verteidigungsministerium und Geheimdiensten, im Rahmen des Verteidigungshaushalts weiterhin rund vier Milliarden Dollar Hilfe. Den Krieg hätten die USA auf israelischen Wunsch begonnen. Kent nennt Kosten von etwa 300 Milliarden Dollar und 18 gefallenen Amerikanern.

Israel könne im Libanon ohne amerikanische Reichhilfe handeln. Weil der Krieg für Washington schlecht laufe, habe der Iran die Unterstützung der Hisbollah aus dem Verdeckten ins Offene verlegt und ballistische Raketen auf Israel geschossen. Der Libanon sei Teil des MoU gewesen. Dessen erste Verletzung sei das Seitengeschäft gewesen, das Israel Offensiven dort erlaubte. Für Likud sei Libanon der einfachere Weg, den Konflikt wieder anzufachen, ohne Trump vor den Midterms so offen zu brüskieren wie durch Schläge im Iran.

Carlson folgert, die Zukunft der USA hänge an den Wahlchancen Likuds in einem Land mit neun Millionen Einwohnern. Kent sagt, das klinge übertrieben, entspreche aber dem Verlauf seit dem Kriegseintritt im Februar. Außenminister und Nationaler Sicherheitsberater Marco Rubio habe begründet, warum die USA eintraten: Israel habe vor einem Angriff gestanden, der Iran würde diesmal zurückschlagen. Israelische Aktionen hätten Verhandlungspartner getötet und eine härtere Führung in Teheran hinterlassen. Jeder Ausstiegsversuch werde durch Schritte im Libanon durchkreuzt. Trump gelte in Israel als letzter verlässlich pro-israelischer Präsident bis Januar 2029.

Einfluss auf Trump

Carlson fragt, warum Trump unter dem Einfluss derselben Akteure bleibe, die in den Iran-Krieg und zuvor in den Kurs gegen Russland gedrängt hätten. Der Krieg zerstöre Vermächtnis, Familie, Land und Partei. Trump äußere öffentlich Ärger.

Kent nennt das die Frage der Epoche. Trump sei 2016 und 2024 mit Kritik am Irakkrieg und am Ukraine-Krieg angetreten, dazu mit Migration und Handel. Kent habe ihn unterstützt, seit Trump in der Debatte gegen Jeb Bush den Irakkrieg angriff. Unklar bleibe, warum jemand mit diesem Instinkt in eine absehbare Falle gelaufen sei.

Als mögliche Faktoren nennt Kent: Ansprache des Egos; die Venezuela-Operation, die den Eindruck erzeugt habe, Führungen ließen sich rasch festsetzen oder töten; ein Zeitfenster, in dem der Krieg als einfach verkauft worden sei. Anfang 2025 sei Trump militärischen Iran-Optionen abgeneigt gewesen und habe auf Verhandlungen Steve Witkoffs gesetzt. Warum er umgeschwenkt sei, wisse Kent nicht. Zu prüfen seien auch Butler, Sicherheitsverletzungen und die Ermordung Charlie Kirks, der gegen den Iran-Krieg eingetreten sei. Kent verbindet das nicht zu einer nachgewiesenen Verschwörung, will die Faktoren aber nicht ausklammern.

Carlson sagt, Leute im Umfeld Trumps verwiesen auf Venezuela am 4. Januar und auf Mossad-Angaben, der Iran lasse sich ähnlich «lösen» wie Maduro: den Ajatollah töten. Nachdem Israel eine Verhandlungslösung untergraben habe, habe Trump den Vizepräsidenten mit Kritik vorgeschickt. Danach sei die Lage wieder wie in den ersten Kriegstagen. Eine Täuschung könne man jetzt nicht mehr anführen.

Kent sagt, Trump könnte den Abzug innenpolitisch als Sieg rahmen. Dass er es nicht tue, obwohl die Iraner derzeit keinen Vertrag im gewünschten Wortlaut unterschrieben, Hormus aber verhandelbar wäre, deute auf tiefer liegende Einflüsse als Ego oder schlechte Information.

Carlson sagt, er habe Trump vor Kriegsbeginn häufig gesprochen und keine Begeisterung, sondern Resignation gesehen. Wer Fragen nach dem Zustandekommen als Verschwörungstheorie abtue, halte er für unaufrichtig.

