Die Ruhe vor dem nächsten Sturm: Ceuta-Invasoren auf dem Rückzug – Krawalle in Mellila

In der spanischen Exklave Ceuta herrscht nach einem bisher beispiellosen Massenansturm von rund 60.000 Migranten ein akuter humanitärer und sozialer Ausnahmezustand. Die Lage soll sich aber laut Behörden angeblich etwas entspannt haben. Nahezu alle Invasoren (schätzungsweise 53.000 Migranten) seien bereits wieder nach Marokko zurückgekehrt, heißt es. Viele hätten den Rückweg aufgrund der katastrophalen Versorgungslage sowie […]

The post Die Ruhe vor dem nächsten Sturm: Ceuta-Invasoren auf dem Rückzug – Krawalle in Mellila appeared first on Deutschland-Kurier.

Share your love

In der spanischen Exklave Ceuta herrscht nach einem bisher beispiellosen Massenansturm von rund 60.000 Migranten ein akuter humanitärer und sozialer Ausnahmezustand. Die Lage soll sich aber laut Behörden angeblich etwas entspannt haben. Nahezu alle Invasoren (schätzungsweise 53.000 Migranten) seien bereits wieder nach Marokko zurückgekehrt, heißt es. Viele hätten den Rückweg aufgrund der katastrophalen Versorgungslage sowie angekündigter Abschiebeverfahren freiwillig angetreten.

Während sich die Lage in Ceuta zumindest vorübergehend beruhigt zu haben scheint, verlagert sich das Geschehen gut 200 Kilometer weiter östlich nach Melilla, der zweiten spanischen Exklave an der marokkanischen Küste. Dort versuchten am Freitagabend (31. Juli) etwa 500 Migranten die Grenze zu stürmen, wobei es zu schweren Zusammenstößen mit der marokkanischen Polizei kam. Die wiederum spielt eine undurchsichtige Rolle.

In den sozialen Medien kursieren Videos, die zeigen sollen, wie Migranten unter den Augen der marokkanischen Polizei in Lkw an die Exklaven herantransportiert wurden und von den Ladeflächen springen. Die Echtheit der Aufnahmen lässt sich nicht zweifelfrei belegen, doch laut Medienrecherchen („NiUS“) spricht vieles für die Authentizität der Bilder.

Auslöser der plötzlichen Massenbewegung war, wie berichtet, ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs von Anfang Juli. Dieses besagt, dass Migranten, die auf dem Seeweg aufgegriffen werden, nicht mehr ohne Einzelfallprüfung direkt nach Marokko zurückgewiesen werden dürfen, sondern auf den spanischen Festland ein geordnetes Asylverfahren durchlaufen müssen. Schleppernetzwerke verbreiteten daraufhin über soziale Medien die „frohe Botschaft“, dass die Grenzen komplett offen seien.

Die Ruhe vor dem nächsten Sturm?

Beobachter vor Ort befürchten, dass die aus Ceuta gemeldete Entspannung der Lage nur die Ruhe vor dem nächsten Sturm sein dürfte. Der Deutschland-Kurier klärt wichtige Fragen, die sich mit dem neuen Ansturm auf Europa stellen.

 Wieso gehören beide Städte in Marokko überhaupt zu Spanien und damit zur EU?

1415 eroberte Portugal die strategisch wichtige Hafenstadt Ceuta an der Straße von Gibraltar. Als Portugal und Spanien ab 1580 unter derselben Krone standen, wurde die Seefestung Ceuta Teil der spanischen Monarchie. Nach der portugiesischen Unabhängigkeit 1640 entschied sich Ceuta, bei Spanien zu bleiben. Marokko erhebt zwar bis heute Anspruch auf die Stadt, Spanien lehnt das ab. Auch Melilla ist ein Zankapfel.

 Gehören Ceuta und Melilla zum Schengen-Raum?

Nein. Aber wenn die Migranten zur Durchführung eines Asylverfahrens auf das spanische Festland verbracht werden, sind sie schwupps im Schengen-Raum und können sich, ausgestattet mit vorläufigen Aufenthaltspapieren, innerhalb der EU praktisch frei bewegen (auch wenn es formal nicht erlaubt ist). Migranten, die in Spanien registriert werden, reisen meist unbemerkt über den Landweg (Frankreich, Niederlande) nach Deutschland ein. Die Bundespolizei erfasst diese sogenannte Sekundärmigration erst bei stichprobenartigen Grenzkontrollen, ordnet sie in den Berichten aber meist der unmittelbaren Einreisegrenze (z.B. Grenze zu den Niederlanden) zu.

Offizielle Zahlen über das Ausmaß der Sekundärmigration aus Spanien sind nicht verfügbar. ABER: Allein 2025 wurden insgesamt 1.162 Migranten aus Deutschland nach Spanien zurückgeführt.

 Wie viel Stütze bekommen Migranten in Spanien?

Asylbewerber in Spanien erhalten zunächst Unterkunft und Verpflegung sowie rund 52 Euro Taschengeld pro Monat – das sind 150 Euro weniger als in Deutschlasnd. Nach einem halben Jahr dürfen sie arbeiten und erhalten vollen Zugang zum Gesundheits- und Sozialsystem.

 Was würden da für neue „Goldstücke“ auf Deutschland zukommen?

Die Linke fordert bereits, Deutschland solle die Ceuta-Migranten aufnehmen. Unbestätigten Berichten zufolge sollen viele der Invasoren vorzeitig freigelassene Straftäter sein. Wollte Maroikko sie auf diesem Weg loswerden? In den sozialen Medien kursieren Aufnahmen, auf denen ein nordafrikanischer Migrant zum Beispiel offen zugibt, dass gegen ihn im Zusammenhang mit einem Mordfall ermittelt worden sei.

Fakt ist: Zuwanderer aus den Maghreb-Staaten (Marokko, Algerien, Tunesien), sogenannte „Nafris“ (Nordafrikaner), fallen in Ballungsräumen überproportional häufig durch Eigentums-, Raub- und Gewaltdelikte auf. In einigen Städten und Altersgruppen (insbesondere bei jungen Männern) liegt die statistische Belastung je nach Delikt tatsächlich um das 12- bis 18fache höher als bei der deutschen Vergleichsgruppe. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) pro 100.000 Einwohner.

Beitrag: Die Ruhe vor dem nächsten Sturm: Ceuta-Invasoren auf dem Rückzug – Krawalle in Mellila
Quelle: Deutschland-Kurier.

Beitrag teilen

Neue Beiträge und
Informationen direkt
per E-Mail erhalten.