CIA-Direktor in Moskau | Von Rainer Rupp

CIA-Direktor in Moskau | Von Rainer Rupp

Europäer haben Diplomatie verlernt

Ein Meinungsbeitrag von Rainer Rupp.

Während die EU den Krieg um die Ukraine mit immer mehr Geld und Waffen anheizt, bemühen sich der Vatikan und offenbar auch die amerikanische CIA um eine De-Eskalation. “Der Heilige Stuhl fordert beide

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Europäer haben Diplomatie verlernt

Ein Meinungsbeitrag von Rainer Rupp.

Während die EU den Krieg um die Ukraine mit immer mehr Geld und Waffen anheizt, bemühen sich der Vatikan und offenbar auch die amerikanische CIA um eine De-Eskalation. “Der Heilige Stuhl fordert beide Seiten nachdrücklich auf, Offenheit und guten Willen zu zeigen”, um “die Kämpfe zu beenden und wahrhaftige Verhandlungen aufzunehmen”, sagte der vatikanische “Außenminister” Gallagher bei einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow in Moskau. Es war der erste Besuch eines hochrangigen Verantwortlichen des Vatikans in Russland seit November 2021. Kurz danach traf eine amerikanische Militärtransportmaschine in Moskau ein.

Nach US-Medienberichten war CIA-Direktor John Ratcliffe an Bord. Dies löste Spekulationen über mögliche Versuche zur De-Eskalation aus. “Rein zufällig” sprach auch der ukrainische Präsident Selenskyj von einem “Zeitfenster” für eine Lösung des Konflikts. Nur von EU-Vertretern hört man nichts dergleichen – Diplomatie haben sie offenbar verlernt.

Bemerkenswert ist, dass die Ukraine ihre Attacken für die Zeit des Besuchs ausgesetzt hat. Auf die Amis hört Selenskyj immer noch. Das geziemt sich auch so, wenn man einen von der NATO koordinierten und finanzierten Stellvertreterkrieg führt. Selenskyj empfängt seine Befehle seit vielen Jahren aus Washington, und wenn das Interesse des US-Präsidenten etwas nachlässt, sorgen die europäischen Vasallen dafür, dass alle Kriegsspesen von den Europäern bezahlt werden und Trump und seine Kumpane mit Waffenverkäufen an die EU-Europäer zur Weitergabe an die Ukraine mit dem Krieg große Kasse machen.

Derweil geht das Rätselraten über Sinn und Zweck des überraschenden CIA-Besuchs in Moskau weiter. Vielleicht hat es mit dem bevorstehenden Zusammenbruch der Ukraine zu tun, von dem der jüngst von Selenskyj gefeuerte Star-Verteidigungsminister Nikolai Fedorov letzten Dienstag gegenüber der britischen Nachrichtenagentur Reuters gesprochen hat.

Demnach ist Kiew im Konflikt mit Moskau nur noch wenige Monate von der Niederlage entfernt. “Ich denke, wir haben einen Wendepunkt erreicht, der unsere zukünftige Entwicklung bestimmen wird. Es sieht so aus, als würden wir langsam verlieren“, sagte er im Interview mit Reuters. Tatsächlich bleiben der Ukraine nur noch wenige Monate bis zum Beginn des kompromisslosen Winters. In dem wird eine erschöpfte Ukraine ohne Luftverteidigung und mit einer in den letzten Zügen liegender Stromerzeugung vergeblich versuchen, den unaufhaltsamen, unerbittlichen russischen ballistischen Angriff auf ihre kritische Schlüsselinfrastruktur abzuwehren.

Es scheint, dass nicht nur die Teile der ukrainischen Eliten, sondern auch die CIA die Zeichen der Zeit erkannt haben und Direktor Ratcliffe und Strippenzieher nach Moskau eilen, um die Russen wieder einmal mit schönen Worten und Versprechungen davon abzuhalten, an der Herz-Lungenmaschine, an der die komatöse Ukraine hängt, endgültig den Stecker zu ziehen.

Nur die Europäer scheinen weiterhin fest entschlossen, die Realität zu ignorieren und in ihrem „Die Ukraine wird gewinnen -Wolkenkuckucksheim“ zu verweilen. Pünktlich zum „Abhängigkeitstag“ der Ukraine von US-NATO am 25. August traf sich die “Koalition der Willigen” in Kiew und bewilligten Selenskyj alles, was er wollte – ohne Bedingungen (wie z.B. Kampf gegen die grassierende Korruption) und ohne Rücksicht auf die bereits ungeheuren ukrainischen Verluste an der Front!

Der neue britische Kriegstreiber-Premier der Labour-Partei (SPD-ähnliche) Burnham sagte zu, die geheimen Baupläne für britische Marschflugkörper vom Typ „Storm Shadow“ für Angriffe in die Tiefe des russischen Territoriums an die Ukraine weiterzugeben. Russland warnte, dass er damit die “Büchse der Pandora” noch ein Stück weiter geöffnet habe, aber wer unter den europäischen Eliten nimmt heute noch russische Warnungen ernst; bis es zu spät ist.

Frankreichs gescheiterter Präsident und Möchtegern-Napoleon Macron gelobte, den unerklärten Seekrieg gegen die sogenannte „russische Schattenflotte“ auszuweiten und künftig auch jene Staaten abzustrafen, die Russland Gas, Öl oder Diesel abkaufen.

Zudem machte die EU Selenskyj ein Jubiläums-Geschenk von 6,1 Mrd. Euro für Waffenkäufe (möglichst in Deutschland und Frankreich) und gelobte, die Versorgung mit Geld und Waffen so lange aufrechtzuhalten, wie Selenskyj es für nötig hält (“as long as it takes”, so der spanische EU-Ratspräsident Costa).

Kanzler Merz machte diesmal überraschenderweise keine neue Finanz- oder Waffenzusage. Vermutlich wartet er damit bis nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Denn die Opfergaben für Selenskyj sind alles andere als populär und sie könnten die CDU Stimmen kosten. Dafür besänftigte Merz seine ukrainischen Gastgeber mit dem offiziellen Gruß, den schon die ukrainischen NAZI-Kollaborateure und SS-Hilfstruppen bei den Massenmorden anstimmten. So rief Kanzler Merz: „Slawa Ukrajini”.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: CIA-Direktor John Ratcliffe
Bildquelle: 1 Andrew Thomas 1 / shutterstock

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