Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter

Selenskyj’s Psy-Op – 40-Tage-Terror-Kampagne gegen Russland
Ein Kommentar von Rainer Rupp.
In Ermangelung anderer, realer Militärhilfe, um dem faschistischen Regime in Kiew zu realen Erfolgen an der Front zu verhelfen, haben vor wenigen Tagen die westlichen Unterstützer Wolodymyr Selenskyj die Erlaubnis gegeben, eine 40-Tage dauernde „Kampagne des Terrors“ gegen zivile Ziele in Russland zu starten. Mit einer Kombination aus militärischer Eskalation und einer massiven Operation der Informations- und psychologischen Kriegsführung soll Russland in westlichen Medien als kurz vor dem Zusammenbruch darstellt werden, wobei Wladimir Putin zu Hause angeblich unmittelbar von einem Aufstand oder Putsch bedroht ist.
Ziel der Aktion ist es, die eingeschlafene Ukraine-Hilfsbereitschaft in vielen NATO-Ländern für mehr Waffen und Geld zu reaktivieren indem man zeigen will, Seht her, die Ukraine gewinnt die Oberhand, nur noch ein bisschen mehr Hilfe, dann kann sie gewinnen und dann gibt es Regime-Change in Moskau.
Die Öffentlichkeit in US/NATO/EU-Ländern wird derzeit mit Beiträgen in sozialen und traditionellen Medien überschwemmt, die ein düsteres Bild für die Zukunft der russischen Sonderoperation zeichnen, indem sie zugleich die angeblich beeindruckenden Erfolge der Ukraine hervorheben. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich das jedoch alles als reine Propaganda. Aber diese armselige Propaganda ist anscheinend der letzte Pfeil, den der Westen noch in seinem Köcher hat, während Russlands Zermürbungskrieg die Ukraine weiterhin systematisch und in zunehmend großen Schritten entlang der ganzen Front weiter gen Westen zurückdrängt.
Die westlich geführte Propagandakampagne umfasst mehrere Elemente:
Tatsächlich haben ukrainische Drohnen Teile von einigen russischen Raffinerien getroffen und dabei für spektakuläre Bilder von aufsteigendem Rauch und Feuer gesorgt. Die Schäden waren real und haben in einigen Regionen während der Umdisponierung vorübergehend zu Versorgungsengpässen geführt. Aber zu keinem Zeitpunkt waren sie von strategischer Bedeutung oder hatten Einfluss auf die Lage an der Front. Sie sind militär-politisches Theater, das ablenken soll von den Rückschlägen der Ukraine entlang der gesamten Front. Bezeichnend ist, dass z.B. die russischen Ölexporte in besagtem Zeitraum nicht zurückgegangen, sondern sogar gestiegen sind, eine Tatsache, welche das Narrativ von katastrophalen Verlusten in der russischen Ölindustrie widerlegt.
Dennoch kann ein Beobachter der westlichen Medien leicht erkennen, wie die von der CIA, MI6 und anderen westlichen Geheimdiensten inspirierte ukrainische Propaganda-Kampagne in den Köpfen der Menschen im Westen Fuß gefasst hat, vor allem in den Vereinigten Staaten.
Auf seiner Webpage hat der – zum anti-imperialistischen Kriegsgegner gewandelte – ehemalige Top-CIA-Analyst Larry Johnson exemplarisch für viele an ihn gerichtete Leserbriefe den nachstehen Text veröffentlicht, der auf drastische Weise illustriert, wie sehr die jüngste 24/7 Propaganda die Köpfe der Menschen verwirrt hat.
Hier einige Auszüge aus den erhaltenen Leserbriefen, die Larry Johnsons Analyse der Lage in der Ukraine heftig kritisieren und sich dabei auf im Westen veröffentlichte Artikel berufen:
Diese online Zeitung hatte tatsächlich unter westlicher Führung bis März 2022 in Moskau Standort und Redaktion. Seither veröffentlicht sie unter gleichem Namen aus Amsterdam, wo sie in guter Gesellschaft mit einer ganzen Palette von Russenhassern ist und sich offensichtlich aus dem „Pressematerial“ der westlichen Geheimdienste bedient.
New York Times verbreitet falsche Opferzahlen
Das Flaggschiff der „US-Qualitätsmedien“, die New York Times (NYT) hat am 1. Juli einen Artikel veröffentlicht, der laut Larry Johnson den Mythos perpetuiert, dass die Ukraine den Russen massive Verluste zufügt. Auch dieser Beitrag sei Teil einer Propagandaoperation, welche die US-Öffentlichkeit über die Chancen der Ukraine im Krieg gegen Russland als Gewinner hervorzugehen, täuschen solle.
Laut NYT hat Russland seit Beginn der großangelegten Invasion im Februar 2022 insgesamt mehr als 1,1 Millionen Tote und Verwundete erlitten. Die russischen Verluste seien hoch, würden aber durch Rekrutierung und die Einziehung von Strafgefangenen kompensiert. Die Zahl der gefallenen russischen Soldaten liege bei etwa 350.000 bis 400.000.
Die ukrainischen Verluste werden von der NYT bedeutend niedriger auf 400.000 bis 500.000 Tote und Verwundete geschätzt, wovon 180.000 bis 220.000 Gefallene sind.
