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Das Bundesfamilienministerium hat nach eigenen Angaben bereits die Grundlagen für einen möglichen „modernen Zivildienst“ vorbereitet, falls die Wehrpflicht in Deutschland reaktiviert werden sollte.
Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte, dass in den vergangenen Monaten 23 große Verbände und Organisationen abgefragt wurden, welche Kapazitäten sie für Wehrdienstverweigerer im Rahmen eines Wehrersatzdienstes anbieten könnten.
22 von 23 Verbänden erklärten demnach, ihre Infrastruktur und Einsatzstellen seien grundsätzlich bereit, „Wehrersatzdienstleistenden ein vielfältiges Angebot zu machen“.
Der Sprecher stellte klar: Solange die Wehrpflicht ausgesetzt ist, gibt es keinen Zivildienst. Dennoch müsse „für den Fall, dass die Wehrpflicht einmal nötig werden sollte, die Basis für einen modernen Zivildienst schon vorbereitet“ sein. Damit schafft die Regierung Vorsorge, ohne bereits eine politische Entscheidung über die Rückkehr von Wehr- oder Zivildienst getroffen zu haben.
Die näheren Pläne für einen möglichen neuen Zivildienst sollen erst nach der Sommerpause öffentlich vorgestellt werden. Hintergrund ist, dass die Wehrpflicht seit Juli 2011 ausgesetzt ist und seither weder Wehr- noch klassischer Zivildienst geleistet wird; stattdessen existiert etwa der Bundesfreiwilligendienst als freiwilliges Format.
Aktuell bleibt es damit bei freiwilligen Diensten; ein verpflichtender Zivildienst ist nicht beschlossen, aber die politische und organisatorische Vorbereitung für einen Neustart im Falle einer Wehrpflicht-Reaktivierung läuft bereits.
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Bildquelle: Miljan Zivkovic / shutterstock