Kellogg und die Mobilisierung von Frauen

Carlson bezieht sich auf Keith Kellogg, früheren Ukraine-Beauftragten Trumps. Kellogg hat in Kiew gesagt, Frauen sollten mobilisiert werden, weil sie ebenso gut kämpften wie Männer. Die Werchowna Rada erklärte anschließend, eine Mobilisierung von Frauen finde nicht statt und sei nicht geplant. Frauen können freiwillig dienen; bestimmte Berufsgruppen müssen sich registrieren, ohne automatisch an die Front zu müssen.

Carlson nennt Kelloggs Aussage eine Aufforderung, ukrainische Frauen in den Krieg zu schicken. Kent hält Auftritte US-amerikanischer Amtsträger und Ex-Amtsträger in Kiew für problematisch, soweit sie den Krieg verlängerten. Die Ukraine halte sich durch US-, britische und NATO-Unterstützung. Washington nutze ukrainische Soldaten als Proxy, um Russland zu schwächen. Zelenskyj sei nicht durch Wahlen im Amt bestätigt, habe einen Polizeistaat errichtet und die größte christliche Kirche verboten. Carlson spricht von gezielter Entvölkerung und geplanter Zuwanderung als Ersatz. Kent sagt, anders lasse sich die Kombination aus westlicher Finanzierung und russischem Kräfteüberhang nicht lesen. Ein begrenzter Atomschlag der USA oder Israels im Iran würde Putin eine neue Norm liefern.

Ratcliffes Moskaureise

Kent hält zwei Lesarten für möglich. Die günstige: Deeskalation, weniger Schläge auf Infrastruktur und Zivilisten, Pause bei Energiezielen wegen der Lage an Hormus. Die andere: Russland solle weitere Treffer hinnehmen und nicht außerhalb der Ukraine antworten, weil Washington sich im Iran Eskalationsspielraum offenhalten wolle.

Warum Moskau darauf hören sollte, sei unklar. Die Biden-Sanktionen und der SWIFT-Ausschluss hätten westliche Hebel verringert. Trump habe Frieden versprochen, Finanzierung und Geheimdiensthilfe für die Ukraine aber nicht beendet. Die Russen kennten die US-Rolle.

Carlson fragt, warum Trump den Ukraine-Krieg nicht beendet habe, obwohl er ihn Biden zuschrieb, die Annäherung Russlands an China fürchtete und eine rasche Lösung versprach. Kent antwortet, Trump habe CIA, Geheimdienstapparat und Rüstungsindustrie nicht unter Kontrolle gebracht. Waffenlieferungen seien ein Geschäft gewesen, das sich im Iran-Krieg räche. Nach Afghanistan habe die CIA in der Ukraine eine neue Mission gefunden. Trump habe Verhandlungen verlangt, die offensiven Fähigkeiten aber nicht abgestellt.

Dasselbe Muster kennt Kent aus Syrien – dort sei seine Frau gefallen – und aus Afghanistan: der Präsident wolle raus, der Apparat laufe weiter. Trump habe Vertrauten handschriftliche Zettel gegeben, weil er dem System nicht traute, den Ausstieg aber nicht Schritt für Schritt durchgesetzt. Putin habe gesehen, dass sich die Lage am Boden nicht ändere, und von «Männern in dunklen Anzügen» gesprochen. Ratcliffe sei zuvor Direktor der nationalen Nachrichtendienste gewesen, komme aber nicht aus dem operativen Geheimdienst. In der CIA gebe es nur zwei politische Beamte. Ohne Kenntnis der operativen Programme bleibe der Kurs bestehen. Aus Enttäuschung über Putin sei Trump europäischer und industrieller Kriegsfortsetzung gefolgt.

Ob die Kriege kurzfristig zu beenden sind

Kent hält beides bei entsprechender Führung für beeinflussbar. Trump könne Truppen und Blockade aus dem Nahen Osten abziehen, Israel spürbar weniger helfen und Teheran Sanktionserleichterungen gegen die Öffnung von Hormus anbieten. Das senke die Spannung, löse nicht alle diplomatischen Fragen.

Die Ukraine sei schwerer. Russland betrachte den Krieg als existenziell. Die USA könnten erklären, dass Donbass und Krim für sie nicht existenziell seien, ihre Unterstützung einstellen, NATO-Partner dazu bewegen und einen Waffenstillstand anbieten. Ob der Krieg ganz ende, sei unsicher. Ob die Gefahr einer Nukleareskalation sinke, hält Kent für möglich – sofern Trump das mit derselben Intensität betreibe wie andere Vorhaben.

Carlson schließt mit der Feststellung, Kent habe die Frage nach den Gründen für das Unterlassen als Erster öffentlich gestellt.

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