Diese Zahlen seien „völliger Unsinn“, argumentiert der Ex-CIA-Analyst. Er verweist zunächst auf den Austausch von Soldatenleichen. Das groß angelegte, regelmäßige Programm habe am 11. Juni 2025 mit der ersten formellen Übergabe im Rahmen der Istanbuler Vereinbarungen begonnen. In diesem Rahmen wurde im Dezember 2025 laut Kyiv Post die Gesamtzahl der repatriierten ukrainischen Leichen seit Beginn der Invasion auf rund 16.000 beziffert. Nach Hinzurechnung dreier dokumentierter Austausche im Jahr 2026 bis April (weitere 3.000) ergebe sich eine Gesamtzahl von etwa 19.000 repatriierten ukrainischen Leichen. Demgegenüber stünden auf russischer Seite im gleichen Zeitraum lediglich etwa 500 bis 600 geborgene Leichen gefallener Soldaten. Die NYT wolle dennoch ihre Leser glauben machen, dass Russland um ein Vielfaches höhere Verluste erleide als die Ukraine.
Als weiteres Argument führt Larry Johnson den Einsatz der Artillerie an. Diese sei bis Mitte 2025 die wichtigste Waffe zum Töten und Verwunden von Soldaten auf beiden Seiten gewesen. Über den gesamten Krieg hinweg habe Russland etwa drei- bis viermal so viele Artilleriegeschosse abgefeuert wie die Ukraine – eine Einschätzung, die auch das britische Royal United Services Institute (RUSI) teile.
Besonders relevant sei in diesem Zusammenhang das „industrielle Fenster“-Problem, was das „Modern War Institute“ der US-Militärakademie West Point beschrieben habe. 2025 habe Russland etwa sieben Millionen Geschosse pro Jahr produziert – rund 19.000 pro Tag – und gleichzeitig nur 10.000 bis 15.000 pro Tag verbraucht. Damit habe Russland 2025 erstmals seit 2022 seine Bestände wieder aufgebaut statt abgebaut. Die Bestände der 155mm Artilleriegranaten der Ukraine hingen jedoch von den Nachschublieferungen aus dem Westen ab. Die konnten jedoch selbst zu den besten Zeiten nicht mit der russischen Produktion Schritt halten, und zweitens waren die Lager der westlichen Unterstützer bald gelehrt und der Nachschub tröpfelte nur noch. Dennoch will die NYT ihren Lesern weismachen, dass Russland bei fast viermal so hohem Artilleriefeuer angeblich viel höhere Verluste als die Ukraine erlitten hat.
Auch bei Drohnen sei die Darstellung der NYT grob irreführend, so Johnson. Russland füge der Ukraine durch seine Drohnenkampagne deutlich mehr Schaden zu als umgekehrt. Allein 2025 habe Russland mehr als 54.000 Shahed-ähnliche Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt – bei einer anhaltenden Rate von 135 bis 200 pro Tag. Die ukrainische Langstrecken-Drohnenkampagne habe zwar echte operative Erfolge erzielt, darunter dokumentierte Angriffe auf Raffinerien und reale Schäden an der russischen Treibstoffversorgung, die auch Putin öffentlich eingestanden habe.
Dennoch übersteige das Ausmaß und die menschlichen Kosten, die die Ukraine ertragen müsse, bei weitem das, was Russland erleide. Die Ukraine stehe unter existenziellem Druck durch die russische Drohnenoffensive, während sie bereits 30.000 bis 34.000 militärische Verluste pro Monat verkrafte. Russlands Drohnenstreitkräfte seien größer, produzierten in größerem Maßstab, träfen erfolgreicher und richteten beim Gegner mehr Schaden an, so der ehemalige CIA-Analyst, der als nächstes auf ein weiteres massives Ungleichgewicht entlang der gesamten Front verwies, nämlich die russischen FAB-Gleitbomben, von denen die Ukraine und der Westen kein Äquivalent haben.
Seit 2023 habe Russland etwa 125.000 bis 135.000 Gleitbomben – von FAB-500 kg bis FAB-3000 kg (drei Tonnen), ausgestattet mit dem UMPK-Modul – auf ukrainische Stellungen abgeworfen. Die Bomben mit einer Reichweite von 60 bis 70 Kilometern (neuere Versionen 100 bis 200 Kilometer) hätten eine entscheidende Rolle bei den russischen Vorstößen gespielt, da sie viel effektiver als Raketen schwer befestige Bunkerkomplexe knacken konnten. Ukrainische Befestigungen wurden schneller zerstört, als diese repariert oder verstärkt werden konnten. Die Behauptung der NYT, diese Bomben hätten kaum ukrainische Soldaten getötet oder verwundet, sei angesichts von über 125.000 abgeworfenen Bomben absurd.
So wie die russischen Verluste systematisch übertrieben werden, so würden die der Ukraine massiv untertrieben. Laut Larry Johnson gilt die Zahl der ukrainischen Gefallenen von mehr als 1,5 Millionen als realistische Schätzung. Sie seien für die hegemonialen Ambitionen des Westens geopfert worden, so seine abschließende Feststellung.
+++
Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.
+++
Bild: Der russische Präsident Wladimir Putin gab nach seinem Treffen mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban im Kreml-Palast Erklärungen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz ab. 05.07.2024 Russland Moskau
Bildquelle: photoibo / Shutterstock.com